Es geht um meine Frau. Sie ist- wie ich inzwischen weiß- seit langem abwechselnd in absoluter Hochstimmung, mit vermeintlichen Bärenkräften, kaum Schlafbedarf, geistigen 'Höhenflügen' usw. und dann wieder depressiv, sieht alles schwarz in schwarz und will sich am liebsten nur noch verkriechen. Mir fiel das auch auf, als ich sie kennenlernte, aber ich hielt es eben für eine abwechslungsreiche Persönlichkeit. Inzwischen weiß ich, dass sie schon lange diese Wechsel hat, aber nie bei einem Arzt deswegen war (sie will nicht). Könnte sie da schon eine bipolare Störung haben? War eben das erste, was mir einfiel.

Hört sich nach einer manisch-depressiven Störung an. Ist sie in ihren "Höhenflügen" manchmal etwas..."nervig"? Ziemlich aufdringlich, nach dem Motto "Ich kann alles schaffen"?

Es hört sich ganz danach an, ist mir auch als erstes in den Sinn gekommen: Manisch-Depressiv.
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moon73 am 31. Oktober 2008 20:41 Ich hatte auch mal sone Freundin, klingt sehr danach. Bitte nicht auf die leichte Schulter nehmen und mit genau diesem Verdacht nach einem Spezialisten suchen der bereit ist Deine Frau daraufhin zu untersuchen.

Die Anzeichen sprechen dafür. Hatte mal eine Freundin mit demselben Problem. Sie ging von allein zum Arzt, da sie selbst merkte, daß etwas nicht stimmt. In den dunkleren Jahreszeiten wird es normalerweise schlimmer

Ich leide seit 3 Jahren an der bipolaren Erkrankung und was Du da schilderst hört sich ganz danach an.

Um was zu Deiner Frage selbst zu sagen: Den Unterschied "erkennen" kann man in dem Sinne nicht unbedingt, denn die sog. "bipolare Störung" besteht eben aus (sehr extremen) Stimmungsschwankungen. Die Frage, die dahinter steckt ist natürlich die, ob es im konkreten Fall "Krankheitswert" hat. Das hängt nach meiner Ansicht zuerst mal davon ab, wie sehr Deine Frau, Du oder andere (z.B. restliche Familie, Kollegen usw.) darunter leiden.
Ein Arzt hat bestimmte Kriterien, mit denen er etwas als Krankheit definiert oder auch nicht, also eine sog. "Diagnose" stellt. Auch da spielt das "darunter leiden" eine wesentliche Rolle. Dies ist die Grundlage ärztlichen Handelns, aber sicher auch nicht die "ganze Wahrheit" - denke ich ...
Wenn Deine Frau der Meinung ist, daß sie keine ärztliche oder therapeutische Hilfe braucht, kann sie erst mal niemand dazu zwingen. Wenn Du aber unter der Situation leidest, könntest Du Dir ja erst mal selbst Unterstützung in Form von psychologischer Beratung holen. Foren im Netz sind sicher ein guter Ausgangspunkt.