Frage von Breezy645, 54

Womit sieht man besser - Brille oder Lasik?

Hey, ich wollte mal eure Meinung und Erfahrung hören. Ich habe Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung (im Bereich von 0,25-1,25)

Derzeit trage ich eine Brille und habe mal gehört das eine Brille Hornhautverkrümmung und Dioptrien nicht optimal ausgleichen kann. Es ist wohl immer ein gewisser Kompromiss aus beidem.

Ich hatte überlegt mich eine Lasik- OP mit Wellenfront zu unterziehen. D.h. man bekommt sein Auge individuell gelasert und nicht nur auf die Standarddioptrien.

Mich würde interssieren ob es zu erwarten ist ob mit der oben genannten Methode eine bessere Sicht zu erwarten ist als es mit Brille möglich ist.

Meinungen und Gelaserte vor.

Danke und LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von euphonium, Community-Experte für Brille, 36

Hallo Breezy645  ich trage seit über 50 Jahren eine Brille mit einer Korrektur der Hornhautverkrümmung, die stärker ist, als Deine. Mit allen Brillen, die ich in dieser langen Zeit habe, erreichte ich bisher immer einen sogenannten Visus von mindestens 1,5 oft sogar 1,6, einfach ausgedrückt also 150 bis 160 % Sehleistung. Durch meinen Beruf kenne ich nicht wenige Menschen, die nach einer Laserbehandlung sehr unzufrieden sind und schlechter sehen, wie vorher. Allerdings gibt es mindestens genauso viele, die sehr zufrieden sind. Deshalb ganz konkret zu Deiner Frage, die wird Dir kein Augenarzt wirklich beantworten, und hier auf diesen Seiten sowieso niemand. Wie bei allen Eingriffen gibt es auch hier ein gewisses Risiko, das ich persönlich für mich nie und nimmer eingehen würde,nur damitich keine Brille tragen muss.

Kommentar von Breezy645 ,

150% Sehkraft mit Brille ? Das ist mal krass.

Selbst wenn ich beim Augenarzt sitz kann ich die unterste Reihe nicht erkennen, und das mit korrekter Brille...

Darf ich fragen was du arbeitest und in wie weit du mit Leuten in Kontakt kommst die sich so einer Behandlung unterzogen haben ?
Ich habe nämlich noch niemals von Leuten gehört die schlechter sehen als zuvor. Ich hab 3 Arbeitskollegen , von denen ich weiss, die sich gelasert haben - und die sind super zufrieden und würden es sofort wieder machen. (2x Türkei und 1x Deutschland)

Klar gibt es ein Risiko, wie auch bei jeder OP.

Kommentar von euphonium ,

Ich bin von Beruf Augenoptiker, aber das hat mit meinem Sehvermögen bestimmt nichts zu tun.

Ich versuche bei jedem Kunden zumindest einen Visus von 1,0 bis 1,25 zu erreichen. Das ist Alltag und nichts besonderes.

Kommentar von Breezy645 ,

Vielen Dank

Antwort
von mssfldt, 16

Die Antwort von euphonium ist eigentlich schon sehr gut und ausreichend, vielleicht als Ergänzung:

Die tatsächliche Sehkraft (Visus) von vielen Faktoren ab. Dazu gehört neben der richtigen Brechung des Lichtes vor allem auch das Auflösungsvermögen (Fovea, Zentrum der Makula). Je mehr Sinneszellen dort sind, um so höher das Auflösungsvermögen und um so höher der Visus - wenn das Licht denn optimal dort abgebildet wird. 

Die brechungsbasierten Fehlsichtigkeiten (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus) haben ihre Ursache in Abbildungsfehlern. Diese lassen sich mit vorgesetzten Linsen meist sehr gut korrigieren. Siehe http://www.onlinesehtests.de/auge/dioptrischer-apparat.php

Beim Augenlasern wird die Brechkraft der Hornhaut selber verändert, indem bestimmte Teile abgetragen werden. Dabei gibt es neben den üblichen Risiken einer Operation vor allem das Problem, dass es nicht wiederherstellbar ist. Wenn die Hornhaut weg ist, ist sie weg. Bei Berechnungsfehlern oder nur minimalen Ungenauigkeiten wäre die Korrektur dann nicht wirklich optimal.

Wie gut eine Hornhaut für das Augenlasern geeignet ist, hängt von ihrer individuellen Beschaffenheit ab. Das lässt sich nicht verallgemeinern und kann nur durch eine Augenuntersuchung ermittelt werden. Siehe http://www.brillen-sehhilfen.de/augenlasern/

Kurzum: eine gute Brille kann fast jede Brechungsbasierte Fehlsichtigkeit korrigieren, so dass die Sehkraft anschließend optimal ist (so gut es die Netzhaut eben zulässt). Bei Augenlasern besteht das Risiko, dass die Korrektur nicht optimal ist, und dann kann man es kaum noch "reparieren". Aber: in den meisten Fällen sind die gelaserten Patienten nach meinen Informationen sehr zufrieden.

Viel Erfolg.

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