Wohnung für schwangere Ausländerin Hartz IV und Grundsicherungsempfänger?

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1 Antwort

Dem Amt ist es egal, welcher Art das Einkommen deiner Frau war in der Zeit. Tatsache ist - sie hat bei dir gewohnt in einer Wohnung, für die das Amt zu 100% die Miete übernommen  und damit ihren Mietanteil mitbezahlt hat. 

Das dürfen die zurückfordern, das ist korrekt. Immerhin hättest du vom ersten Tag eures Zusammenwohnens das Amt darüber informieren müssen.

Wenn deine Frau jetzt erst ALG II beantragt, wovon hat sie denn vorher gelebt? Mit dir zusammen von deinem Hartz IV?

Für die Mehrkosten, die durch eine Schwangerschaft bestehen, gibt es ab 17. SSW einen Mehrbedarf sowie einen zusätzlichen Betrag für Umstandsbekleidung der Mutter sowie eine Erstausstattung fürs Kind.

Natürlich nur, wenn man ALG II bezieht. 

Ich sehe gar nicht die Gefahr, dass es nicht bewilligt wird, ich finde es irgendwie dämlich, dass ihr Monate verschenkt und euch auch noch eine Rückforderung eingehandelt habt. Du kannst offenbar mit dem Internet umgehen - da gibt es inzwischen so viel Information und auch Foren zum Fragen, da grenzt es schon an ..., wenn man solche Dinge so verpeilt.

Was die Wohnungssuche anbelangt, seid ihr gerade an einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt:

Eine Wohnung für drei (von Größe und Kosten her) wird erst genehmigt, wenn dem Amt eine Geburtsbescheinigung vorliegt. Vielleicht gibt es den einen von 100 Sachbearbeitern, der das schon vorher durchgehen lässt, dann freut es mich für den betreffenden Leistungsbezieher.
Aber in mind. 99 % der Versuche klappt es nicht.

Ich habe diesen Versuch schon zig mal mit Klientinnen zusammen unternommen und bin jedes Mal gescheitert. ("Bringen Sie doch erst mal ihr Kind zur Welt, da kann ja noch einiges passieren" gehört auch zu den möglichen Antworten).

Wenn du Pech hast, dann sagen sie euch, wenn ihr jetzt umziehen wollt, dann in eine Wohnung passend für 2 Leute. Das Argument der zu kleinen Wohnung könnt ihr dann aber nicht sofort nach der Entbindung bringen, weil ein Kind unter 6 Monaten keinen Anspruch auf eigenen Platz in der Wohnung hat. (In Berlin akzeptieren sie die zu kleine Wohnung als Umzugsgrund erst, wenn das Kind 6 Monate ist. Zumindest ist wohl so die Richtlinie.)

Heißt, man geht davon aus, dass ein Babybett dann bei den Eltern im Schlafzimmer steht und keine zusätzliche Fläche braucht.

Allerdings mit der Wohnungssuche bis nach der Entbindung zu warten, finde ich bei 30 qm auch Wahnsinn.

Erkundigt euch erst einmal, ob die Gründe für euren Wunsch, nach Frankfurt zu ziehen, auch für das JobCenter stichhaltig sind. Wenn sie euch bescheinigen, dass ein Umzug (aus ihrer Sicht) nicht notwendig ist, dann bezahlt ihr nämlich Kaution und alle Umzugskosten selbst.

Wenn du noch mal detaillierte Fragen hat und Rat brauchst, dann kannst du mir eine Freundschaftsanfrage schicken und bekommst dann darüber meine E-Mail-Adresse. Da kann man auch noch mehr ins Detail gehen.

Alles Gute euch beiden (oder dreien)

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