Wonach wird ausgewählt ob ein Asylantrag genehmigt wird?

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7 Antworten

Der Bildungsstatus sollte eigentlich keine Rolle dabei spielen, ob jemand als Asylbewerber anerkannt wird, sondern nur, ob de Asylbewerber in seinem Herkunftsland politisch verfolgt ist bzw. war. 

Gebildete Menschen können aber häufig besser mit den Behörden kommunizieren und ihre Fluchtgründe eloquent oder auch schriftlich ausformuliert vorlegen, so dass sie bessere Chancen auf Anerkennung haben als Analphabeten ohne Deutsch-, Englisch- und Französischkenntnisse.

Es ist sehr schwer (in Deutschland), Asyl gewährt zu bekommen, etwas einfacher ist es, nach der Genfer Konvention oder subsidären Schutz gewährt zu bekommen, aber dann ist man kein Asylant.
Ich denke nicht, dass 'Akademiker' eher Schutz bekommen, zumindest wenn es fair zu geht, denn das ist eigentlich kein Prüfungskriterium, und von dem meisten Flüchtlingen ist der Bildungsgrad überhaupt nicht bekannt.
Die Kriterien sind unter anderem natürlich, wo sie genau her kommen (also wenn es in ihrem ganzen Heimatland kein Schutz gibt und sie auch nicht aus einem "sicheren Drittstaat" kommen), "aus begründeter Furcht vor Verfolgungwegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe" (§3 Abs. 1AsylG Genfer Flüchtlingskonvention),

Zur Entscheidung über die Wirksamkeit eines Asylantrages sollen nur die Gründe für das Asyl in Rechnung gestellt werden.

Vermögen, Bildungsgrad, akademische Titel, Verwendungsfähigkeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind keine Entscheidungsgründe für Asyl. Das sind Entscheidungsgründe für eine Gestattung der Einwanderung.

In Deutschland zumindest, entscheidet die Genfer Flüchtlingskonvention, wer Asyl bekommt und wer nicht. Der Bildungsgang entscheidet dabei nicht, da der Mensch als Mensch gesehen wird, egal wie gebildet er ist.

Es gibt verschiedene Kriterien die gegeben sein müssen.

Einer davon ist, dass der Person im Heimatland Verfolgung oder gar die Ermordung droht. Wirtschaftliche Gründe werden meistens abgelehnt.

Wirtschaftliche Gründe werden nicht akzeptiert. 

Es kommt auf den Zustand des Landes an aus das sie herkommen. 

Ob diese als "sicher" eingestuft werden oder nicht, und dann auf die Begründung der Flucht. 

Hier wird nur anerkannt was lebensgefährlich ist und dabei gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte verstößt.

Beispielsweise Verfolgung politischen Hintergrundes, oder der sexuellen Gesinnung.

Jeder Fall muss individuell geprüft werden und wird dann nach Motiv der Flucht entschieden.

In welchem Land? Deutschland oder Indien?

Kommentar von Mangoherz
14.05.2016, 09:07

In Deutschland. 

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In Indien ist die politische Situation stabil, systematische politische Verfolgung oder Krieg gibt es dort nicht. Folglich werden Asylanträge aus Indien zurecht abgelehnt.

Kommentar von Mangoherz
14.05.2016, 09:14

Okay das klingt logisch. Aber war das auch so in den 80zigern?

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Kommentar von AHepburn
14.05.2016, 09:27

Nicht so stabil wie heute. Unter anderem wurde die Regierungschefin Indra Ghandi ermordet, es gab bewaffnete Unabhängigkeitskonflikte im Punjab. Schon möglich, dass damals mehr Flucht aus Indien geherrscht hat, dazu fehlt mir aber das Detailwissen.

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