Frage von lizababy, 20

Wonach wähl man eine Patentante aus?

Meine Schwester möchte ihr Kind taufen, sie weiß aber noch nicht wen sie als Patentante nimmt. Ich wurde bisher nur gefragt, ob es mir wichtig ist, Patentante zu werden, oder ob es mir aussreicht, normale Tante zu sein :S. Diese Frage an sich, ist ja schon sehr komisch.

Sie hat 2 Freundinnen, die eine ist sehr herzlich und lebt ihr Leben so wie es kommt. Sie hat damals bereits für ihren kranken Bruder gesorgt. Die andere ist eher schicki micki und hat bisher keine Erfahrungen mit Kindern gemacht. Aber meine Schwester meint, bei der zweiten Freundin wer die kleine im Notfall besser aufgehoben. Was ich eig. schlimm finde, weil es sehr oberflächig klingt. Wenn den Eltern etwas passiert, kommt die kleine eh erstmal zum Jugenamt, bzw. zu der Familie. Ich wurde noch gar nicht herzlich gefragt, ob ich als Schwester Patentante werden möchte. Die 2 Freundin wurde bereits gefragt :S..jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob ich noch möchte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Stellwerk, 17

Sie haben Dich doch gefragt, ob es Dir wichtig ist. Nächster Schritt wäre zu sagen, ja, ist es, und ein offenes Gespräch mit Deiner Schwester darüber zu führen, was IHNEN denn wichtig ist. Paten sind im ursprünglichen Sinne für die religiöse Erziehung und Leitung des Kinder mit verantwortlich und treten im Notfall als Ersatzeltern an Elternstelle. Was darüber hinaus Menschen sich noch als Paten vorstellen, das kann vollkommen unterschiedlich sein. Ich würd halt mal offen mit ihr reden.

Antwort
von michi57319, 13

Früher wählte man die Paten danach aus, ob sie im Ernstfall der Übernahme und Erziehung des Kindes wohl gerecht werden konnten.

Heute ist offensichtlich der Sinn einer Patenschaft eher in Vergesseneheit geraten.

Ich selbst war schon Patin, aber natürlich nicht ersten Ranges. Als ich Konfirmation hatte, war die Frau meines Patenonkels schwanger. Ich fragte, ob ich auch Patin werden dürfte. Nach Rücksprache mit meinen Eltern durfte ich, aber es war klar, das die innerfamiliären Paten absolut erstrangig waren, im allergrößten Notfall jedoch auch meine Eltern eingetreten wären. Hier wird das noch sehr Ernst genommen.

Antwort
von kindgottes92, 14

Eigentlich sollte es jemand sein, der einen guten Draht zum Täufling hat und eigentlich gehört zu ner Taufe auch die Entscheidung und das Einverständnis des Täuflings.

Man gibt bei der Taufe als Pate ein versprechen ab. Ich würde jemanden auswählen, der das dann auch einhält. Man verspricht, das Kind in der Liebe zu Jesus Christus zu erziehen und es auf seinem Weg mit Gott zu begleiten.

Wenn man sein Kind schon unbedingt ohne dessen einwilligung taufen lassen muss, sollte man wenigstens das ernst nehmen, was man da verspricht und sich bei entscheidungen wie der Patenwahl nicht davon beeinflussen, dass jemand beleidigt sein könnte, sondern davon, wer am besten geeignet ist.

Soll hier nicht gegen dich sein, vielleicht bist du ja am besten geeignet, weiß ich nicht. 

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