Frage von zacke1949,

Wohnungskündigung im Todesfall

Ist 3-monatige Kündigungsfrist auch im Todesfall des Mieters bindend?

Antwort von turalo,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja.

Der Tod beendet nicht automatisch ein Vertragsverhältnis. Die Erben müssen die Miete für den Kündigungszeitraum zahlen.

Antwort von Lhuthien,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

ja, ist sie. Ich habe dazu folgendes im Netz gefunden:

Seit der Mietrechtsreform 2001 - zumindest seit dem Klarstellungsgesetz von Juni 2005 - gilt: Mieter können einen unbefristet abgeschlossenen Wohnraummietvertrag immer mit einer Frist von drei Monate kündigen. Das gilt auch für ältere, vor 2001 abgeschlossene Mietverträge oder für Mietverträge, bei denen im "Kleingedruckten" noch von gestaffelten Kündigungsfristen - je nach Wohndauer zwischen drei und zwölf Monaten - die Rede ist. Nur, wenn im Mietvertrag eine kürzere Kündigungsfrist - als die dreimonatige - vereinbart wäre, hätten die für den Mieter dann günstigeren Vertragsregelungen noch Vorrang. Tritt nach dem Tod der Mieterin kein Ehegatte, Lebenspartner oder Familienangehöriger in das Mietverhältnis ein, wird das Mietverhältnis mit dem Erben fortgesetzt. Der kann das Mietverhältnis "ganz normal" mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Der Erbe hat darüber hinaus auch ein Sonderkündigungsrecht. Auch hier ist die Kündigungsfrist drei Monate. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats erfolgen, nachdem der Erbe vom Tod des Mieters erfahren hat und weiß, dass kein anderer das Mietverhältnis fortführt. Von Bedeutung ist dieses Sonderkündigungsrecht heute nur noch in Fällen, in denen Mieter und Vermieter Zeitmietverträge abgeschlossen haben. Während der dreimonatigen Kündigungsfrist muss der Erbe die vereinbarte Miete inklusive der Vorauszahlungen für die Betriebskosten zahlen. Eventuelle Mietrückstände muss er ausgleichen. Er erhält auch die noch offen stehende Betriebskostenabrechnung. Der Erbe ist für die Räumung der Wohnung verantwortlich und er muss unter Umständen auch vertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen durchführen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Renovierungsklausel wirksam ist. Hier sollte man sich durch den örtlichen Mieterverein beraten lassen. Der Erbe seinerseits kann nach Beendigung des Mietverhältnisses die Rückzahlung der Mietkaution an sich fordern.<

Quelle: http://www.welt.de/print-welt/article151709/Gilt-die-Kuendigungsfrist-nach-dem-T...

Antwort von allesgruent,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Treten beim Tod des Mieters keine Personen im Sinne des § 563 in das Mietverhältnis ein oder wird es nicht mit ihnen nach § 563a fortgesetzt, so wird es mit dem Erben fortgesetzt. In diesem Fall ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats außerordentlich mit der gesetzlichen Frist zu kündigen, nachdem sie vom Tod des Mieters und davon Kenntnis erlangt haben, dass ein Eintritt in das Mietverhältnis oder dessen Fortsetzung nicht erfolgt sind.

Zu Deutsch: Der Erbe muss für weitere 3 Monate die Miete zahlen. Wenn allerdings ein Erbe ausgeschlagen wird, muss dies unverzüglich dem Nachlassgericht gemeldet werden und natürlich auch dem Vermieter. In dem Fall muss die Miete nicht weiter gezahlt werden.

Antwort von Kinderbuecher,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nein, bei einem Todesfall braucht man keine Kündigungsfrist einzuhalten.

Kommentar von Det1965,

Muß man aber doch. Google mal.

Kommentar von turalo,

Ein Vertrag erlischt nicht mit dem Tod.

Kommentar von Kinderbuecher,

Es kommt darauf an, ob der Mieter alleine in der Wohnung gewohnt hat, oder ob da noch jemand wohnt....ist eben unterschiedlich.

Kommentar von Det1965,

Ist normalerweise nicht unterschiedlich. Die Miete müssen die Erben für 3 Monate bezahlen, bzw. das Erbe wird eben um 3 Monatsmieten verringert. (Wenn überhaupt was da sit).

Kommentar von Flitzpiepje,

Das Kündigungsrecht ist beim Todesfall ist schon ein wenig anders. Ich füge mal der Antwort einen Link ein, da ist es noch mal richtig erklärt

http://www.dittmann-wohnungsverwalter.de/adobe/tod_mieter.pdf

Antwort von Det1965,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ja, sie ist bindend!

Eventuell kann aber ein Gespräch mit dem Vermieter helfen, wenn der Erblasser völlig mittellos ist und die 3 Mieten sowieso nicht bezahlt werden könnten.

Kommentar von turalo,

Dann zahlen die Erben. Man erbt nicht nur das Vermögen, man übernimmt auch die Außenstände. Die Erben müssten also auf jeden Anspruch verzichten.

Kommentar von Det1965,

Genau deswegen habe ich das "mittellos" angesprochen. Manchmal hilft das persönliche Gespräch mit dem Vermieter, der sich natürlich nicht drauf einlassen muß. :)

Antwort von anitari,

Die Erben, sofern sie das Erbe annehmen, treten die Rechtsfolge des Verstorbenen an. Sprich sie sind dann Vertragspartner des Vermieters mit allen Rechten und Pflichten.

Sie können das Mietverhältnis fortsetzen oder mit der gesetzlichen Frist von 3 Monaten kündigen.

Antwort von ereste,

Zuerst muss innerhalb eines Monats geklärt und dem Vermieter erklärt werden, auf wen jetzt das Mietverhältnis übergeht. Lebt noch eine Person in der Mietwohnung und möchte sie dort bleiben? Wenn nein, geht der Mietvertrag auf die Erben über.

Wenn die Wohnung gekündigt werden soll, dann innerhalb dieses ersten Monats mit einer Frist von 3 Monaten. Das ist juristisch gesehen so und unabhängig davon, wie lange das Mietverhältnis schon bestanden hatte. Mit vielen Vermietern kann man aber darüber reden und sie bestehen nicht auf Einhaltung dieser Frist (so habe ich das auch gerade erst erlebt).

Antwort von jaro54321,

...lass mich mal kurz überlegen, wie der Mieter dann seine Unterschrift auf die Kündigung bringen soll.

Kommentar von turalo,

Er hat Hinterbliebene, Leute, die ihn beerben. Die sind dann auch in der Pflicht.

Sie MÜSSEN für die Beerdigung aufkommen und sie MÜSSEN Verträge einhalten.

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