Frage von RolfHoegemann 10.04.2007

Womit haben die Leut' sich auf der Strasse/im Bus früher die Zeit vertrieben, als es noch keine Handys gab?

  • Hilfreichste Antwort von Abigail 10.04.2007
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es soll sogar Leute gegeben haben, die ab und zu einfach mal nachgedacht haben......

  • Antwort von Heeeschen 10.04.2007
    14 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Gelesen, uns die Gegend angeschaut und dabei WIRKLICH was gesehen oder - einfach persönlich miteinander geredet.

  • Antwort von soust 10.04.2007
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn ich mal viel weiter in der Zeit zurückgehe, dann haben sich die Leute irgendwann zusammengefunden und Geschichten erzählt.... siehe Chaucers berühmte "Canterbury Tales" - Leute auf einer Pilgerfahrt erzählen sich was, um sich die Zeit zu verkürzen. Heute reagieren wir individueller, je nachdem, in welcher Stimmung wir sind und wie die Leute um uns herum sich benehmen. Da kenne ich eine Menge, von denen ich mir nichts erzählen lassen will. - Mich stört am "öffentlichen" Telefonieren zweierlei: 1. Ich will Privates von anderen Leuten nicht so laut ins Ohr geschrien bekommen 2. Die Banallität vieler Anrufe (z.B. "Also, in fünf Minuten bin ich bei Dir.... sitze noch im Bus.... habe vorhin den xy getroffen....") geht mir auf den Wecker. Ist ja fast so schlimm wie im Fernsehen.

  • Antwort von franlulay 10.04.2007
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es gibt und gab schon immer zwei Sorten von Menschen. Zum Einen die Stillen, die haben vor sich hingeschaut und nur beobachtet. Dann die Aufgeschlossenen, die haben sofort Kontakt gefunden und sich unterhalten. Nicht selten haben sich dadurch Freundschaften gebildet. Jetzt hätte ich doch beinahe die Dritten vergessen, die sich in ein Buch oder eine Zeitung vertiefen.

    Das mit dem Handy fällt auf, weil sich die Leute scheinbar mit dem Nichts unterhalten.

  • Antwort von Schuggi5599 10.04.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    In Bus und Bahn wurde gelesen (Zeitung oder Buch), als Schüler hat man meistens während der Fahrt noch schnell Hausaufgaben gemacht... Viele haben sich einfach unterhalten, oder aus dem Fenster geschaut. Und klassisch ist natürlich auch, eben ein kleines Nickerchen einzuschieben, wenn die Fahrtzeit es zuläßt.

  • Antwort von poetvl 10.04.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Auch wenn es ohne Handy wohl kaum noch geht ??, hatten die Leute früher ohne Handy auf jeden fall eines. Mehr Geld im Geldbeutel.

  • Antwort von gri1su 11.04.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da ist man noch viel persönlicher gewesen, man ist mehr auf seine Mitmenschen eingegangen. Wie schnell hat sich da ein Gespräch unter völlig Fremden ergeben. Und man hat, aus dem Fenster schauend, wirklich noch Dinge gesehen, auf die heute doch niemand mehr achtet. Heute: griesgrämige Gesichter, weil bei dem Einen das Handy nicht klingelt, bei dem Anderen, weil es zu oft klingelt, bei dem Dritten, weil er unfreiwillig Zuhörer diverser banaler Gespräche gleichzeitig ist.

  • Antwort von WildeFee 10.04.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe viel gelesen, manchmal gestrickt, mal 'nen Brief geschrieben oder Tagebuchnotizen, aber auch gerne Menschen beobachtet, vor mich hingeträumt oder gegrübelt. Oder die Gegend an mir vorüberziehen lassen. Gegend bewusst anschauen verliert seinen Reiz mit der Zeit, wenn es immer dieselbe Strecke ist. Und ja, stimmt, was Schuggi schreibt, Schularbeiten habe ich vor viiieelen Jahren in Bus und Bahn auch hin und wieder gemacht. :)

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