Mein Zahnfleisch ist in der unteren Zahnreihe leicht zurück gegangen und fängt auch leicht an zu bluten. Wie oder womit kann ich mein Zahnfleisch wieder aufbauen und kräftigen?

Die schon von Auskunft und Albert zitierten Tipps gehen m.E. auf die Frage nicht ein.
Das Zahnfleisch geht zurück, weil Dein Kieferknochen sich zurückbildet. Das kann leider bisher niemand wieder reparieren. Schön wär's. Ich würd' mich gleich mit in die Schlange stellen, um mich behandeln zu lassen.
Das wichtigste Element effektiver Vorbeugung: Gründliche und regelmäßige Zahnreinigung. Putzen, putzen, putzen. Empfohlen wird heute, mindestens zweimal täglich - am Morgen und am Abend - etwa drei Minuten die Zähne zu putzen. Ob Sie dazu eine elektrische oder eine mechanische Zahnbürste verwenden ist relativ gleichgültig. Entscheidend ist die Gründlichkeit - und damit die richtige Putztechnik.
Empfohlen werden heute Zahnbürsten, deren Oberfläche nicht gleichmäßig eben ist, sondern in die einzelne, längere Borstenbüschel eingearbeitet sind. Damit sollen sich die unebenen Kauflächen und die Bereiche, wo die Zähne aneinander stoßen, gründlicher reinigen lassen. Fast alle Zahnbürsten sind heute so aufgebaut, die unterschiedlichen Borsten meistens verschieden eingefärbt.
Ganz wichtig: Wenn Zahnfleischbluten auftritt, ist das kein Grund, mit dem Bürsten aufzuhören! Im Gegenteil - denn häufig haben sich dann schon Beläge auf den Zähnen gebildet, die entfernt werden müssen. Zahnfleischbluten ist ein Hinweis, gründlicher zu reinigen - nicht, um damit aufzuhören!
Ebenso wichtig: Vergessen Sie die Zahnzwischenräume nicht! Gerade bei den Backenzähnen ist ein großer Teil der Zahnoberfläche für die normale Zahnbürste nicht zugänglich. Hier hilft nur Zahnseide, die zwischen den Zähnen hindurch geführt werden kann. Es gibt auch spezielle "Bürstchen" zur Reinigung der Zwischenräume - häufig sind diese aber immer noch zu dick, um alle Bereiche eines Zahnes zu erreichen.
Auf jeden Fall sollte derjenige zum Zahnarzt gehen, der regelmäßig Zahnfleischbluten hat. Dann nämlich steht eine gründliche Zahnreinigung auf dem Programm. Außerdem sollten dann die "Pflegegewohnheiten" diskutiert - und optimiert - werden. Als Alarmsignal gilt auch, wenn das Zahnfleisch deutlich gerötet und geschwollen oder gar schmerzhaft ist - selbst, wenn es nicht regelmäßig blutet.
(s.a.:http://www.de.zz-l.de/patienten/mundhygiene/zahnfleischbluten/zahnfleischbluten.html)

Schmeckt scheußlich, aber ich tue es trotzdem: 1-2x im Monat mit Salz putzen. Mein Zahnfleisch hat sich so wieder erholt.
turbojoergi am 23. April 2007 18:33 Wie geht das genau ? Nur mit Salz putzen, oder Salz auf die Zahnpasta ? Danke!

Tipps bei Zahnfleischbluten
Gehen Sie zum Zahnarzt, wenn Sie häufiger Zahnfleischbluten haben. Das gilt auch, wenn die Beschwerden nach einiger Zeit abklingen.
Spülen Sie Ihren Mund mit lauwarmem Kamillen- oder Salbeitee, das hemmt die Entzündung; alleiniges Spülen reicht allerdings nicht, um chronische oder akute Zahnfleischentzündungen zu bekämpfen.
Auch Myrrhe-Tinktur (Apotheke) wirkt antientzündlich.
Meiden Sie scharfes Essen, das reizt das Zahnfleisch zusätzlich.
Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste; putzen Sie gründlich, aber schrubben Sie nicht; lassen Sie sich in der Zahnarztpraxis eine schonende Putztechnik demonstrieren.
Auch bei der Pflege der Zahnzwischenräume ist Vorsicht geboten - falsch angewendete Zahnseide oder Interdentalbürstchen können das Zahnfleisch verletzen.
Mehr zu diesem Thema findest Du hier: www.netdoktor.de/zaehne/zahnfleischbluten.htm
Gruß Albert
Das ist ein fortschreitender Prozess:
Erst Gingivitis, dann Parodontitis und schließlich Parodontose.
Gingivitis - die Zahnfleischentzündung
Am Anfang der Gingivitis stehen Zahnbeläge (Plaques), die sich vor allem bei ungenügender Zahnreinigung auf den Beißwerkzeugen ablagern. Ein idealer Nährboden für Bakterien, die im Mund reichlich vorhanden sind. Normalerweise sind die meisten dieser Bakterien völlig harmlos oder sogar sinnvoll. Werden es jedoch - auf Grund mangelnder Hygiene - zu viele Bakterien oder vermehren sich die schädlichen Keime, reagiert unser Körper mit einer Entzündung darauf. Diese Entzündung
ist zunächst nicht an den Zähnen selbst lokalisiert, sondern in deren "Bett" - dem Zahnfleisch. Es entsteht eine Gingivitis.
Normales Zahnfleisch ist blass-rosa, nicht geschwollen, liegt straff an der Zahnoberfläche an und reicht bis in die Zahnzwischenräume. Bei der Gingivitis zeigt sich das Zahnfleisch gerötet und geschwollen, es löst sich von der Zahnoberfläche und neigt zum Bluten. Höchste Zeit etwas zu tun, sonst kommt es zur Parodontitis.
Parodontitis - Entzündung des Zahnbettes
Dabei verliert das Zahnfleisch mehr und mehr den Kontakt zur Zahnoberfläche, es bilden sich "Taschen", die bis tief zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel reichen können. In diesen Taschen herrschen ideale Lebensbedingungen für Bakterien - die auch dort eine Entzündungsreaktion bewirken. Bakterien und Entzündung produzieren Stoffe, die sich wiederum auf der Zahnwurzel und am Zahn selbst ablagern - ein Teufelskreis beginnt: Mehr Ablagerungen halten die Entzündung in Gang, die Entzündung selbst sorgt für weitere Ablagerungen. Wer jetzt nichts unternimmt, riskiert eine echte Parodontose.
Parodontose - die Entzündung des knöchernen Zahnhalteapparates
Das Zahnfleisch geht zurück, die Entzündung dagegen frisst sich immer tiefer in den Bereich zwischen Zahnwurzel und Knochen. Das schädigt schließlich den Knochen selbst. Es kommt zur Lockerung des Zahnes in seinem Knochenbett - bis hin zum Zahnausfall.
Also direkt beim Zahnfleischbluten schon reagieren, damit der Prozess gar nicht erst beginnt oder sich fortsetzt.
Stimmt, wenn man älter wird ist das so, die Zahnhälse liegen dann auch frei. Mein Tipp hilft auch nur ein bisschen, vor allem bei Zahnfleischbluten. Kleine Wunden im Mund verschwinden so auch schneller.