hallo jana! Ich bin selbst betroffene und habe ein burnout hinter mir. Eine Diagnose zu stellen ist nicht einfach und die bekommt man auch nicht so "einfach" - es wird als überlastugnssyndrom oder länger anhaltende depressive episode bezeichnet. aber die alarmzeichen in unserer gesellschaft sind erdrückend. auf jeden fall ist es für dich oder deine freundin eine alarmzeichen, wenn du solche veränderungen feststellst!!! Hast Du mit Deiner Freundin darüber gesprochen? wie lange dauert dieser Zustand schon an? Hat sich deine freundin eine urlaubszeit - entspannunszeit vergönnt - wie ist es ihr danach gegangen? bei mir war es, daß ich trotz kur und urlaub nicht mehr energie tanken konnte. Vieles ging plötzlich nicht mehr. Ich habe den Alltag nur mehr als "Maschine" bewältigt. Ich war vorher viel in den Bergen. Auch das konnte ich nicht mehr bzw. habe ich die Umwelt und die Schönheit rundherum nicht mehr richtig wahr genommen. konnte mich an kaum etwas freuen oder lachen....
ich hoffe, du und deine freundin haben die alarmzeichen noch frühzeitig erkannt und sie schafft es die Notbremse zu ziehen - die ist in einer solchen situation unbedingt notwendig!!! Mein tip für Dich - es braucht viel viel Zeit, Geduld und viele viele kleine Schritte, um wieder aus dieser endlosen müdigkeit und antriebslosigkeit heraus zu kommen. KEINEN Druck. Sei einfach da und nimm Deine Freundin in den Arm und lass sie anlehen. Stehen bleiben und ruhen und ruhe finden und dann erst wieder beginnen langsam weiter zu gehen.
Ich arbeite seit zwei Jahren an meiner Misere, weil ich es zu spät erkannt habe und noch immer funktioniert habe, obwohl ich bereits ausgebrannt war. Umso früher man darauf achtet, wenn man anzeichen erkennt, umso besser und leichter ist es wieder zu "leben" und neuen antrieb zu finden.
Ernstnehmen und unbedingt hinhören. Das erste ist auf jeden Fall hinzusehen und "leiser zu treten" weglassen, was nicht unbedingt gleich zu erledigen ist - ein Zeitmanagment schaffen. Aufgaben an andere abgeben. Alles was mit Rythmus zu tun hat, hilft auch aus so einem kreislauf wieder heraus zu kommen. Singen, Tanzen, Trommeln, sich bewegen - nordic walking... herausfinden, was einem wirklich gut tut und ein gewisses ritual suchen. wirklich nur das vornehmen, was man auch wirklich schaffen kann - und auf das achten und schätzen, was man schafft, was gut gelingt!!! z.B. ein bestimmtes Lied jeden Morgen hören, das einen aufheitert. Am Nachmittag BEWUSST eine auszeit nehmen und wenn es nur 10-15minuten sind. wichtig ist, eine gewisse regelmäßigkeit zu finden. Entspannungsübungen z.B. nach Jacobsen, sich eine Massage vergönnen, klangschalen sind auch sehr positiv!
Als Unterstützung ist sicher anzuraten mit einem Arzt/Ärztin zu sprechen, dem deine Freundin vertraut. Kann fürs erste auch der Hausarzt sein der sie dann eventuell an einen Facharzt weiter überweist. Natürlich ist Beratung oder Psychotherapie anzuraten um an die Wurzeln heran zu kommen, woher die Situation entstanden ist. Weiß nicht, woher du bist. In Akutsituationen gibt es bei uns ein Kriseninterventionszentrum, wo du auch rasch hilfe bekommen kannst - oder in Eltern-Kind-Zentren gibt es auch Berater/Beraterinnen, bei denen man meist relativ schnell einen Termin bekommt!!!
Ich wünsche Dir und Deiner Freundin alles alles Gute - Ruhe und Gelassenheit!
hab eben den von Dir empfohlenen Link gelesen - Vorbeugen ist in der heutigen Zeit & Gefühlskälte ja schon oberwichtig! Reales Einschätzen der Situaton!! Ich glaub, mehr/bessere Tipps als diesen Link kann man auf die o.g.Frage NICHT geben! DH!