Frage von nana3000,

woran erkennt man einen psychophaten

und wie kann man ausschließen das man nicht selber einer ist?:/ sind sie eher unnaufällig/auffällig charmant oder so wie alle anderen?

Antwort von Mucker,
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Einen Psychopathen zu erkennen - ist alles andere als einfach ! Psychopathen sind so gefährlich – weil sie sich geschickt tarnen können – und vielen als Normalos erscheinen !

Was genau macht einen Menschen zum Psychopathen? Und woran kann man ihn erkennen?

Lange Zeit haben die Wissenschaftler auf diese Fragen keine eindeutige Antwort gefunden. Im »Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen«, der Bibel aller Psychiater, sucht man den Begriff »Psychopath« bis heute vergeblich.

*** Erst die Arbeiten von Robert Hare haben Klarheit in die verworrene Diskussion gebracht.***

Ein von ihm entwickelter Test, die sogenannte PCL (»Psychopathy Checklist«), benennt eine Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen, die nach Meinung der Fachleute dem perfekten Psychopathen zu eigen sind.

Wer mehr als 75 Prozent dieser Merkmale erfüllt, gilt offiziell als Psychopath.

Die meisten Experten halten Psychopathie für angeboren. Und für unheilbar. Einmal Psychopath, immer Psychopath – dieser These folgen heute auch einige Gerichte in den USA.

Längst lassen sie ihre Angeklagten mit Robert Hares PCL untersuchen. Ein hoher Score hat in Amerika schon eine Reihe von Verbrechern direkt auf den elektrischen Stuhl gebracht.

Hares berühmte Liste zeichnet ein wahrhaft wahnwitziges Bild:

Psychopathen sind demnach charmant wie George Clooney, verlogen wie Pinocchio, betrügerisch wie Bernard Madoff, selbstherrlich wie Josef Stalin, aufbrausend wie A.dolf H.itler und sexuell untreu wie Giacomo Casanova.

Sie übernehmen niemals Verantwortung für das, was sie tun. Und der vermutlich entscheidende Punkt: Sie sind nicht dazu in der Lage, Reue oder Mitgefühl mit anderen Menschen zu empfinden. Sie haben buchstäblich kein Gewissen.

Robert Hare hat den typischen Psychopathen als »Raubtier in Menschengestalt« bezeichnet.

»Meist wirkt der typische Psychopath sehr angenehm und hinterlässt einen positiven Eindruck, wenn man ihm zum ersten Mal begegnet«,

schreibt der US-Forscher Hervey Cleckley in seinem Standardwerk »The Mask of Sanity«.

Diese Maske der Normalität ist es, die Psychopathen so gefährlich macht.

http://www.pm-magazin.de/t/gehirn-intelligenz/gehirnforschung/woran-erkennt-man-...

Kommentar von Kukichan,

stimmt schon...aber ihr merkts ja nie, wenn ihr manipuliert werdet :P

Kommentar von Mucker,

Da täusch dich man nicht !

Kommentar von Kukichan,

Warum dann über so etwas sich beschwern?!

Kommentar von Dichterseele,

Super Antwort.

Ich interpretiere das mal so:

Ein Psychopath ist ein Mensch, der sich mit krankhafter Akribie und unter Anwendung aller erdenklicher Mittel Vorteile verschafft und dem es dabei nicht klar ist, was er eigentlich damit erreichen will. Ihn interessiert nicht, was er anderen antut, er ist nur damit beschäftigt, sein EGO zu pflegen, sich alle Wünsche zu erfüllen und sein Image zu polieren..

Stimmt das so? - Dann pflasterten schon etliche dieser Sorte meinen Weg...

Kommentar von Mucker,

Ja - da ist was dran - schau auch mal unter EGOmanen nach - das sind ähnlich unangenehme Typen ! :-))

Kommentar von Kukichan,

Was heißt hier unangenehm?! O.o

Kommentar von Sliegsling,

Ich möchte noch etwas ergänzen: Weil Psychopathen/innen so einen guten Eindruck hinterlassen können, setzen sie sich gut durch. Im Falle einer Scheidung bekommen sie leider oft das Sorgerecht, was für ihre Kinder vernichtende Folgen hat. Sie schmieden strategisch sehr hinterhältige Rachepläne und haben keine Skrupel, diese auch umzusetzen. Dabei lenken sie den Verdacht gerne auf andere Leute, die ihnen im Wege stehen. Sie heiraten mehrere Male. Es kann passieren, dass sie Menschen wegen Kleinigkeiten extrem "bestrafen". Sollte doch einmal auffliegen, dass sie Dreck am Stecken haben, erzählen sie etwas von einer erfolgreich abgeschlossenen Therapie, die jedoch gar nicht stattgefunden hat.

Antwort von Kukichan,
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Ich fänds leicht einen zu erkennen (bin selbst eine) ^^ Charmant dennoch normal. Die meisten merken garnicht, das sie ausgenutzt werden.

Antwort von TobiTomate,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Guck mal in den Spiegel

Kommentar von nana3000,

wie soll ich das deuten?

Antwort von napoleon3010,

An seinen Augen, ich kann dir sagen, du magst seine Augen nicht.

Antwort von derdorfbengel,

Kürzlich las ich den Beitrag eines Psychologen, der erklären wollte, warum angeblich der rechtsradikale Attentäter Breivik in Oslo und Utöya 100 Menschen, davon viele Jugendliche, töten könnte und warum "normale" Menschen dies angeblich nicht könnten.

Der Unterschied solle aufzeigen, wie die Persönlichkeit eines "Psychopathen" sei.

Der "Psychopath" könne angeblich kontrollieren, wann er Mitgefühl empfände und wann nicht. In den Fällen seiner "psychopathischen Struktur" würde er das eben abschalten und dann eiskalt töten.

Diese Erklärung fand viel Beifall.

Naja, Du siehst schon: ich sehe das nicht so.

In der Tat habe ich noch nie eine Erklärung eines Unterschiedes zwischen "Psychopathen" und "Normalen" gefunden.

Die Erklärung des Beispiels da oben ist ganz schnell und ganz easy widerlegt und zerfetzt. Was anderes als so ein Psychopath machen denn Menschen im Krieg?

Sie töten andere Menschen, die ihnen individuell überhaupt nichts angetan haben. Manche töten einen, andere drei und andere 100 Feinde. Sie machen das mit Gewehren, Messern, manchmal blossen Händen oder wiederum mit Atombomben. Dann töten sie nicht nur 100 "Feinde" wie Breivik, sondern 100.000 (!)

Die Menschen, die das tun, gelten allgemein nicht als "Psychopathen" oder krank. Sie sind meist "ganz normale Männer". Das ist übrigens auch der Titel eines sehr bekannten Buchs über 500 SS-Soldaten, die in Polen über 40.000 Menschen ermordet haben. Das waren alles keine Fanatiker, die töten wollten. Sondern Leute, die ganz zufällig in diese SS-Einheit kamen. Viele von ihnen waren Polizisten aus dem zivilen Leben (also die, die "Psychopathen" bekämpfen!). Natürlich hatten von ihnen ebensoviele Ehefrauen und/oder Kinder wie es in der Durchschnittsbevölkerung eben auch üblich war.

Sobald die die Befehle bekamen, töteten sie, wie ihnen gesagt wurde. Und zwar keine feindlichen Soldaten, sondern Zivilisten: Greise, Frauen, Kinder. Oft mit grosser Grausamkeit und Hingabe. Denn die "Feinde" liefen ja auch weg und mussten dann gefangen werden. Man hätte sie auch entkommen lassen können, oder?

Keiner von ihnen stand je vor Gericht. Es hat auch so gut wie niemand von ihnen jemals öffentlich bereut, was er getan hatte. Sie sagten auch, dass sie kein Mitleid mit den Opfern gehabt hätten. Sie hatten eben den Befehl und führten ihn aus. Basta!

Christopher Browning: "Ganz normale Männer. Das SS-Polizeibataillon (Nummer) und die Endlösung der Judenfrage."

Hier bleibt offensichtlich nur ein einziger lächerlicher Unterschied zwischen diesen "ganz normalen" Männern und dem "Psychopathen": die einen tun, weil es ihnen einer befohlen (oder erlaubt!) hat, der andere entscheidet es eben selbst.

Ist das so ein immenser Unterschied?

Es gibt sogar Autoren, die schreiben über die deutschen Kriegsverbrecher und meinen dann: es gibt einen zentralen Unterschied zwischen den Deutschen und allen anderen, "normalen", Völkern. Da wird über die Deutschen so geschrieben wie über einen "Psychopathen". Aber wir - die normalen Völker - können sowas nicht!

Über Hiroshima und Nagasaki haben aber Piloten Bomben abgeworfen, die mehrere 100.000 Menschen getötet haben und unglaublich grausame Krankheiten verursacht, die noch ein halbes Jahrhundert später wirkten. Die Feinde waren wieder: Zivilisten mit ihren Kindern. Die Piloten denken sich nichts dabei. Sie haben Befehle und es sind ja "Feinde".

Die Piloten und ihre Generäle und die Politiker meinten dennoch: die Deutschen und Japaner, das sidn besonders grausame, psychopathische Völker. Man selbst könnte sowas nie tun!

Heute begehen Juden in Palästina Verbrechen, die ihren Grosseltern selbst unvorstellbar waren. Denn sie waren ein "normales" Volk. Das sind i.d.R. 18 bis 20-jährige junge Leute, die Kriegsdienst ableisten müssen. Die sind sonst, zuhause, eigentlich ganz normale junge Leute, die Humor haben, eine Freundin oder einen Freund usw. etc. Im Kriegsdienst besteht ihr Humor oft daraus, wehrlose Menschen zu quälen. Ein "psychopathischer" Humor? Auch töten dürfen sie sie ungestraft.

Es gibt auch Palästinenser, die meinen: die Juden sind ein ganz besonders grausames Volk, das von allen anderen "normalen" verschieden ist (und natürlich könnten sie selbst sowas niemals tun!). Habe ich schon so gehört...

Ich glaube nicht an die Ergründung von besonders "anderen", "abartigen" Psychopathen-Charaktern und "normalen" Menschen. Habe noch nie welche gesehen.

Antwort von Arynovere,

Sie tragen oft 'ne Glatze.

Antwort von ScoreJUMPER,

Guck in spiegel. So wie alle anderen unaufällig auffällig.

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