Frage von Prinzessinrolle, 237

Wollte meine Tochter sich umbringen?

Guten Abend,

meine 17 Jährige Tochter, hat letzte Woche eine Überdosis Tabletten geschluckt und zwar 10 Ibuprofen 600, also 6g. Mit 14 hatte sie auch emotionale Probleme, hat sich selbst verletzt und hatte auch Selbstmordgedanken, hörte aber nach einer Therapie mit dem ritzen auf. Zuletzt hat sie sich vor 2 Monaten selbst verletzt. Sie hat seit etwas 3 Monaten sehr schlimmen Liebeskummer, der sie immer noch plagt, obwohl sie nicht mit dem Jungen zusammen war. Er hat ihr allerdings, immer wieder Hoffnungen gemacht und sie dann wieder enttäuscht. Als sie ihn zur Rede stellen wollte, schob er die ganze Schuld auf sie. Seit dem geht es ihr noch schlechter. Sie und ich rieten in letzter Zeit auch öfters in Auseinandersetzungen. Sie selbst sagt, dass sie sich nicht umbringen wollte, aber ich bin am verzweifeln ob das stimmt. Ihre Erklärung dafür ist, dass sie durch den Liebeskummer bedrückt war, Streit mit mir hatte und Klausurphase hatte und sich im Internet über die Folgen einer solchen Menge Ibuprofen erkundigt hatte und das da stand, dass Übelkeit und Schwindel auftreten hätte können. Daraufhin nahm sie die Tabletten, da sie am nächsten Tag eine Klausur schrieb und davon ausging in dieser emotionalen Verfassung die Klausur nicht gut zu schreiben. Sie wusste auch, dass Leber- und Nierenversagen hätten auftreten kann, was sie auch dazu gebracht hat meinem Ehemann davon zu erzählen, der sie dann ins Krankenhaus brachte, wo sie dann auf die Intensivstation musste, falls es zu Nierenversagen gekommen wäre. Die nächste Woche verbrachte sie in einer geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie, wo ich sie jetzt wieder rausgeholt habe, da ich merkte, dass es ihr da einfach nicht gut geht. Sie kommt mit der enttäuschten Liebe immer noch nicht klar, sie redet dauernd von ihm, weint täglich, verlässt nicht mehr das Haus außer um zum Geschäft zu gehen, wo er gearbeitet hat in der Hoffnung er arbeitet doch wieder da. Er wurde nämlich gefeuert, weil er in eine Schlägerei geraten ist und dauernd nur Mist gebaut hat. Sie macht sich Gedanken, ob es ihre Schuld ist, weil er von ihrer Situation wusste und sie nicht will dass er wegen ihr Schuldgefühle hat. Ich weiß nicht, ob ich ihr glauben soll, dass es kein Selbstmordversuch war, niemand riskiert es doch so viele Tabletten zu schlucken? Die Ärzte rieten mir von einer Entlassung ab, ich holte sie dennoch raus und fange langsam an, an daran zu zweifeln, ob das richtig war. Ich bin für Meinungen dankbar.

Antwort
von Troublemaker80, 128

Hmmm schwierige Frage. Für mich sieht es nicht unbedingt nach einem Selbstmordversuch aus, da es wesentlich effektivere Methoden gibt um sich das Leben zu nehmen. Für mich sieht es einfach nach einem Hilfeschrei aus.

Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken gemeinsam mit Ihrer Tochter eine psychologische Therapie zu beginnen. Dies klingt blöd, allerdings wird es m.E. nicht helfen eine Therapie in Etappen (Psychiatrische Klinik) durchzuführen, sondern eher über einen längeren Zeitraum mit festem Ansprechpartner (niedergelassener Psychater).

Gruß und viel Glück 


Antwort
von BeEe26, 96

Liebe Prinzessinenrolle, ich verstehe, dass du Liebeskummer hast, aber du brauchst doch nichts zu erfinden, damit du Antworten zu deinem Problem bekommst. Kleinet Tipp: Man kann deine vorhergehenden gestellten Fragen ebenfalls lesen.

Aber wenn das so ist, dass du auf die Seite deiner Tochter gegangen bist, ich würde dir empfehlen einfach mit deiner Tochter zu sprechen, du kennst deine Tochter, und wenn sie mit dir lacht und weint, wird sie dir auch die Wahrheit sagen. Viel Glück

Kommentar von Prinzessinrolle ,

Ich bin auf die Seite gegangen und ein Konto war angemeldet, da ich keinen eigenen Computer habe und den meiner Tochter geliehen habe. Ich verstehe nicht wieso ich mir so eine Situation ausdenken sollte.

Antwort
von GreekyBash, 63

Ich will erst einmal klar stellen, dass man in diesem Fall lieber mit Spezialisten sprechen sollte, als in irgendeiner Internetseite, auf der sich Leute voller Halbwissen und Getrolle herumtreiben, eine solch schwer zu beantwortende Frage zu stellen.

Aus meiner eigenen Erfahrung habe allerdings etwas gelernt. A) Man kann depressive Menschen noch so oft und lange in psychiatrische Behandlung setzen, dennoch liegt letzten Endes alles an der Person selbst, zeigt sie keine Eigeninitiative, wird sie auch nicht aus ihren depressiven Zustand raus kommen. B) Menschen mit Depressionen werden kaum mit den Eltern drueber reden, sondern eher "alles ok" sagen. Zumindest war es bei mir so, dass es mir half, dass mein Therapeut mir versprach, dass meine Eltern nichts von meiner eigentlichen Lage erfahren. Man vertraut fremden Personen, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder sieht mehr an, als Menschen, die man oft sieht.

Mir ist bewusst, dass ich hier nicht wirklich helfen konnte, doch das koennte sie evtl. etwas weiter helfen.
Wie gesagt, wenden Sie sich lieber an Fachkraefte, als an irgendeine Online-Community.

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