Frage von ChekkerSam, 56

Wohnmobil mit Sommerreifen im März gefährlich?

Hallo,

ich will Ende März mit einem gemieteten Wohnmobil über die Alpen nach Norditalien fahren. Auf dem Fahrzeug sind Sommerreifen und der Vermieter meint dass das alles kein Problem wäre...
Hat vielleicht jemand Erfahrung damit?

MfG

Expertenantwort
von Alexander Schwarz, Versicherungsmakler, 23

Es ist ein Selbstfahrervermietfahrzeug. Der Vermieter hat für ein ordnungsgemäßes Fahrzeug zu sorgen und haftet auch dafür. Legt eine Vereinbarung in den Mietvertrag fest, dass du keine Haftung für Schäden die Aufgrund der Bereifung hast. Wenn der Vermieter dann keinen Versicherungsschutz hat, kann er dich nicht dafür haftbar machen. Schlage es ihm vor und staune was passiert!

Antwort
von derhandkuss, 27

Deinen Beitrag verstehe ich nicht ganz. In der Überschrift erwähnst Du Winterreifen, sagst aber in Deinem Text, dass Sommerreifen aufgezogen sind. Was für Reifen sind denn nun drauf?

Kommentar von ChekkerSam ,

Entschuldige, da hab ich mich vertan es geht um Sommerreifen! Ich werde den Beitrag kurz neu machen wenn du mir dann bitte dort antworten könntest... danke

Kommentar von derhandkuss ,

Wenn ich im März über die Alpen fahren müsste, würde ich immer Winterreifen vorziehen, egal welches Fahrzeug. 

Mir ist es ein einziges Mal passiert, dass ich im April mit Sommerreifen in den Schwarzwald gefahren bin - und hatte prompt höheren Neuschnee! Wenn ich also vor Ostern in entsprechend höhere Regionen Deutschlands fahre, dann nur mit Winterreifen!

Ich wohne übrigens im Sauerland, bin also mit entsprechenden Witterungsverhältnissen vertraut und weiß, was ich zu tun und zu lassen habe.

Antwort
von levent200g, 34

Winterreifen im Sommer ein Risiko

Wer sich besonders clever wähnt oder aus Bequemlichkeit das ganze Jahr mit Winterreifen fährt, gefährdet Leben!

Winterreifenpflicht gibt es ja sowieso, denkt sich mancher Autofahrer, da kann man ja gleich das ganze Jahr damit fahren. Zumal, wenn der Winter sich, wie in diesem Jahr, fast bis in den Mai gezogen hat.
Doch Experten warnen vor dieser Entscheidung. Denn Sicherheitstests bei sommerlichen Temperaturen haben gezeigt, dass ein Wagen mit Winterreifen einen sechs Meter längeren Bremsweg hat als ein Fahrzeug mit Sommerreifen. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h.

Winterreifen im Sommereinsatz

Winterreifen haben im Sommer deutliche Nachteile

Diese Differenz ist mehr als eine Wagenlänge lang, wobei die Restgeschwindigkeit noch ganze 37 km/h besteht. Das wäre die Geschwindigkeit, mit der das mit Winterreifen fahrende Auto auf einen Fußgänger oder einen Radfahrer treffen würde, während ein Pkw mit Sommerreifen schon längst sicher steht.

Risiko auf der Autobahn

Winterreifen, gibt der Reifenhersteller Continental zu bedenken, haben dabei in der warmen Jahreszeit nicht nur ein schlechteres Bremsverhalten, sondern es lässt auch die Präzision beim Handling deutlich nach. 15 Prozent weniger Lenkpräzision hat man bei Continental ermittelt. Konkret bedeutet das beispielsweise: Wenn ein Ausweichmanöver mit Sommerreifen bei 120 km/h problemlos gelingt, können Winterreifen im sommerlichen Einsatz den Kontakt zur Fahrbahn bereits bei 100 km/h verlieren.

Höherer Spritverbrauch

Und selbst für Fahrer, die nur Kurzstrecken in der Stadt fahren, sind Winterreifen keine Ganzjahres-Option. Liegt deren Rollwiderstand im Sommerbetrieb doch um 15 höher als bei Sommerreifen, so dass der Kraftstoffverbrauch ordentlich ansteigt und damit auch die CO2-Emissionen. Hinzu kommen noch ein höherer Verschleiß und eine stärkere Lärmbelästigung der Umwelt durch die starken Abrollgeräusche durch die härtere Gummimischung und das gröbere Profil.
Daher empfehlen alle Reifenexperten Sommerreifen für die warme Jahreszeit und Winterreifen nur bei winterlicher Witterung zu verwenden.
 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community