Woran erkennt man, das eine chemische Verbindung polar ist?

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2 Antworten

Moleküle haben dann und nur dann ein Dipolmoment von Null, wenn ihre Symmetrie es erzwingt. Dazu muß man also die räumliche Struktur des Moleküls kennen. Beispiele für solche Vögel sind CO₂, BF₃, SF₆, SiCl₄, p-Chinon, trans-Dichlorethen:Jedes davon ist unpolar, obwohl es kräftig polare Bindungen enthält.

Das habe ich in den letzten Tagen ein paar Male erklärt ⟹ Suchfunktion.

Wenn die Symmetrie des Moleküls ein Dipolmoment erlaubt, dann kann es immer noch sehr klein sein. Das tritt vor allem dann auf, wenn die Elektro­negativitäten der beteiligten Atome einander ähnlich sind. Kohlenwasserstoffe wie Propan haben ein Dipolmoment, aber es ist so mies klein, daß die Moleküle trotzdem als unpolar gelten. Umgekehrt kann man ein großes Dipolmoment erwarten, wenn Bindungen zwischen Atomen sehr unterschiedlicher Elektro­negativität bestehen, etwa im Aceton.

Dazu gibt es aber Ausnahmen. So hat z.B. Ozon O₃ ein respektables Dipol­moment, und CO ein vernachlässigbares. Faustregeln gehen eben manchmal schief.

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Bei Bindungen zwischen zwei Atomen, die sehr unterschiedliche Elektronegativitäten haben, entsteht eine Polarität. Bei Wasser besteh eine große EN-Differenz zwischen O und H. Außerdem ist das Molekül gewinkelt und so entsteht ein Dipol zwischen dem O und den beiden H's.

Benzin ist ein Stoffgemisch, bestehend aus Kohlenwasserstoffen, die allesamt unpolar sind, weil sie nur aus C und H bestehen.

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Kommentar von Grinsekatze2390
16.01.2016, 23:19

Aber wenn man im Periodensystem nachschaut, hat H einen EN-Wert von 2,20 und C 2,55 also ja eig schon ein Unterschied... wieso ist es dann trotzdem nicht polar?

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Kommentar von Grinsekatze2390
16.01.2016, 23:27

Aber eine Verbindung kann doch theoretisch auch polar sein wenn sie keinen Dipol hat oder?

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