Frage von Elysich, 205

Wohnrecht auf Lebenszeit aber wollen Haus vermieten?

Hey,

Wir besitzen ein Haus und eine Wohnung, wollen jetzt jedoch aus dem Haus ausziehen, da es nicht mehr tragbar ist. Wir hatten vor das Haus zu vermieten, jedoch lebt unsere Oma auch hier. Wir sind aber auf das Geld angewiesen. Sie hat ein Wohnrecht auf Lebenszeit und ich bin froh wenn ich sie nicht mehr sehen muss. Es gibt riesige persönliche Differenzen mit ihr, weswegen wir einfach nur von ihr weg wollen.

Angenommen wir würden hier ausziehen, müsste sie ja für die Unterhalts kosten des Hauses aufkommen, was sie nun mal nicht kann da sie nicht arbeitet und auch keine Rente bekommt. Faul rumliegen und Fernsehen ist ihre Art. Sie wäre theoretisch ja gezwungen auszuziehen, könnten wir dann das Haus ohne Probleme weiter vermieten ?

Antwort
von Gerneso, 124

Wie kommt denn Oma an das Wohnrecht? Wahrscheinlich war es mal ihr Haus und sie war so nett es Euch bereits vor dem Tod zu überschreiben.

Ohne Zustimmung von Oma bekommt ihr das Wohnrecht nicht ausgetragen.

Wenn Oma eine abgeschlossene Wohnung im Haus hat könnt ihr den Rest des Hauses aber natürlich vermieten.

Oder ihr baut es so um, dass Oma weiterhin in ihrer abgeschlossenen Wohnung im Haus bleiben kann. Dann könnt ihr den Rest vermieten.

Kommentar von Elysich ,

Das Haus gehörte meinem Opa. Meine Oma bestand zu seinen Lebzeiten darauf, das sie ein Wohnrecht auf Lebenszeit bekommt. Dann übergab er es meiner Mutter. 

Gut zu wissen, zustimmen würde sie niemals, da sie uns schon oft gesagt hat, dass sie uns das nicht gönnen würde.

Kommentar von schelm1 ,

Diese Einschätzung der Berechtigrten kann man aber sehr gut nachvollziehen!

Antwort
von schelm1, 98

Nein! Sie können das Haus nicht vermieten in dem die Dame ein Wohnrecht hat, sofern sich das Wohnrecht auf das ganze Haus bezieht.

Würde sich das Wohnrecht allerdings auf eine bestimmte autark nutzbare Wohnung innerhalb des Gebäudes beschränken und für eine Vermietung eines Teiles  des Hauses ein gesonderter Wohnbereich zur Verfügung stünde, der explizit nicht dem Wohnrecht entgegen steht, dann wäre eine solche Vermietung denkbar.

Die Kostenfrage hört indessen weniger prickelnd an!

Zahlen Sie nicht die Hauskosten oder evtl. Darlehensbelastungen, wird das Haus versteigert.

Sollte das Wohnrecht erstrangig sein, müßte der Meistbietende dies übernehmen und der Steigpreis fällt entsprechend mies aus.

Sind Grundpfandrechte im Grundbuch eingetragen, welche Darlehen sichern, so hat die Bank im Regelfalle einen Rangrücktritt für das Wohnrecht ausbedungen.

In solchem Falle geht bei der Versteigerung das Wohnrecht unter; die Berechtigte wird aber dann, sofern sich da noch was aus dem Meistgebot nach Ablösung der Verfahrenskosten und den Forderugnen von Gläubigern abzwacken läßt, mit Geld abgefunden.

Bleibt danach noch ein Scherflein übrig, sehen Sie sogar noch was vom Erlös!?!

Stirbt die Berechtige, können Sei das Wohnrecht mit Todesnachweis löschen lassen und frei handeln.

Antwort
von wilees, 105

Irrtum.

Wenn Deine Oma ein eingetragenes lebenslanges Wohnrecht hat, heißt das nicht zwingend dass sie die Unterhaltungskosten zu tragen hat.

Wie gelangte das Haus in Euren Besitz? Habt Ihr es käuflich erworben? Geerbt - wenn ja von wem?

Wer war Vorbesitzer?

Kommentar von Elysich ,

Das Haus gehört seit 70 Jahren der Familie und wurde komplett überholt. Mein Opa vermachte es meiner Mutter und wir möchten es nun verlassen und vermieten.

Der Vorbesitzer ist mein verstorbener Opa.

Kommentar von wilees ,

Das Haus gehörte wohl eher Opa und Oma gemeinschaftlich. Sie hat auf die rechtliche Erbfolge verzichtet, so wurde Deine Mutter Erbin.

Wurde Euch dieses Haus übertragen odeer gehört es rechtlich noch Eurer Mutter - d.h. ihr wohnt als Geschwisterpaar dort - oder wie?

Kommentar von Elysich ,

Meine Mutter hat 3 Geschwister die alle mit 18 Geld bekamen, meiner Mutter wurde das Haus versprochen. 

Das Haus wurde von meinem Opa auf meine Mutter übertragen. 

Geschwisterpaar? In dem Haus wohnt nur meine Oma, meine Mutter und ich. 

Kommentar von Antitroll1234 ,

Das Haus wurde von meinem Opa auf meine Mutter übertragen

Was er wohl ohne eingetragenes Wohnrecht nicht gemacht hätte, da wäre sonst seine Frau (Oma) jetzt Wohl Eigentümerin des Hauses.

Zum Glück für die Oma wurde dort aber vorgesorgt.

Kommentar von wilees ,

Na diese Kombination des Zusammenlebens ist natürlich auch noch möglich.

Antwort
von miboki, 90

Selbst wenn die Oma auszieht, bleibt das Wohnrecht ja bestehen. Es ist im Grundbuch verankert und kann nur mit Zustimmung der Oma gelöscht werden. Die einzige Möglichkeit dürfte in einer Auszahlung des Wohnrechts bestehen. Und zu den Verbrauchskosten wurde hier ja schon genug gesagt.

Antwort
von HalloRossi, 84

Wenn sie da ein Wohnrecht hat, dann könnt ihr es nur mit Oma vermieten! Strom und Wasser und Grundsicherung kann sie doch vom Amt beantragen!

Kommentar von schelm1 ,

Man kann kein Wohnrecht mit der Berechtigten vermieten!

Einer solchen Vermietung müßte die Berechtigte zustimmen und ein Mieter der das ertragen möchte, müßte noch geboren werden!

Kommentar von HalloRossi ,

Jaaaahaaaaaa! Das war auch Spaß! Um die Darzustellen wie absurd die Idee des TS ist!

Antwort
von myzyny03, 115

wenn die Oma Wohnrecht hat, und das Haus euch gehört, muss sie nur ihre Verbrauskosten tragen, nicht die Unterhaltskosten, und die bekommt sie bestenfalls vom Amt.

So schnell werdet ihr Oma nicht los.

Kommentar von Elysich ,

Das Haus ist ziemlich teuer was die Nebenkosten angeht, das meinte ich auch mit "Unterhalt", habe mich da wohl falsch ausgedrückt. 

Antwort
von Samila, 101

theoretisch ist sie nicht gezwungen auszuziehen. wenn sie keine rente bekommt, bekommt sie hilfe vom staat. miete bräuchte sie ja keine, da sie wohnrecht hat. sie würde die pauschale an nebenkosten zu ihrer monatlichen unterstützung bekommen und kann so alle anfallenden gebühren, nebenkosten usw bezahlen. theoretisch

Kommentar von Elysich ,

Ich verbessere mich, sie bekommt einen Teil der Rente meines Opas.

Kommentar von Samila ,

wenn die nicht ausreicht, bekommst sie trotzdem unterstützung oder wohngeld um die nebenkosten zu decken.

Kommentar von wilees ,


-- kann so alle anfallenden gebühren, nebenkosten usw bezahlen.

Und dies muß sie möglicherweise auch nicht mal, wenn ihr gemäß Übertragungvertrag ein kostenloses Wohnrecht eingetragen wurde. Denn auch das ist möglich.

Vielleicht sollt dies der TE mal in seinen Unterlagen nachsehen, denn dann wird die Geschichte noch deutlich schwieriger.

Antwort
von albatros, 53

Wohnrecht heißt nicht mietfrei und nicht für's ganze haus sondern in einer begrenzten Wohnung (wenn denn es zumindest zwei Wohnungen hat). Die andere W. könnt dann vermietet werden.

Wenn die Oma keine Miete zahlt, könntet ihr sie natürlich auf Zahlung verklagen.

Wie es dann bei einer evtl. Räumungsklage ausginge müsste ein Gericht entscheiden.

Kommentar von anitari ,

In der Regel bedeutet Wohnrecht mietfreies Wohnen, lediglich Nebenkosten muß der Berechtigte zahlen.

Kommentar von albatros ,

Ich meine, da müsste es zur inhaltlichen Ausgestaltung des Wohnrechtes einen Notarvertrag geben. Dieser erst brechtigt zu Eintragung des Wohnrechtes im Grundbuch (als Last).

Hier wäre also zu schaun, wer was und ob überhaupt gezahlt oder nicht gezahlt werden muss.

Kommentar von schelm1 ,

Na-ja! So´n Wohnrecht kann schon recht prickelnd für die übrigen Nutzer eines Hauses gestaltet sein -z.B.:

Wohnrecht an dem Zimmer im EG links, verbunden mit dem Umgangsrecht im gesamten Haus (incl. Küche, Bad, Toilette etc.) und auf dem Grundstück.

Besonders verlockend für Dritte als Mieter ist sowas keinesfalls!

Antwort
von palzbu, 42

Du kannst die Oma nicht leiden. Vielleicht ist sie aber gar nicht so übel. Eine befreundete Familie von mir sucht eine Wohnung "mit Oma", weil die 2 Kinder haben. Wo ist das Haus? PLZ reicht.

Antwort
von jimpo, 50

Wohnrecht, auf Lebenszeit, heißt Wohnrecht auf Lebenzeit das ist nun mal Fakt. Was die Frau über den Tag macht ist nicht Eure Angelegenheit und wenn Sie den ganzen Tag Purzelbäume schlägt.

Kommentar von Elysich ,

Stimmt, ich vergaß das Menschen die bei uns wohnen nicht in meine Angelegenheiten passen. 

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