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Womit haben die Leut' sich auf der Strasse/im Bus früher die Zeit vertrieben, als es noch keine Handys gab?

gefragt von RolfHoegemannRolfHoegemann am 10.04.2007 um 16:22 Uhr

Beim gestrigen Osterspaziegang in Heidelberg fiel mir vermehrt auf, dass sooooo viele Menschen mit dem Handy am Ohr durch die Stadt liefen und pausenlos quasseln mussten - quer durch alle Nationalitäten. Und bei der Rückfahr in der Bahn die gleiche Beobachtung - drum: was haben wir alle vor der Erfindun des Handys denn gemacht, wenn wir in der Bahn/Bus oder auf der Strasse waren?


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Abigail
beantwortet von Abigail am 10. April 2007 16:36
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Es soll sogar Leute gegeben haben, die ab und zu einfach mal nachgedacht haben......

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 10. April 2007 18:29

Dafür würde ich Dir gerne nochmal 100 Daumen hochstrecken....


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Heeeschen
beantwortet von Heeeschen am 10. April 2007 16:27
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Gelesen, uns die Gegend angeschaut und dabei WIRKLICH was gesehen oder - einfach persönlich miteinander geredet.


soust
beantwortet von soust am 10. April 2007 18:24
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Wenn ich mal viel weiter in der Zeit zurückgehe, dann haben sich die Leute irgendwann zusammengefunden und Geschichten erzählt.... siehe Chaucers berühmte "Canterbury Tales" - Leute auf einer Pilgerfahrt erzählen sich was, um sich die Zeit zu verkürzen. Heute reagieren wir individueller, je nachdem, in welcher Stimmung wir sind und wie die Leute um uns herum sich benehmen. Da kenne ich eine Menge, von denen ich mir nichts erzählen lassen will. - Mich stört am "öffentlichen" Telefonieren zweierlei: 1. Ich will Privates von anderen Leuten nicht so laut ins Ohr geschrien bekommen 2. Die Banallität vieler Anrufe (z.B. "Also, in fünf Minuten bin ich bei Dir.... sitze noch im Bus.... habe vorhin den xy getroffen....") geht mir auf den Wecker. Ist ja fast so schlimm wie im Fernsehen.


anonym
beantwortet von franlulay am 10. April 2007 16:28
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Es gibt und gab schon immer zwei Sorten von Menschen. Zum Einen die Stillen, die haben vor sich hingeschaut und nur beobachtet. Dann die Aufgeschlossenen, die haben sofort Kontakt gefunden und sich unterhalten. Nicht selten haben sich dadurch Freundschaften gebildet. Jetzt hätte ich doch beinahe die Dritten vergessen, die sich in ein Buch oder eine Zeitung vertiefen.

Das mit dem Handy fällt auf, weil sich die Leute scheinbar mit dem Nichts unterhalten.


Schuggi5599
beantwortet von Schuggi5599 am 10. April 2007 16:33
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In Bus und Bahn wurde gelesen (Zeitung oder Buch), als Schüler hat man meistens während der Fahrt noch schnell Hausaufgaben gemacht... Viele haben sich einfach unterhalten, oder aus dem Fenster geschaut. Und klassisch ist natürlich auch, eben ein kleines Nickerchen einzuschieben, wenn die Fahrtzeit es zuläßt.



anonym
beantwortet von poetvl am 10. April 2007 22:11
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Auch wenn es ohne Handy wohl kaum noch geht ??, hatten die Leute früher ohne Handy auf jeden fall eines. Mehr Geld im Geldbeutel.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 10. April 2007 23:16

Oh ja!!!!

Kommentar von user102 am 11. April 2007 10:07

wie viele Menschen sind durch Handys in die Schuldenfalle geraten... oder sind schon darin gewesen.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 10. April 2007 17:19
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Ich habe viel gelesen, manchmal gestrickt, mal 'nen Brief geschrieben oder Tagebuchnotizen, aber auch gerne Menschen beobachtet, vor mich hingeträumt oder gegrübelt. Oder die Gegend an mir vorüberziehen lassen. Gegend bewusst anschauen verliert seinen Reiz mit der Zeit, wenn es immer dieselbe Strecke ist. Und ja, stimmt, was Schuggi schreibt, Schularbeiten habe ich vor viiieelen Jahren in Bus und Bahn auch hin und wieder gemacht. :)


gri1su
beantwortet von gri1su am 11. April 2007 09:31
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Da ist man noch viel persönlicher gewesen, man ist mehr auf seine Mitmenschen eingegangen. Wie schnell hat sich da ein Gespräch unter völlig Fremden ergeben. Und man hat, aus dem Fenster schauend, wirklich noch Dinge gesehen, auf die heute doch niemand mehr achtet. Heute: griesgrämige Gesichter, weil bei dem Einen das Handy nicht klingelt, bei dem Anderen, weil es zu oft klingelt, bei dem Dritten, weil er unfreiwillig Zuhörer diverser banaler Gespräche gleichzeitig ist.


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