Frage von buubu16, 162

Wonriester mit Bausparvertrag in die die Immobilienfinanzierung?

Halli Hallo,

sind kurz davor eine Immobilienfinazierung abzuschließen. Die Immofinanzierung beinhaltet auch einen Bausparvertrag mit Wohnriester. Nach einigen Recherchen im Internet bin ich jetzt total durcheinander ob ich Wohnriester in Anspruch nehmen sollte oder doch nur ein Bausparvertrag, oder beides nicht? Kann mir jmnd aus eigener erfajhrug berichten was eher sinn macht oder ob ich meine finger lieber vom wohnriester weglassen soll?

Vielen Dank für eure Hilfe

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo buubu16,

Schau mal bitte hier:
Geld Finanzen

Antwort
von HawlitzkiGross, 42

Folgende Fragen sollten doch beantwortet werden.

A) Wie alt seit ihr (bzgl. Familienplanung)?

B) Ist Euch Zinssicherheit wichtig ?(was meint ihr, wird der Darlehenszinssatz in 10-20 Jahren höher sein, wie jetzt? Bitte selber nachdenken. Keine Experten fragen, die wissen es auch nicht)

C) Bekommt Ihr Zuschüsse vom Land und KfW. Letzte bieten zinsverbilligte Darlehen an, je nach Vorhaben (www.kfw.de)

Von Wohnriester würde ich persönlich die Finger weg lassen. Es gibt zuwenig Praxisfälle, bei dem die Phase der Besteuerung schon läuft. Wohnriester ist noch zu neu um Erfahrungswerte zu erhalten.

Mit Fonds würde ich aufpassen. Nichts gegen Fonds, aber für Baufi, könnte gutgehen. Langfristig sparen für die Altersvorsorge ohne Frage, für Baufi würde ich das nicht machen.

Bausparen: Es gibt sehr gute Tarife. Übrigens, der Guthabenszinssatz, sollte sekundär gewichtet werden, da ihr bei Zuteilung je nach Tarif nur 30%  bis 40% Anparung habt. Das Gewicht liegt also im Darlehensbereich. Und der Anschlusszins ist sicher. Evtl. bekommt ihr noch Wohnungsbauprämie, etc.. 

Ein guter, unabhängiger Baufi-Makler wäre für euch geeignet,

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Beste Grüße

Stephen Hawlitzki-Groß

Kommentar von buubu16 ,

Hallo, erst mal vielen Dank für deine Antwort.

Ich bin 26 mein Mann 33... Haben keine Kinder, möchten aber in 1-2 Jahren spätestens Eltern werden =)

Ich bin generell eine Person die lieber auf der sicheren Seite ist und nichts dem Zufall überlässt. Vor paar Jahren war die Zinsen noch bei 6-8% und FALLS es in 15 Jahren wieder so hoch liegt haben wir den schwarzen Peter gezogen =) Die Zukunft kann leider niemand voraussagen :(

Kfw würden wir auch kriegen, 50.000€ (wobei die Banken meinen bei den niedrigen Zinsen ist Kfw fast schon teurer .. ) hmm...

Mit Fonds kennen wir uns eh viel zu wenig aus..

Bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem UNABHÄNGIGEN Finanzberater doch leider hat sich bisher immer rausgestellt dass sie doch mit irgendwelchen Banken im Hintergrund zusammenarbeiten ( ich zahle den Stundenlohn, aber wenn ich ein Kredit über ihn abschließe entfällt dieser Stundenlohn)...


Antwort
von DolphinPB, 78

Verstehen Sie Wohnriester und Alles was damit zusammen hängt (z.B. Wohnförderkonto, Beschränkungen bez. der Immobilie, steuerliche Möglichkeiten + Förderung, usw.) ?

Wenn nicht, dann Finger weg.

Im Übrigen - wichtig, Wohnriester ist nicht gleich riestergeförderter Bausparvertrag !

Grundsätzlich sind Bausparverträge (egal ob riestergefördert oder nicht) im Rahmen einer Finanzierung mit Vorsicht zu genießen. Die Guthabenzinsen sind extrem mau, die Abschlussgebühr und ggf. eine Darlehensgebühr kosten vie Geld und somit wird die Zinssicherheit teuer erkauft. Warum also nicht einfach eine längere Zinsbindung und / oder höherer Tilgung.

Wichtig - BSVs mit niedrigen Darlehenszinsen haben (fast) immer hohe Anspargrade und / oder sehr hohe Tilgungsbeiträge. Ich hoffe diese Begriffe sagen Ihnen etwas, denn wenn nicht, dann .... ?

Gerade die SpK und VoBas kommen immer mit einer BSV-Lösung um die Ecke die sich selten rechnet.

Es gibt ein paar wenige wirklich gute BSV-Tarife (z.B. von der Signal Bausparkasse oder Alten leipziger Bausparkasse) die insbesondere zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei KfW-Darleen gut geeigent sind, aber die bekommen Sie eben nicht bei einer Spk oder Bank sondern nur über unabhängige Vermittler.

Kommentar von buubu16 ,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sind leider in der Thematik noch ziemlich neu und wissen nur das was die Banken erzählen bzw was wir im Internet noch dazu finden. Die Banken finden das ja super toll mit Bausparvertrag + Wohnriester eine Immobilie zu finanzieren. Habe auch schon  nach einem unabhängingen Finanzberater gesucht aber irgendwie bin ich nur auf Finanzberater gestoßen die am Ende doch mit irgendwelchen Banken arbeiten.. Unsere Bank hat unser Darlehen in 3 geteilt... Teil 1 und 2 mir Bausparvertrag + Wohnriester damit hätten wir 10 Jahre einen ziemlich guten Zins und danach auch eine Zinssicherheit für 5 Jahre und damit wäre dieser Teil des Darlehens abgedeckt. Teil 3 ist ein Annuitätendarlehen und die hat 19 Jahre Zinssicherheit und wäre auch in 19 Jahren abgedeckt. Wir haben unserem Bankberater eine Summe genannt die wir monatlich zahlen können und er hat es quasi geteilt in diese 3 Verträge.  Das was ich bisher aus eigener Recherche über Wohnriester gelesen habe gefällt mir ganz und gar nicht z.B. dass man ein leben lang mit dem Wohnriester quasi "verheiratet" ist und es nicht los wird... deswegen denke ich dass wir das auch rausnehmen werden. Aber mit dem Bausparvertrag sind wir uns noch nicht ganz sicher. Was sollten wir unbedingt beachten bei einer Immofinanzierung die einen Bausparvertrag beinhaltet? Danke!

Kommentar von grubenschmalz ,

Aber mit dem Bausparvertrag sind wir uns noch nicht ganz sicher. Was sollten wir unbedingt beachten bei einer Immofinanzierung die einen Bausparvertrag beinhaltet?

Ihr solltet das grundsätzlich nicht machen, zumindest nicht, wenn ihr den Bausparvertrag jetzt erst neu abschließt. Das sollte einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass es keinen Sinn macht Geld zu einem geringeren Zinssatz anzusparen als man woanders als Kredit zahlt.

Kommentar von buubu16 ,

also die Logik dahinter war eigentlich bspw 70-80% über einen Annuitätendarlehen abzuschließen und die Restschuld nach 15 Jahren mit dem Bausparvertrag abzudecken da wir ja nicht wissen wie die Zinslage in 15 Jahren aussehen wird ( wir spekulieren darauf dass sie steigen wird)..

Antwort
von grubenschmalz, 53

Als Ergänzung:

Ich würde weder einen Bausparvertrag noch einen "Wohnriester" machen. Wenn ihr jetzt bauen/kaufen wollt, sind sämtliche Lösungen, bei denen ihr noch anspart, absoluter Unfug.


Wenn das Annuitätendarlehen auf z.B. 2% Zinsen läuft, bringt es absolut gar nichts, da noch nebenbei irgendwelche Sparverträge laufen zu lassen, die vielleicht 1% Guthabenzinsen bieten. 


Und meiner Meinung nach war eure Herangehensweise schon absolut falsch, "Wir haben geguckt, was wir monatlich bezahlen können, und dann wurde die Finanzierung außen rum gestrickt"... das kann sein, dass ihr mit  dem Vorschlag erst mit 95 eure Immobilie abgezahlt habt. 

Sag doch mal bitte ein paar Zahlen, wie hoch ist der Kaufpreis (insgesamt) des Objektes, wie hoch ist eure Nettohaushaltseinkommen pro Monat, wieviel bleibt pro Monat übrig? Wieviel Eigenkapital habt ihr?



Als Tipp:

Am 23. Februar erscheint diese Zeitschrift von der Stiftung Warentest / Finanztest 


https://www.test.de/shop/eigenheim-miete/immobilienfinanzierung-sp0295/


Die würde ich vorbestellen und in Ruhe mal durchlesen. Bei Finanzierungssummen von z.B. 250 000 EUR machen ja schon einige kleine Änderungen an der Zinszahl oder bei der Wahl der Finanzierung schon etliche zehntausend Euro Mehr- oder Minderkosten aus. 


Meiner - groben - Einschätzung nach habt ihr euch so gut wie gar nicht in die Thematik eingearbeitet. 

Kommentar von buubu16 ,

ich hatte 6 verschiedene Banktermine, habe so gut es geht mich im Internet und Bekanntenkreis versucht schlau zu machen und da ich nicht mehr weitergekommen bin habe ich die Frage hier gestellt. Und je mehr ich recherchiert habe desto mehr hat es mich wahnsinnig gemacht und durcheinander gebracht :(


Also Immobilie kostet 250.000

Wir wollen einen Kredit in Höhe von 284.000 nehmen

13.000 EK haben wir

Nettoeinkommen liegt bei 6.000€/ monatl.

1300€ wollten wir monatlich zahlen

Hatten uns überlegt 15 Jahre Festzins (1,8%) Annuitätendarlehen und nach den 15 Jahren Restschuld mit Bausparvertrag (1,95%) abdecken (Zinssicherheit) ?

Danke für den Buch Tipp... falls es mit dieser Immobilie nichts wird werde ich es aufjedenfall bestellen (warten auf die Rückmeldung vom Eigentümer und dann muss es die Woche schon die Wege geleitet werden)  :S

Vielen Dank für deine Mühe.



Kommentar von grubenschmalz ,

Also das Einkommen ist schon in Ordnung, mir macht nur etwas Sorgen, dass ihr nur so extrem wenig Eigenkapital ansparen konntet, ist meiner Meinung nach eigentlich viel zu wenig für die Immobilie. 

Die Idee mit dem Bausparvertrag halte ich für sinnlos. Eure Restschuld wäre am Ende dann viel höher, da habt ihr vielleicht zwar niedrigere Zinsen EVENTUELL, aber habt im Laufe der 15 Jahre deutlich mehr Zinsen gezahlt, als dass was ihr spart. 

Ich würde alles in die Kredite stecken, sprich nichts ansparen. 

Kommentar von buubu16 ,

Haben studiert und erst seit paar Jahren im Berufsleben also dementsprechend konnte sich leider nicht viel ansparen :( Um noch etwas mehr Eigenkapital anzusparen bräuchten wir noch weitere 5 Jahre und solang möchten wir eigentlich nicht in Miete wohnen (Miete und zusätzlich sparen klappt bei uns nicht so ganz :) )

Meinst du wir sollten lieber ein Kredit mit einer längeren Laufzeit in Anspruch nehmen und noch Sondertilgen?

Kommentar von grubenschmalz ,

Miete und zusätzlich sparen klappt bei uns nicht so ganz :) )


Dann ist die Frage, ob eine Immobilie für euch überhaupt das richtige ist. Und wenn ihr bei "ein paar Jahren" erst so wenig Eigenkapital habt, wird das generell schwierig mit der Finanzierung. Mir ist nicht ganz klar, wie ihr das Geld so verbraten konntet. Freundin und ich haben auch ungefähr das gleiche Nettohaushaltseinkommen und können pro Monat schon über 2000 EUR zurücklegen.

Meinst du wir sollten lieber ein Kredit mit einer längeren Laufzeit in Anspruch nehmen und noch Sondertilgen?


Die Laufzeit ist schon okay, aber ich würde sofort in die Tilgung gehen. Alles andere ist meiner Meinung nach Unsinn.

Antwort
von jsch1964, 51

Hallo, machen kann man viel und es gibt bestimmt auch Menschen, bei denen passt ein Wohnriester. Ein Riester-Vertrag kann passen bei Menschen, die zwei oder mehr Kinder und/oder ein relativ hohes Einkommen haben.

In Eurer Situation trifft anscheinend nur einer der beiden Faktoren zu. Aus Steuergründen könnte ein Riestervertrag jetzt Sinn machen, wenn Ihr davon ausgeht, im Alter deutlich weniger Steuern zu zahlen. Im Zweifelsfall seid Ihr aber besser dran, wenn Ihr Euch den Bausparer spart :-) und stattdessen regelmäßig in einen Fondssparplan investiert. Damit könnt Ihr dann nach 15 Jahren auch komplett ablösen oder Ihr braucht einen deutlich kleineren Anschlusskredit.

Zur Finanzierung: Ihr habt monatlich netto 6.000,- Euro und wollt für den Kredit 1.300,- Euro zahlen. Bei einer Kreditsumme von 284.000,- Euro seid Ihr dann nach 15 Jahren bei ungefähr 103.000,- Restschuld. Dafür müsst Ihr einen Bausparvertrag ansparen, der zusätzliche monatliche Raten von 325,- Euro erfordert (z.B. bei der AlteLeipziger). Das wäre für einen Wohnriester-Bausparvertrag sowieso ein wenig überdimensioniert...

Wenn Ihr aber statt der 325,- Euro für den Bausparer jeden Monat 400,- Euro in einen Fondssparplan steckt, dann habt Ihr (wenn man das langjährige Mittel annimmt) nach 15 Jahren die offene Restsumme angespart und könnt diese dann ohne weiteren Kredit ablösen.

Der Haken daran: Einen vernünftigen Fondssparplan bekommt Ihr nicht unbedingt bei der Bank. Da braucht Ihr auf jeden Fall einen selbstständigen Finanz-/Anlageberater.

Kommentar von buubu16 ,

Vielen Dank für deine Antwort,

kennen uns leider 0 mit Fonds aus, habe mal bisschen nach deiner Antwort darüber gelesen, das ist ja auch nicht wirklich ein "sicheres" Geschäft? könnte gut laufen oder auch nicht?

Es ist leider nicht so einfach einen selbständigen / unabhängigen Finanzberater zu finden. Meine Suche war leider bisher ohne Erfolg. :(

Kommentar von jsch1964 ,

Wenn Du Fonds etc. kurzfristig betrachtest, kann es immer mal Auf- und Abbewegungen geben. Langfristig betrachtet, also mit Laufzeiten über 10 Jahre, sind Fonds normalerweise immer die beste Anlageform. Das gilt insbesondere für breit streuende oder vermögensverwaltende Fonds, bzw. Fonds-Vermögensverwaltungen.

Es sind Sachwerte, das Ganze ist inflationssicher und übersteht auch eine Währungsreform. Welche Fonds jetzt für euch die passendsten wären, lässt sich so ohne weiteres über das Netz nicht sagen.

Aus welcher Region kommt Ihr denn?

Kommentar von buubu16 ,

Als Ergänzung:

vielen dank für den Tipp mit den Fonds.

Habe gerade erfahren dass die Lebensversicherung die mein Mann vor 15 Jahren abgeschlossen hat Fonds beinhaltet (sorry kenne mich wirklich null aus mit Fonds, dachte es wäre eine "klassische" Versicherung)

Die Bank hat gesagt dass diese Lebensversicherung nichts taugt und dass wir es am besten stilllegen sollen bis es abläuft (geht noch 15 Jahre)...

Er hat Anteile von der

Allianz Vermögenbildung Deutschland

Industria

Allianz interglobal

Was meinst du taugt diese Inverstmentfonds was oder wie die Bank gesagt hat stilllegen??

Kommentar von jsch1964 ,

Ob sich das Ganze gelohnt hat oder nicht, das kannst Du Dir am leichtesten selber ausrechnen, wenn Du einmal vergleichst, wieviel Du bisher eingezahlt hast und welche Garantiewerte in der jährlichen Rückkaufswertmeldung stehen.

Wenn nach 15 Jahren weniger drin ist, als Ihr einbezahlt habt, dann ist es keine gute Idee, weiterhin Geld in diesen Vertrag zu stecken.

Wie und was man dann damit tun kann oder sollte, führt hier aber zu weit. Du kannst mir gerne eine Freundschaftsanfrage schicken, wenn Du das ausführlicher diskutieren willst.

Kommentar von buubu16 ,

Danke dir, habe leider den FA Button nicht gefunden :S bin ziemlich neu hier... irgendwie ist es total unübersichtlich =) Kannst du mir bitte FA stellen?

Kommentar von grubenschmalz ,

Im Zweifelsfall seid Ihr aber besser dran, wenn Ihr Euch den Bausparer spart :-) und stattdessen regelmäßig in einen Fondssparplan investiert.


Warum? Direkt in die Tilgung rein. Das ist doch kompletter Unsinn. Den Fondssparplan finanziert man quasi über einen anderen Kredit, nämlich das Immo-Darlehen. 

Die 400 gesparten Euro sind 4800 EUR im Jahr, die würde ich direkt in die Sondertilgung stecken, meistens sind ja 5% pro Jahr übrig. 


Kommentar von jsch1964 ,

Erst rechnen, dann schreiben. Dein Vorschlag scheint mir etwas vorschnell gemacht worden zu sein und wird nicht sinnvoller dadurch, dass Du persönlich es so machen würdest.

An der Finanzierung ändert sich durch den Sparplan nichts, die steht sowieso fest. Es wird lediglich das Sparvorhaben vom vorgeschlagenen Bausparer in eine sinnvolle Anlage umgelenkt. Damit ist dann auch Deine Wahnidee vom kreditfinanzierten Sparplan dumm.

Selbst bei einer jährlichen Sonderzahlung von 4800,- Euro bleibt nach 15 Jahren immer noch eine Restschuld von ca. 16.000,- Euro über. Das war also ebenfalls nix.

Mit dem Sparplan ist man dann aber bei 0,- und zahlt insgesamt also mindestens 16.000,- Euro weniger für die Hausfinanzierung.

Kommentar von grubenschmalz ,

Es wird lediglich das Sparvorhaben vom vorgeschlagenen Bausparer in eine sinnvolle Anlage umgelenkt. 

Auch das nicht, ein Fondssparplan abzuschließen, mit dem Wissen, ich brauche das Geld in genau 15 Jahren ist dumm. 

Eine langfristige Anlage ist es ja, aber in 15 Jahren kann es sein, dass wir dann in einer neuen Wirtschaftskrise sind, und die Anlagen 50% im Minus sind. Dann ist nämlich auch schlecht, wenn man dann notverkaufen muss, weil man den Kredit ablösen muss.

Die sinnvolle Anlage ist hier auch sinnlos, weil wenn man eh Geld zum sparen hat, das lieber direkt in die Tilgung steckt.

Also erst rechnen, dann dann schreiben!

Kommentar von jsch1964 ,

Einigen wir uns doch einfach darauf, dass wir jeweils die Lösung des Anderen für dumm halten. :-)

Aus Deiner Sicht hast Du recht - aus meiner Sicht habe ich recht.

Im Idealfall ist mit jeder unserer beiden Lösungen das Haus nach 15 Jahren abbezahlt - wogegen mit der Bausparlösung immer noch ein langjähriger Kredit im Raum stände.

Antwort
von grubenschmalz, 17

Ich habe das noch mal durchgerechnet:

Bei 284000 EUR KReditsumme habt ihr bei 1,8% Zinssatz und 1300 Abzahlung nach 15 Jahren noch knapp 

100 000 Restschuld. Das kann man anschlussfinanzieren.

Alternativ steckt ihr das Geld, was ihr da so merkwürdig in den Bausparer usw. steckt, direkt in die Tilgung, dann habt ihr, wenn ihr 6000 EUR pro Jahr sondertilgt, am Ende der 15 Jahre das Haus abbezahlt. 

Bei euch ist aber vermutlich noch das Problem, ob ihr generell so hohe Raten tragen könnt. Ihr seid jetzt jung, also "Double income - no kids" vermutlich wird es bald zu einem "one income, two kids" kommen, sprich deutlich weniger Einkommen. Und dann ist die Belastung generell zu hoch, damit sind wir wieder beim Eigenkapital.

Angenommen ihr wartet noch etwas und schafft es noch 40 000 EUR Eigenkapital anzusparen, habt ihr eine geringere Kreditaufnahme und könnt auch mit geringeren Raten  und weniger Zinsen rechnen.

Wie gesagt, ich halte diese Konstellation für leichtsinnig und wenig durchdacht, aber das ist nur meine Laienmeinung. 

Expertenantwort
von Interhyp, Business Partner, 79

Hallo buubu16,

Deine Frage kann ich gut verstehen. Sie lässt sich allerdings leider pauschal nicht beantworten.

Bei der Wahl der Darlehensart kommt es zum Beispiel auf Euer Vorhaben, Eure Zukunftsplanung, Euch als Darlehensnehmer, insbesondere bei Wohnriester auf die Anzahl der förderberichtigten Personen, etc. an.

Zum Thema Wohnriester findest Du unter nachfolgendem Link weitere Informationen: http://www.interhyp.de/bauen-kaufen/foerdermittel/riesterfoerderung.html

Ein Bausparvertrag wird zur Zeit von den Banken häufig als Alternative zum klassischen Annuitätendarlehen gewählt, um eine lange Sollzinsbindung und somit eine Sicherheit gegen Zinssteigerungen zu bieten. Es gibt aber auch Banken, die Annuitätendarlehen über eine Sollzinsbindung von bis zu 30 Jahren anbieten.

Ich empfehle Dir, Dich von Deiner Hausbank nochmals genau über diese Themen beraten zu lassen oder eine weitere Beratung bei einem unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler in Anspruch zu nehmen, damit dort das für Dich richtige Darlehen gefunden wird

Viele Grüße

Christina
Interhyp AG

Kommentar von buubu16 ,

Vielen Dank für Ihre Antwort. War auch schon auf der Suche nach einem unabhängigen Finanzberater aber leider habe ich keinen gefunden. Am ende arbeiten sie doch noch mit irgendeiner Bank... :(

Kommentar von jsch1964 ,

Ja, das ist so. Irgendwo muss das Geld ja herkommen oder hast Du erwartet, dass Dir der unabhängige Berater sein eigenes Geld leiht?

Unabhängig heißt doch nur, dass das ein Mensch ist, der von keiner Bank oder Bausparkasse irgendwelche Verkaufsvorgaben bekommt, sondern dass er für seine Kunden frei wählen kann, welcher Anbieter das passendste Produkt anbietet. Der eigentliche Kredit kommt aber immer von einer Bank oder Bausparkasse.

Kommentar von DolphinPB ,

Ja, mit wem denn sonst ?

Der unabhängige Finanzierungsberater darf doch selbst kein Geld verleihen. Er arbeitet aber eben nicht mit einer bank zusammen sondern mit allen bzw. vielen.

Das ist genau dasselbe wie z.B. Dr. Klein oder Interhyp.

Kommentar von buubu16 ,

naja mit einem unabhängigen Finanzberater meinte ich eigentlich einen Honoraranlagenberater den ich zahle und nicht die Banken und somit er ein "neutrales" Angebot geben kann und nicht ein Angebot wo er die meisten Provisionen kriegt..

Antwort
von engeldeslichts, 5

Hallo, hatten wir auch vor. Nach mehreren Aussagen von meinen Steuerberater Anwalt usw. haben wir uns gehen das Wohnriester ausgeprochen. Weil es doch viele Einschränkungen gibt. Man darf zum Beispiel das Haus nicht verkaufen, oder vermieten, sonst muss man sofort die staatliche Förderung zurückzahlen, oder man muss innerhalb drei Jahren ein neues Objekt erwerben, und dort weiter den Wohnriester reinstecken. Was unsere Sachbearbeiterin auch nicht erwähnt hat, ist das man im Alter die staatliche Förderung und Zulagen versteuern muss. Und wir wissen alle nicht, wie sich die Steuersätze entwickeln.

Antwort
von grubenschmalz, 73

Auf gar keinen Fall!!! Das bringt doch gar nichts, weil die Sparzinsen für den Bausparer geringer sind als die Kreditzinsen für die Immofinanzierung.
Auch mit den Zuschlägen rentiert sich das nicht weil erst mal die Gebühren drauf kommen.

Lass mich raten, wenn der Bausparer angespart ist wird er dann erst in ein paar Jahren in die Immofinanzierung überführt, richtig?

Kann ich nur absolut von abraten. Dann lieber eine höhere Tilgung!

Kommentar von grubenschmalz ,

Oder statt höherer Tilgung die Sonderzahlungen möglichst immer nutzen

Kommentar von buubu16 ,

Wohnriester oder Bausparvertrag auf gar keinen fall?? oder beides weglassen? :)

Antwort
von Schwan24, 63

Man darf nicht vergessen, dass die ganze Sache im Alter noch versteuern muss. Finger weg!

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