Frage von akabo66, 63

Wohnungsrecht bei Nichtausübung?

Wir besitzen ein Zweifamilienhaus - eine Wohnung wurde bislang von meiner Schwiegermutter bewohnt, die aber seit einigen Monaten im Pflegeheim lebt. für diese Wohnung hat sie ein Wohnungsrecht. Wir würden diese Wohnung gerne selbst nutzen und haben in Erfahrung gebracht, dass dies möglich wäre, wenn sie uns die Eigennutzung ausdrücklich erlaubt (was kein Problem wäre). Rechtlich gesehen könnte sie auf ihr WOhnungsrecht verrzichten, wir müßten ihr dann allerdings bei einer zu erwartenden Lebenserwartung von weiteren 5 Jahren eine "Geldrente" von 5 Jahresmieten auszahlen (sie bekommt Hilfe zur Pflege vom Sozialamt, diese Geldrente würde dann auf ihr Einkommen angerechnet). Allerdings ist die Wohnung in dem jetzigen Zustand nicht vermietbar - seit ca 40 Jahren ist dort nichts mehr gemacht worden - sie müßte tatsächlcih kernssaniert werden. Kosten dafür lägen bei wenigstens 30000€. Hat einer eine Ahnung, wie sich dann die Jahresmiete berechnen würde? Hoffe auf Antworten!

LG akabo

Antwort
von SebTM, 37

Hallo,

im Zweifel wird das Amt versuchen einen möglichst hohen Betrag an Miete einzufordern um möglichst wenig für die Betreuung zahlen zu müssen. Daher wird es sinnvoll sein sich einen Gutachter zu holen und mit einem Wertgutachten (Gesamtwert der Wohnung und folglich angemessene Miete) auf einen passenden Betrag zu kommen.

Im Zweifel würde ich den Anwalt nochmal prüfen lassen, ob Sie nicht explizit Entgeltlos auf das Wohnrecht verzichten kann da es Ihr aus gesundheitlichen Gründen (Selbstversorgung nicht möglich) nicht mehr möglich ist dieses Wahrzunehmen.

Gruß,
SebTM

Kommentar von akabo66 ,

..vielen Dank für deine Antwort. Momentan ist es so, dass das Sozamt keinerlei Zugriff auf die Whg hat (Wohnungsrecht ist nicht gleich Wohnrecht). Wenn wir die Whg selbst nutzen, müßten wir sie quasi abkaufen nach o.g. Formel ( der "Erlös" würde dann vom Sozamt als Vermögen eingesetzt).

Der Erlös würde sich nach der anzunehmenden Monatsmiete berechnen. Im jetzigen Zustand kann aber keine Miete erzielt werden, um die Wohnung in einen normalen Standardzustand zu versetzen, müsste einiges investiert werden ( Bad 50 Jahre alt, kein Warmwasser in Küche, neue Elektrik, Heizkörper, Türen, Decken, Böden; baufälliger Balkon).

Mein Gedanke geht dahin, ob man die Wohnung nicht für einen minimalen symbolischen Betrag kaufen kann, immerhin entstehen noch massenhaft Kosten für die Instandsetzung oder wie man die Investitionskosten anderweitig gegenrechnen kann.

LG

akabo

Kommentar von SebTM ,

Ich ging davon aus, das euch die Häuser gehören inkl. der Wohnung und nur ein lebenslanges Wohnrecht vereinbart wurde. In dem Fall würde ich auch versuchen die Wohnung zu einem symbolischen Wert zu kaufen mit den notwendigen Sanierungen als Begründung.

Antwort
von Alexuwe, 34

Ihr habt die Möglichkeit  die Miete sehr gering anzusetzen 

Begründung : Sanierung durch den Mieter 

somit würdet ihr die Wohnung ,, nur ,, mieten 

Wäre eine legale Option 

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