Bin nur noch am grübeln aber keinen mit dem ich reden kann. Mein Leben kotzt mich an, mein einziger Lichtblick ist meine 3jährige Tochter. Meine Mutter lacht mich aus wenn ich mit meinen Sorgen zu ihr komme (nach dem Motto habs ja gesagt), Freunde gibts sehr wenige seid ich Mutter bin und wieder Berufstätig. Würde einfach nur gerne wissen, ab wann man hilfe braucht bzw wie man sich das eingesteht. Mußte immer stark sein, für wen auch immer, jetzt halt für meine Tochter, da der Vater zu wenig ist und die Beziehung prökelt. Kann bald nicht mehr stark sein. Danke im voraus. mfg
Die Situation kommt mir bekannt vor. Bei mir gingen die Depressionen los, als mein Sohn klein war und einfach alles zuviel, da wärest du bestimmt nicht die erste. Das Ganze kann auch bei jedem anders aussehen, aber hier mal ein paar typische Symptome:
Antriebslosigkeit: Keine Lust/Interesse mehr zu nichts, nicht mehr vom Sofa hochkommen, alles, auch Kleinigkeiten scheinen einfach zuviel zu sein, keine Energie, Erschöpfung, Müdigkeit
Schlafprobleme: Einschlafen und/oder Durchschlafen, oder das Gegenteil, eigentlich den ganzen Tag nur noch schlafen können
Grübeleien: die eigene Situation geht einem die ganze Zeit im Kopf herum, auch wenn es zu nichts führt, man kann das nicht abstellen
Gleichgültigkeit: irgendwie ist einem einfach alles egal, man ist teilnahmslos, hat das Gefühl, den inneren Kontakt zur Umwelt verloren zu haben
Gefühllosigkeit und/oder Dünnhäutigkeit: man scheint nichts mehr fühlen zu können, weder Freude noch Schmerz noch sonstwas, alles ist taub, oder aber man ist übersensibel allem gegenüber, alles geht einem furchtbar nahe
Schmerz, Trauer, Ängste ohne dass man eigentlich weiß warum
Konzentrationsprobleme: selbst einen Roman zu lesen kann manchmal zu schwierig sein, man vergisst alles, Wortfindungsprobleme
Haltlosigkeit: Man hat einfach den Boden unter den Füßen verloren und scheint nur noch durch die Tage zu driften
Wenn du dich davon angesprochen fühlst, solltest du tatsächlich mal zum Arzt gehen. Auch wenn einiges vielleicht nicht so ausgeprägt ist, auch eine mittelschwere oder gar leichte Depression macht einen fertig und wenn du dich nicht darum kümmerst, wird es wahrscheinlich eher noch schlimmer, als von alleine besser. Therapiesuche kann langwierig und nervenaufreibend sein, ist aber nötig. Nur mit Tabletten wirst du wohl nicht allzu weit kommen, wobei sie eine gute Hilfe sein können und vor allem auch Erleichterung bringen. Du solltest auch nicht den Fehler machen, das zu verheimlichen oder dich dafür zu schämen. Auch wenn es immer wieder Leute gibt, die damit nicht umgehen können, ist es doch wichtig, dass dein Umfeld bescheid weiß. Und lass dich nicht von Sprüchen wie "Reiß dich mal zusammen" fertig machen! Eine Depression schafft jeden, und wer das nicht selbst erlebt hat, ist nicht in der Position, dich zu verurteilen!
Ich wünsch dir viel Glück und Kraft!

hm solange du nachts durchschläft seh ich noch kein problem. du hast ne kleine lebenskrise aber depression scheint das keine zu sein. nehm dir doch mal ein zwei tage ruhe und versuche zu ergründen wo du eigentlich stehst, wo du hinwillst, was genau im moment das problem ist und was man daran ändern kann.
Tja, das mit dem schlafen ist so ne Sache, den ganzen Tag totmüde und dann liegt man mind. 2 h wach bevor man schläft und kurz drauf wegen irgendwas wieder wach wird etc. 2Tage ruhe sind nicht drin, die einzige Zeit die ich für mich hab ist der Weg zur Arbeit und die Stunde am nachmittag wo die kleine schläft, denn Abends meckert er wegen was auch immer. Hab keine Power mehr.

Eingestanden hast du es dir ja schon. Laß dich von deinem Hausarzt überweisen, dann kann dir geholfen werden. Dafür mußt du dich nicht schämen. 25% der Bevölkerung müssen damit rechnen einmal im Leben daran zu erkranken. Wenn es dier hilft, ich leide selber daran bin aber in Behandlung. Ostrichfan
Danke euch allen, werd wohl mit meinem Doc mal ein wörtchen wechseln müssen. MFG

Es gibt einen Selbsttest, wende Dich dann zunächst an Deinen Hausarzt, wenn der entsprechend ausfällt. Du bekommst eine Überweisung zum Psychologen, die Behandlung wird von der Kasse übernommen. Es gibt auch die Möglichkeit, sich zum Psychiater überweisen zu lassen, das hat den Vorteil, dass der auch Antidpressiva verschreiben kann. Es ist nämlich leider so, dass man auf eine Therapieplatz bis zu 6 Monaten warten muss. http://www.kompetenznetz-depression.de/betroffene/selbsttest.htm
Blöder test, konnte nur einmal mit nein antworten. Vielleicht sollte ich doch zum Doc, nur wo die Zeit hernehmen. Na ja, mal schaun

Sprich mal mit Deinem Hausarzt darüber. Wenn es der Arzt Deines Vertrauens ist, wird er entscheiden können, ob es nötig ist, Dich an einen Psychologen zu überweisen.
der Hausarzt stellt bei medizinischer Notwendigkeit ein Rezept für psychologische Sitzungen aus udd gibt dir auch Adressen über gute Psychologen. Die Krankenkasse bezahlt das ganze.
Ja. Lass dir vom Hausarzt eine Überweisung ausstellen. Kassen zahlen auch einen Therapeuten.
Natürlich gibt es auch Psychologen und Therapeuten, die die Kasse zahlt. Schildere deinen Fall deinem Hausarzt, dann bekommst du eine Überweisung und kanst dir jemand passendes suchen. Viel Glück!