Frage von 4Rocky, 64

Wohnung nach vier Jahren ohne Gewinn wieder verkaufen, fällt Spekulationssteuer an?

Sachverhalt: Eigentumswohnung wurde für 90.000 Euro im Jahr 2012 gekauft. Eigentumswohnung wird jetzt wieder für 85.000 Euro verkauft. Somit kein Gewinn. Eigentumswohnung ist vermietet (keine Eigennutzung) Fällt nun Spekulationssteuer an? Lese immer nur vom Gewinn, den man versteuern muss. Die Wohnung wird aber unter dem Wert von damals verkauft. Können sonst irgendwelche Steuern anfallen?

Danke

Antwort
von wfwbinder, 36

Sei vorsichtig zu schnell zu urteilen. Hast Du für 90.000,- + Nebenkosten erworben, oder sind bei den 90.000,- alles drin?

Die Wohnung ist vermietet, also hast Du Abschreibungen genutzt. nehmen wir an 90.000,- waren die ganzen Anschaffungskosten. Gebäudeanteil 60.000,-. 2 % Abschreibung = 1.200,- pro Jahr. 2012 (nehmen wir an im Jahr gekauft ) 600,- Afa, 2013-2015 je 1.200,-, 2016 600,- für das 1. Halbjahr. 4.800,-.

Die wären von Deinen Anschaffungskosten abzuziehen und schon bist Du nicht mehr bei Verlust, sondern bei 0,-.

Also muss man eben genau rechnen.

Antwort
von AFinkel, 24

Hey,

folgendes zu „Ertragsteuer bei einem privatem Veräußerungsgeschäfts / Spekulationsteuer (Immobilienveräußerung)“: Der Verkauf einer Immobilie die vermietet wurde bleibt steuerfrei, wenn der Kauf min. 10 Jahre (Spekulationsfrist) zurückliegt. Wird das Objekt schon vorher verkauft, ist eine Spekulationsteuer (einkommensteuerpflichtig) auf die Differenz aus Anschaffungskosten und Verkaufserlös zu entrichten. Bei einer Eigennutzung beträgt die Frist 2 Jahre. Steuern fallen nur auf Gewinne an.

Siehe auch www.immobilien-einblick.de/steuern

Gruß

Antwort
von peterobm, 42

du hast doch keinen Gewinn! Steuern fallen dann nur für den Käufer an.

Antwort
von schelm1, 30

Sie können den Verlust steuerlich geltend machen!

Kommentar von wurzlsepp668 ,

durch die Abschreibungen, welche abgezogen werden MÜSSEN dürfte sich, wenn überhaupt, nur ein minimaler Verlust ergeben ....

Kommentar von Petz1900 ,

Selbst wenn ein Verlust rauskommen würde, würde man einen Verlustfeststellungsbescheid bekommen. Dieser Verlust ist nämlich nicht mit den anderen Einkünften verrechenbar, sondern kann nur mit zukünftigen Spekulationsgewinnen verrechnet werden. Im Zweifel hat man also gar nichts davon.

Kommentar von schelm1 ,

Na- ja!?! Vielleicht hat er oder erwarten ihn in Kürze solche quellengleichen Ergebnisse!?!

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