Frage von alegriahr, 47

wohnungskündigung wirksam trotz namensverwechlung aber gleicher adresse?

hallo, ich habe letzte woche mein wg zimmer gekündigt. dummerweise habe ich den namen des verwalter angegeben und nicht den der GbR. die adresse des verwalters und der GbR sind allerdings gleich da es sich um ein ehepaar handelt. nun schreibt der verwalter mir das die kündigung nicht wirksam ist, da er nicht der vermieter ist. er als verwalter hat mir heute morgen diese nachricht erst geschrieben. die kündigung hat er allerdings schon am samstag den 30.01.2016 erhalten. er konnte mir jetzt erst antworten weil er abwesend war und sich nicht um ersatz gekümmert hat, der den brief öffnet und mir über diesen fehler bescheid gibt... jetzt, da die frist zur kündigung gestern abgelaufen ist, muss ich einen vollen weiteren monat miete zahlen.. ist das rechtens oder will er mir das geld aus der tasche ziehen? vielen danke im vorraus fü eine hilfreiche antwort!

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Antwort
von krzzr, 32

hi,
ich sehe darin eher den berühmten 'beutelschneider', denn wenn die adresse identisch ist und er verwalter - also im auftrag der GbR - unterwegs ist, hat er die pflicht, den eigentümer zu verständigen.

wer ist denn der chef der GbR? denn oft ist es so, daß eine GbR, also eine 'Gesellschaft bürgerlichen Rechts' eine EinMann-firma ist, jedenfalls 'begrenzte' mitarbeiterzahlen hat. 

wenn du dir sicher sein willst, schreib an die GbR, daß du aufgrund der identischen adresse davon ausgegangen bist, daß firma+verwalter identisch seien und du somit weiterhin davon ausgehst, daß die kündigung nach wie vor termingerecht erfolgte.
dann muß er kommen..

Kommentar von alegriahr ,

chef der GbR ist seine frau! daher auch die selbe adresse..
das ehepaar ist sehr unfreundlich.. aher gehe ich mal davon aus das seine frau schon darüber bescheid weiß, und die sich nun denken die 300€ ziehen wir dem aus der tasche..

Kommentar von krzzr ,

siehst - da sie also seine frau ist, kann davon ausgegangen werden, daß sie durch die eheliche 'gemeinschaft' und identischen wohnsitz davon unterrichtet war..

er ist somit (einziger) angestellter, sozusagen 'geschäftsführer der firma..

laß dich nicht ins bockshorn jagen, ich kann mir nicht vorstellen, daß er klagen würde. wenn doch, hol dir einen 'rechtberatungsschein' beim amtsgericht. 

Kommentar von alegriahr ,

Super danke dir! das hat mir schon sehr weiter geholfen!!! Vielen dank :)

Kommentar von krzzr ,

kein ding - viel glück!

Kommentar von anitari ,

das hat mir schon sehr weiter geholfen!!! 

Hat es nicht.

Kommentar von ChristianLE ,

ich schließe mich anitari an: Du kannst natürlich den Vermieter nochmals kontaktieren und auf die Rechtmäßigkeit der Kündigung beharren, allerdings wird es spätestens vor Gericht schwierig, da einfach der Nachweis fehlt.

Antwort
von ChristianLE, 21

Im Zweifel musst Du nachweisen können, dass die Kündigung in den Zuständigkeitsbereich des Vermieters gelangt ist.

Das kannst Du in diesem Fall aber leider nicht, da das Schreiben eindeutig dem Verwalter zugestellt worden ist.

 ist das rechtens oder will er mir das geld aus der tasche ziehen?

Ja und Ja.

Kommentar von krzzr ,

verwalter und eigentümer wohnen in 'ehelicher gemeinschaft' - also kann schon davon ausgegangen werden, daß das schreiben in den 'zuständigkeitsbereich' des vermieters gelangt ist.

Kommentar von ChristianLE ,

also kann schon davon ausgegangen werden

Genau hier liegt der Knackpunkt. Allein die Tatsache, dass etwas sein kann, heißt längst nicht, dass dies auch tatsächlich so ist.

Vielleicht ist das private Verhältnis von Ehefrau und Ehemann gestört und das Schreiben wurde gar nicht sofort weitergegeben?

Wie auch immer: Der Mieter muss eindeutig nachweisen können, dass der Vermieter das Schreiben fristgemäß erhalten hat, bzw. in dessen Zuständigkeitsbereich gelangt ist.

Sobald Vermieter und Verwalter zwei verschiedene Briefkästen haben, spielt es auch keine Rolle mehr, ob die Adresse der Personen identisch ist.

Kommentar von krzzr ,

eben - und das sind alles punkte, die nicht geklärt sind. 

weder wissen wir, ob frau/mann zerstritten sind, noch wissen, ob 2 briefkästen vorhanden sind, noch wissen wir ob 2 separate wohnungen (vermieter/verwalter) existieren.

daß es sich hier um ganz großes mißverständnis handelt, ist evident - wie das zu klären sein wird, muß die mieterin entscheiden.
ich sehe aber durchaus die annahme gegeben, daß es sich lediglich um eine namensverwechslung handelt und die VERmieterin davon kenntnis erlangt hat..

alles weitere liegt in der hand der beiden parteien.

Antwort
von anitari, 23

Die Kündigung muß namentlich an die Person(en) gerichtet sein die als Vermieter im Vertrag steht.

Leider dumm gelaufen für Dich.

Kommentar von krzzr ,

wenn aber adresse und möglicherweise name identisch ist, ehegemeinschaft besteht, ist die kündigung in den zuständigkeitsbereich der vermieterin gelangt. 

Kommentar von anitari ,

Was u beweisen wäre.

Kommentar von ChristianLE ,

Mir stecken in deinen Beiträgen zu viele Eventualitäten. Die Rechtsprechung, bzw. das BGB gibt hier eindeutig vor, wann und wie eine Kündigung zu erfolgen hat.

Wenn es nicht eindeutig und zu 100% nachweisbar ist, ob die Kündigung rechtmäßig zugegangen ist, dann wird es problematisch.

Im Übrigen: Wenn der Vermieter richtig fies gewesen wäre, hätte er zum Ende deiner Kündigungsfrist behauptet, er hätte niemals eine Kündigung erhalten. Hier hättest Du den Nachweis erst recht nicht bringen können.

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