Frage von Dunderball, 66

Wohngeld trotz Schulabbruch?

Hey, Ich bin 16 Jahre alt und habe vor kurzem noch die 10. Klasse besucht. Ich hab die 9. Klasse wiederholt wegen Schlechten Noten. Die 10. Klasse hab ich jetzt abgebrochen.. Meine Frage ist jetzt nun:

Ich möchte ausziehen, könnte ich jetzt rein theoretisch Wohngeld beantragen und dann mein Abschluss nachholen?

Da meine Mutter Sozialempfänger ist kann sie die Wohnung kaum noch halten.

Steht mir das Recht auf Wohngeld zu?

Und spart euch die dummen Antworten wie: "Natürlich wird es dir bezahlt weil du auch so viel für tust!" (Sarkasmus)

Danke für jede Hilfreiche Antwort.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Weisefrau, 47

Hallo, dir steht gar nicht das Recht zu von Zuhause auszuziehen. 

Das ist das Problem. Von irgendwelchen Geldern, die du bekommst mal ganz zu schweigen.

Du kannst erst ausziehen wenn du die Miete selber zahlen kannst und das 12 Monate lang.

Das ist die Rechtslage.

Kommentar von Dunderball ,

Okay, danke für die Antwort! 

Antwort
von isomatte, 27

Solange du noch minderjährig bist sind dir eh deine Eltern vorrangig zum Unterhalt verpflichtet und ohne Zustimmung deiner Eltern könntest du nicht ausziehen,weil sie deinen Mietvertrag unterschreiben müssten und als Bürge aufgenommen würden,also für deine Miete aufkommen müssten,wenn du sie nicht mehr zahlen könntest !

Wohngeld würde bei dir schon aus dem Grund nicht in Betracht kommen,weil dazu unter anderem schon eine eigene Wohnung vorhanden sein muss,die man selber bewohnt und auf die man auch gemeldet sein muss.

Dazu käme dann noch ein benötigtes Mindesteinkommen und wenn du dem Grunde nach Anspruch auf Bafög - oder - BAB - haben würdest,dann hättest du auch keinen Anspruch auf Wohngeld.

Bei dir käme dann also nur das ALG - 2 vom Jobcenter in Betracht,dass würdest du unter Umständen aber auch nur dann bekommen,wenn du dem Jobcenter einen wichtigen Grund für deinen Auszug nennen und belegen könntest.

Der könnte dann z.B. sein,dass du wegen einer Ausbildung nicht mehr zuhause wohnen könntest,aber dann käme auch nur eine vorübergehende Hilfe in Betracht,weil du dann,wenn du eine Wohnung hast,diese eingerichtet ist und du dich auf diese angemeldet hast,andere vorrangige Leistungen zu beantragen wären und dann ggf.ein Leistungsausschluss greifen würde.

Oder du könntest aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht mehr zuhause wohnen,dann würde aber das Jugendamt ins Boot geholt,also du würdest dann ggf.in ein betreutes Wohnen kommen.

Antwort
von KalofReschtus, 38

Theoretisch ist die Gesetzeslage so, das du kein Geld bekommst wenn du ohne wichtige Gründe, die das Zusammenleben mit deiner Mutter unmöglich machen, ausziehen willst.

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