Frage von Kazuii, 45

Wohnheim bei psych Druck zuhause mit 16?

Hey, vielleicht könnt ihr mir helfen. Seit ich denken kann kommen meine Eltern unter sich nicht mehr klar. Mein Vater wurde schon oft gegenüber meiner Mutter gewalttätig und macht mich, wenn er mal wieder besoffen ist, fertig. Ich bin seit drei Jahren in psychologischer Behandlung (bin 16) wo auch Depressionen diagnostiziert wurden, war auch schon drei mal stationär dort wegen Suizidalität. Meine Psychologin meinte, dass ich, wenn es sich nicht mehr bessert, in einem Heim bzw. Betreuten wohnen unterkommen könnte, da ich schon im Frauenhaus war und ich zuhause nicht mehr klar komme. Mein Vater meinte, ich würde durch meine 'gespielten Depressionen' sie beide zu einer Trennung zwingen würde, wäre undankbar etc. Jetzt habe ich Angst, den schritt in die Wohngruppe bzw. Heim zu gehen, da meine Eltern überhaupt nicht einsichtig sind, weshalb es mir so schlecht geht, da wir vors Gericht müssten, wenn sie nicht zustimmen. Meine Psychologon arbeitet auch mit dem Jugendamt zusammen, hatte schon Gespräche. Was soll ich jetzt tun? Habt ihr Erfahrungen, wie das alles abläuft? Bitte um ernstgemeinte Kommentare.

Antwort
von wilees, 18

Bei dieser Vorgeschichte ist es gut denkbar, dass das Jugendamt Dich unterstützt. Hierzu ist es dann notwendig, dass die Dich betreuende Psychologin einen entsprechenden Bericht fertigt. Gut wäre es wohl auch, wenn die Psychologen der KJP auch einen ausführlichen, beführwortenden Bericht erstellen.

Ich würde, ob Deines Alters, eher vermuten, dass Du in eine Jugendwohnung kommst. Das würde bedeuten, dass Du mit einem oder zwei Bewohnern eine Wohnung teilst. Dann würde nur 2 -3mal wöchtlich jemand zu Dir kommen, bzw. regelmäßig für Dich ansprechbar sein, um Dir beim Übergang vom Jugendlichen ins Erwachsenenleben behilflich zu sein.

Antwort
von chanfan, 22

Vertraue mal dem Jugendamt und lasse dich von den eigenartigen Argumenten deiner Eltern nicht nötigen. Du bist mit Sicherheit nicht schuld wenn sie sich dann endlich trennen.

Es ist deine Zukunft und jetzt schon traurig, das du in die Behandlung mußt.


Antwort
von Wonnepoppen, 24

Was sagt denn das Jugendamt dazu?

Kommentar von Kazuii ,

Die Frau vom JA  mit der ich mich zsm mit meiner Psychologin unterhalten hab, meinte es wäre möglich, da das aus ihrer Sicht eine Kindeswohlgefährdung ist und sie mich sogar in der Stadt in der meine Schule ist unterbringen kann. Nur müsste das ganze vor Gericht.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Dann würde ich es darauf ankommen lassen, so ist es doch kein Zustand!

Kommentar von wilees ,

Wenn hier das JA vernünftig argumentiert und Deine Eltern dann einer solchen Unterbringung zustimmen, muß die Angelegenheit keinesfalls vor Gericht.

Wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, wird das Kind aus der Familie genommen und dann ist meist nur noch eine nachträgliche Zustimmung durch das Gericht erforderlich, die dann wiederum die Zustimmung Deiner Elten ersetzen würde. Dies würde dann wohl mit der Entziehung des Sorgerechtes Deiner Eltern einhergehen und das sollten sich diese gut überlegen.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Lies bitte nochmal!

die Eltern sind uneinsichtig, deshalb Gericht!

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