Frage von nooppower15, 99

Wohnungskatze/lieber sein lassen?

Hallo, also wir wohnen in einer kleinen Stadt an einen Nebenstraße wo wenig Verkehr ist und eine Tempo 30 Zone,dafür aber viel Wiese und Natur.

Mein Nachbar möchte sich nun eine Katze aus denn Tierheim zulegen und sie als "Wohnungskatze" halten. Er selbst hatte eine kleine 40qm Wohnung mit 2 Zimmern. Da dies nun alles andere als eine Artgerechte Haltung wäre (zumal die Katze die meiste Zeit des Tages allein in der Wohnung sein müsste) und das Risiko relativ gering ist das denn Kätzchen draußen etwas passieren könnte gibt es eigentlich keine Notwendigkeit ihr denn Freigang zu verweigern. Auf die frage was die Katze 24Stunden am Tag,7tage die Woche machen soll sagte er "ich kauf ihr einen Kratzbaum"

Also wie könnte ich/wir unseren nachbarn die Angst nehmen das seiner Katze draußen etwas passiert?

Achso praktisch alle Katzenbesitzer in der Umgebung lassen ihre Katze raus.

Antwort
von Sandperle, 62

Wenn er seine Bude voller Protest-Pinkel-Urin hat und es stinkt, seine Tapeten und Türrahmen zerkratzt sind und die Vorhänge abgerissen, wird er hoffentlich selber irgendwann merken, dass:

das isolierte einzwängen einer Katze, die viel Freiraum, Gerüche und Geräusche der Natur und einen unbändigen Jadgtrieb hat, abolsute Tierquälerei ist.

Nicht umsonst kommt die sog. Katzenflüstererin Birga im TV ausschließlich zu jenen armen Katzen, die sich irgendwelche Egoisten (sog. TierFREUNDE) in Ihrer kleinen Bude halten, um abends bei Bedarf jemanden zum kurzen Kuscheln haben. Das Wort Wohnungskatze an sich ist schon ein Witz!

Bei mir haben die tollen Züchter riesige Stilaugen gemacht, als ich mir neben zwei hauskatzen eine karthäuser und einen Main Coon gekauft habe und denen gesagt habe, dass ALLE Tiere nach draußen dürfen. Seitdem schreibt mich der eine Züchter nun jedes Jahr an und erkundigt sich - und das seit nun über 8 Jahren....haha

Kommentar von palusa ,

eigentlich gabs schon ne menge freigänger in birga drexels show^^ beispielsweise der rote kater der regelrecht durchdrehte wenn es um futter ging.. und es gab mal ne größere katzengruppe mit gesichertem freigang..

rassekatzen im ungesicherten freigang..  kann schon verstehen dass sie nachfragt. züchter arbeiten über generationen daran dass die katzen allen menschen vertrauen und in fremden situationen kenie angst haben. man nennt das wesensfest. es ist eine gefährliche eigenschaft im freigang.. vorsicht ist lebensrettend wenn man draußen ist

Kommentar von Sandperle ,

...es geht mir aber - auch bei den Rassekatzen - nicht  um den Menschen, sondern darum, dass auch eine Zuchtkatze ihren ganz normalen natürlichen Bedürfnissen nachkommen kann, wie jagen klettern riechen der Natur und Pipi in ein ERDloch zu machen. Das Tier kann doch nichts dafür, dass es so schön gezüchtet wurde und es teuer war. Das ist mein Problem und ich lebe damit. Nach vielen Jahren habe ich bisher nur dass 'Problem' dass der dicke Main Coon aufgrund seines Felles oftmals einen halben Brombeerstrauch, der an ihm hängen bleibt, mit ins und durchs Haus zieht. Er versteckt sich da so gerne :-)))

Es ist ein großer Trugschluss und Egoismus, dass vermeintlich tierliebe Menschen, ein großer Kratzbaum und ein Stündchen streicheln am Tag reicht, denn wir haben ja schließlich eine WOHNUNGSkatze. Mir tun diese Tiere einfach sehr sehr leid - ...könnten sie doch mal sehen, wie glücklich die Katzen sind, wenn sie draußen herumstreunen und ihr Revier ablaufen.

Antwort
von Padri, 26

Ihr Nachbar ist ein mündiger Bürger und kann selbst entscheiden, was er tut, auch wenn wir andere Meinungen haben.

Grundsätzlich hat es eine Katze aus dem Tierheim in einer 40 qm großen Wohnung besser als im Tierheim. Das sollte man nicht vergessen.

Auch kommt es auf das Alter der Katze an. Ältere Tiere wollen nicht mehr unbedingt in einer fremden Umgebung nach draußen und freuen sich, dass sie im Haus bleiben können. Eine junge Katze ist in einer 40 qm großen Wohnung selbstverständlich unterfordert. Daher besser eine ältere Katze zu nehmen.

Expertenantwort
von polarbaer64, Community-Experte für Katze, Katzen, Tiere, 38

Du  kannst niemanden zwingen, seine Katze in Freigang zu lassen. 

Allerdings geht es gar nicht,  das diese Katze in reiner Wohnungshaltung dann einzeln gehalten und den ganzen Tag alleine gelassen wird. Katze in Wohnungshaltung müssen mindestens paarweise gehalten werden. Einzelhaltung ist nicht artgerecht.

Zeige deinem Nachbarn diesen Link:

- katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php (bitte kopieren und in neuem Tab eingeben - der Support wirft den Link in Funktion gerne raus ;o)...).

Tierheime geben Katzen manchmal auch gar nicht in Freigang, weil es sie viel Kosten und Mühe gekostet hat, die Katzen aufzupäppeln. Da wollen sie nicht, dass die Katzen dann in Kürze von einem Auto überfahren werden. Verständlich.

Du solltest auch für ängstliche Menschen Verständnis aufbringen, die ihre Katzen nicht raus lassen. Aber du darfst gerne Hinweise zur artgerechten Wohnungshaltung geben. Ein deckenhoher Kratzbaum ist dazu nur eine Bedingung. Dazu gehören pro Katze mindestens ein Klo (plus eines pro Haushalt), Transportboxen, etc... . Und eine zweite Katze ist ein Muss. 

Einzelkatzenhaltung in der Wohnung grenzt an Tierquälerei...

Kommentar von Padri ,

Das stimmt nicht ganz. Bei einer so kleinen Wohnung (40qm) ist eine Zweitkatze sicher kein Muss, sondern kann zum großen Problem werden. Wenn die Katzen sich nicht mehr verstehen oder sich nur noch dulden, können sie sich gegenseitig nicht mehr aus dem Weg gehen, weil nur 40 qm. Und es gibt sehr viele Katzen, die nur als Einzelkatzen gehalten werden können. Das Tierheim kennt jede seiner Katzen und den Typus.

Kommentar von polarbaer64 ,

Das sind aber Katzen, die vom Menschen durch falsche Haltung zum Einzelgänger gemacht wurden, weil sie durch Desozialisation nicht mehr mit Artgenossen umgehen können. - Und es ist nnicht ok, solch eine Katze dann 10 Stunden alleine zu lasen, wenn man arbeiten geht. So eine Haltung ist nur möglich, wenn immer jemand da ist, oder die Katze dann doch raus darf.

Man kann auch 40 m² für 2 Katzen lebenswert einrichten, indem man Catwalks einbaut, Kratzbäume bis zur Decke, vernetzter Balkon, verschiedene Versteckmöglichkeiten und Co. Das ist allemal besser, als wenn eine Katze bis an ihr Lebensende ein Dasein im Tierheim fristet, in einem Katzenzimmer mit vielleicht 12 m², womöglich zu zweit oder zu dritt, und zweimal am Tag 5-10 min. jemand, der sich drum kümmert.

Der Nachbar wird sicher auch nicht sein Leben lang auf den 40 m² bleiben und sich irgendwann vergrößern.

Kommentar von Padri ,

Deine Ansichten teile ich leider nicht. In der Natur sind z.B. Kater in aller Regel Einzelgänger. Das hat nichts mit falscher Haltung zu tun.

Kommentar von polarbaer64 ,

Woher hast du denn diese Weisheit? Wenn du mit der Natur die Wildkatze meinst, dann ist da was dran, aber NICHT bei der Hauskatze, auch nicht, wenn sie zu einem Streuner geworden ist. Katzen jagen einzeln (natürlich auch Kater), aber sie mögen die Geselligkeit und selbst Streunerkatzen in südlichen Ländern sitzen in größeren Gruppen beieinander.

http://www.3sat.de/page/?source=/nano/glossar/wildkatze.html

Google mal Katze oder Kater Einzelgänger. Du wirst auf hundert Seiten stoßen, die dir besagen, dass Katzen keine Einzelgänger sind, aber vermutlich keine, die das Gegenteil behauptet.

Meine "Einzelgänger"kater putzen sich den lieben langen Tag gegenseitig und schlafen zusammen auf kleinstem Raum. Ziemlich einzeln, ich weiß ;o) ... .

Ich hatte in 40 Jahren Katzenhaltung keinen "Einzelkater".

Hier geht es darum, dass eine Katze in einer kleinen Wohnung einzeln gehalten werden soll, das ist ein No-Go. Entweder zu zweit, oder sonst besser gar keine Katze.

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze & Katzen, 35

wäre es evtl einfacher ihn davon zu üebrzeugen zwei katzen zu nehmen? mit catwalks und viel dreidimensional arbeiten ginge das.

Kommentar von nooppower15 ,

Ich glaube schon. Ich werde ihn das auf jeden Fall vorschlagen

Kommentar von Padri ,

Zwei Katzen haben in einer nur 40 qm großen Wohnung viel zu wenig Platz. Dafür müsste die Wohnung größer sein.

Kommentar von palusa ,

deswegen catwalks. man kann für katzen platz schaffen wo eigentlich keiner ist. damit kann man ein bisschen was ausgleichen..

und immer noch besser zwei katzen als eine wenn freigang wirklich keine option ist :/ der platzbedarf steigt für die zweite katze nicht wirklich.. es wäre auch für eine etwas eng

Antwort
von hourriyah29, 7

Ich habe vor kurzem auch versucht meiner besten Freundin aus gleichen Gründen eine Katze auszureden. Es hat nicht funktioniert. 

Einen Nachbar zu beeinflussen stelle ich mir noch schwieriger vor ;)

Wenn er wenigstens eine Tierheimkatze aufnehmen würde, die für Allleinhaltung und Wohnungshaltung ausgeschrieben ist. Dann würde er vielleicht eine Katze finden, die bei ihm glücklicher ist als im Tierheim.

Vielleicht könnte man ihn darauf aufmerksam machen, dass man auch Pflegekatzen nehmen kann. Dann könnte er einmal ausprobieren wie es läuft.

Und an sein Verantwortungsgefühl und seine Vernunft appeliieren. Er will ja auch nicht mit einem unglücklichen oder verhaltensgestörten Tier leben.

LG, Hourriyah

Antwort
von NomiiAnn, 54

Es gibt durchaus Katzen in Heim, die nicht mehr als Freigänger gehalten werden können/dürfen oder auch in Alleinhaltung leben sollen.

Das sie den ganzen Tag allein sein wird, ist natürlich nicht gut. Aber da wird das Tierheim ja hoffentlich ein Wörtchen mitreden.

Kommentar von nooppower15 ,

Er möchte eine Junge Katze hohlen....

Inwieweit das Tierheim denn, er wird das dennen ja wahrscheinlich eher nicht sagen.

Kommentar von polarbaer64 ,

Man hat mit einem Tierheim einen Schutzvertrag, in dem sowas verankert ist. Wenn man sich nicht dran hält, kann einem das Tierheim die Katze wieder abnehmen... .

Wenn der Nachbar noch eine zweite Katze dazu holt, dann ist das doch prima.

Kommentar von nooppower15 ,

Wie gesagt ich werde ihn vorschlagen noch eine zweite Katze zu hohlen

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