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Woran erkennt man einen guten Finanzberater?

gefragt von JulchenStuttgart am 19.05.2007 um 9:04 Uhr

Möchte mir einen klaren Überblick über meinen finanziellen Stand und die besten Möglichkeiten für meine Lage verschaffen. Kenne mich aber viel zu wenig aus und möchte eine Beratung in Anspruch nehmen. Worauf sollte ich dabei achten?


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Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 19. Mai 2007 09:22
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Auf jeden Fall sollte das Erstgespräch kostenlos sein. Dann ist zu prüfen wie der Berater sein Geld verdient. Ob per Honorar oder durch Provision. Es ist auch entscheidend, wie lange er schon in seinem Beruf arbeitet. Fragen die auf alle Fälle bei der Auswahl helfen.

a) Erkundigt er sich nach deinen Zielen b) Informiert er sich über die familiäre, finanzielle und steuerliche Situation. c) Findet er heraus, welche Risiken du bei einer Anlage eingehen willst. d) Entwirft er daraufhin ein persönliches individuelles Konzept oder Portfolio. e) Spricht er offen über Kosten f) Hast du den Eindruck er hat einen Überblick über den Gesamtmarkt.
g) Kann er Referenzen nachweisen. h) Ist der Berater unabhängig und kann er dir das ganze Produktuniversum anbieten- oder ist es ein gebundener Handelsvertreter der nur die Produkte eines Unternehmens anbietet. i) Kann er rechnen? Lass dir einen Sparplan mit 100 € pro Monat ausrechnen mit einer Laufzeit von 13 Jahren und einem Zinssatz von 6,5 % p.a.

Kommentar von Simple_avatar6smallkomaberl18m am 20. Mai 2007 11:16

Die Idee mit "kann er rechnen" finde ich cool. Ich denke nicht, dass viele eine Zinseszinsformel parat haben. Und einige Rechner der Versicherer lassen so etwas nicht zu :-) Das mit Provision und Honorar verstehe ich nicht ganz, weil das in meinen Augen kein Indikator für gut oder schlecht ist. Viele Berater, die seit 20 Jahren dabei sind, sind evtl. auch betriebsblind und verlassen sich auf die "alten Produkte". Insbesondere weil viele Versicherer noch nicht alle Mitarbeiter schulen... Auch das sehe ich anders.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 20. Mai 2007 12:00

Die Frage nach dem Sparplan wurde in Deutschland in 30 verschiedenen Banken gestellt. Nur bei fünf erhielt der Testkunde sofort ein Antwort. Ein unabhängiger Finanzmakler- oder Versicherungsmakler muss immer die neusten und besten Produkte kennen. Weiterbildung in dieser Brnache ist ein Muß. Wer das nicht tut, wird Schiffbruch erleiden. Das mit dem Honorar habe ich dir unten kommentiert.


anonym
beantwortet von jamie07 am 19. Mai 2007 10:33
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vielleicht auch mal zum vergleich 2 finanzberater kommen lassen. diese checken ja unverbindlich deine finanzielle lage und beraten dann. denke vom eindruck der beratung abhängig machen was sinn macht und dann entscheiden. wie edgar schon sagt würde ich auch jemanden empfehlen der für mehrere unternehmen frei arbeitet und die besten raussuchen kann.


loopwithme
beantwortet von loopwithme am 19. Mai 2007 13:03
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Ich kann dir jedenfalls erklären, woran man einen schlechten Finanzberater erkennt: einer, den ich leider mal konsultierte, hat zuerst in einem großen Haus gewohnt, kurze Zeit später in einem kleinen. Dann sah ich ihn wieder in einer Eigentumswohnung, mittlerweile lebt er in einer kleinen Mietswohnung und fährt Fahhrad...

Der Typ hat mich mit seinen tollen "Tipps" ne Stange Geld gekostet...


collo
beantwortet von collo am 19. Mai 2007 14:13
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Vorsicht wenn er konkrekt Angebote macht, die über ihn abgewickelt werden sollen. Viele Finanzberater sind mehr an eigene Provisionen interessiert, als an deine Geldvermehrung. Auch viele Banken empfehlen gerne Fonds-Anteile, weil sie dabei tüchtig Provisionen abkassieren. Daher beraten lassen, aber nichts beim Finanzberater abschließen. Voll-Alarm gilt bei Sätzen wie: sie müssen sich aber kurzfristig entscheiden, oder ähnlich.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 19. Mai 2007 15:47

Wenn ich so einen Unsinn lese wird mir schlecht. Was meinst du womit ein Finanzberater sein Geld verdient. Vom Beraten ? Natürlich kostet die Beratung Geld, das ist doch klar. Sie darf auch Geld kosten oder arbeitest du ohne Lohn? Daher beraten lassen, aber nichts beim Finanzberater abschließen Das ist die "Geiz ist G." Methode. Ein guter Finanzberater spricht das Honorar und die Provisionen die er verdient offen an und hat kein Problem damit. Bitte lass diese verunglimpfenden Pauschalierungen. Glaube mir es gibt auch ehrliche und seriöse Finanzberater.

Kommentar von 7d9ff7b0d33e227f435308ed73c053a4smallcollo am 19. Mai 2007 18:29

Ich habe nicht pauschal verunglimpft. Ich habe nur vor den schwarzen Schafen gewarnt. Natürlich kostet Beratung Geld, ist ja auch absolut ok. Wenn es aber um Provisionen geht frage ich mich doch, ob ein Berater noch immer frei von Eigenutz berät. In dem Fall dürfte er kein Honorar mehr verlangen. Natürlich gibt es auch ehrliche Berater. Da man dies jedoch vorher nicht erkennen kann, werde ich bestimmt weiterhin vor den schwarzen Schafen warnen. Auch dann, wenn die ehrlichen Berater darunter leiden.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 19. Mai 2007 20:21

Deine erste Antwort war eine andere. In der Regel verlangt kein Berater Honorar wenn er Provision erhält. Außerdem sind die meisten Menschen nicht bereit ein Beratungshonorar zu bezahlen. Vom Steuerberater und Rechtsanwalt sind sie es gewohnt aber eine Finanzberatung soll kostenlos sein.

Aber damit hast du ja eh kein Problem - oder. Daher beraten lassen, aber nichts beim Finanzberater abschließen

Kommentar von 7d9ff7b0d33e227f435308ed73c053a4smallcollo am 20. Mai 2007 18:17

Ich komme aus der Steuerberatung. Ich habe tatsächlich kein Problem für eine Beratung zu bezahlen. Dies ist nach meiner Ansicht viel sinnvoller. Der Berater hat nun Interesse an einer guten Beratung, damit ich als Kunde erhalten bleibe. Kann sein, das meine erste Antwort da nicht klar genug war. Sorry !


komaberl18m
beantwortet von komaberl18m am 20. Mai 2007 11:22
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Für eine Beratung bezahlen sollte nun wirklich niemand. Viele nehmen ja schon 10-30 EUR für ein Erstgespräch. Wenn mir der Mensch unsympathisch ist, kaufe ich nicht, da kann das Angebot noch so gut sein. Ich arbeite auch nebenberuflich als FDL und wüsste nicht mal, was ich an Provisionen für einen Abschluss kriege. Ich mache das mehr als Hobby. Da ich hauptberuflich Bankkaufmann bin, habe ich genug Ahnung. Außerdem schult mich meine Gesellschaft regelmäßig. Ich würde einfach gucken: Schickt er dir Unterlagen, Angebot etc. zum durchsehen zu? Lässt er seine Notizen in deinen Unterlagen. Fertigt er ein Beratungsprotokoll (Ab 23.05.07 Pflicht!)?




Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallEdgar Niklaus am 20. Mai 2007 11:55

Für eine Beratung bezahlen sollte nun wirklich niemand Arbeitest du umsonst?? Was denkst du wovon dich deine Bank bezahlt ? Das Erstgespräch sollte immer kostenlos sein das ist richtig.




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Einen seriösen, vertrauenswürdigen und erfolgreichen Anlageberater, Vermögensverwalter oder Finanzplaner zu finden, ist nicht einfach. Folgende Fragen sollten Anleger beim Berater-Check stellen.

Kann der Berater eine Ausbildung als „Certified Financial Planner“ oder zumindest einen Abschluss als Bankkaufmann oder Betriebswirt nachweisen? Übt er seine Tätigkeit hauptberuflich aus? Hat er ausreichend Erfahrung und Leistungsnachweise?




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