Frage von Hokau, 121

Wondo Lastschrift verhindern?

Ich bin seit einigen Jahren eines der Opfer von Wondo. Mir wurde per Internet schnell klar, dass es sich um eine Betrugsfirma handelt. Ich hatte damals schon einen Widerruf mit Rückschein geschickt, der bis heute noch nicht zurück kam. Letztes Jahr bekam ich mehrere Mahnungen, die ich ignorierte und dann war auch wieder Ruhe.

Doch gestern staunte ich nicht schlecht, als mit diese 39,80€ vom Konto abgebucht worden. Ich frage mich da natürlich, woher sie meine Kontonummer haben. Und brauchen die bei der Bank nicht irgendwie eine Berechtigung zur Lastschrift?

Was ich trotz meiner intensiver Suche nie beantworten wurde: Meine Hauptfrage ist, ob man eventuell zukünftige Lastschriften verhindern kann?

Antwort
von Punktsetzung, 60

Ich hatte schon einmal etwas ähnliches.
Ich hatte mich angetrunken bei einem Dating-Portal angemeldet. AGB's natürlich ungelesen akzeptiert und meine Bankdaten hinterlegt, da die Anmeldung 1€ kosten sollte. Kurz nach der Anmeldung war ich eingeschlafen. (Genius:D)
Naja... schließlich wurden einen Monat darauf 89€ von meinem Konto abgebucht. Denn, ich hatte eine Lastschriftverfügung erteilt, wegen des einen Euros. Scheinbar war in den AGB's eine monatliche Mitgliedsgebühr von 89€ geregelt.

Nun ja... Ich habe meine Bank kontaktiert und eine Rückbuchung veranlasst. Dies geschah auch Problemlos. Einen Monat später wurden wieder 89€ abgebucht. Ich ließ wieder eine Rückbuchung veranlassen und die Service-Mitarbeiterin der Bank empfahl mir, eine Kündigung der Lastschrifteinzugsermächtigung zu erteilen. Dies tat und wie durch Zauberhand, wurde mein Bankkonto von dieser dubiosen Firma in ruhe gelassen. Fortan bekam ich etliche Mails: 1 Mahnung. 2 Mahnung. Drohen mit dem Gerichtsvollzieher. Und lustiger weise wiederholten sich die Mails alle 2 Wochen... 1 Mahnung. 2 Mahnung. Drohen mit dem Gerichtsvollzieher. 14 Tage darauf wieder: 1 Mahnung. 2 Mahnung. Drohen mit dem Gerichtsvollzieher. Und so weiter und so fort...

Diese Mails kann man getrost ignorieren.
Da ich die E-Mailadresse auf die die Mails geschickt wurden nicht mehr benötigte löschte ich sie. Ich habe seither nie wieder was von der Firma gehört.

Achja... kleine interessante Hintergrundinfo:

Deutschland ist so ziemlich das einzige Land, in dem man ohne Grund Mahnungen verschicken darf. Es ist völlig legal anderen Leuten stress mit solchen Briefen zu machen. Auch wenn man in Wirklichkeit keine Verbindlichkeiten hat.

So spezialisieren sich manche Anwälte schon einmal darauf, blind und ohne Grund Mahnunungen zu verschicken wegen Raubkopien und hoffen lediglich darauf, dass jemand Bezahlt, da sie mit Verfahrenskosten drohen und ähnliches. In Wirklichkeit haben die oft gar nichts in der Hand gegen euch und spielen einfach mit eurer Angst.

Scheinbar ein sich lohnendes Geschäftsmodell.

Antwort
von thebigb89, 102

Grundsätzlich hast Du die Möglichkeit, jede Lastschrift innerhalb von 8 Wochen zu widerrufen. Deine Bank übernimmt das für Dich. 
Du solltest nochmal ein Schreiben an die besagte Firma schicken, in dem Du ganz klar darauf hinweist, dass Du der besagten Firma jegliche Lastschriften von Deinem Konto untersagst. Du musst darauf achten alle notwendigen Daten in dem Schreiben anzugeben: Name, Anschrift, Kontonummer und BLZ und deine eigene gültige Unterschrift. 
Somit sicherst Du Dich selbst ab. 
Verschick den Brief am besten per Einschreiben, auch dadurch hast Du eine Rückversicherung, dass der Brief bei der Firma angekommen ist. 
Wenn Du das Lastschriftmandat widerrufen hast, verlängert sich meines Wissens auch die Frist, in der Du dein Geld mit Hilfe Deiner Bank zurückholen kannst und zwar von 8 Wochen auf 13 Monate. 

Hier noch ein Link dazu: 
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/zahlungsverkehr_sepa.html?docI...

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