Frage von OrlandoBrando, 36

Wohngeld oder Bafög in der Zweitausbildung - Oder gar beides?

Hallo,

ich mache derzeit eine zweite Ausbildung zum Fachinformatiker, im zweiten Lehrjahr (bin direkt im zweiten eingestiegen, da ich davor eine Ausbildung zum Mediengestalter gemacht habe, diese Bestanden und war zwei Jahre lang beruflich tätig war) und wohne jetzt alleine in einer kleinen Einzimmerwohnung. Die Miete muss ich selbst aufbringen vom Gehalt, da meine Familie mir da nicht helfen kann, im Grunde reicht das Gehalt um gerade so alle Rechnungen zu zahlen, jedoch bleibt mir dann am Ende immer 0€ für's Leben übrig (Essen, Trinken), weshalb ich nun mit dem Gedanken spiele Bafög oder Wohngeld zu beantragen. Ist das bei mir mit meiner Zweitausbildung möglich? Falls ja, welches wäre mehr angebracht, das Wohngeld oder Bafög? Oder könnte ich gar beides beantragen?

Bafög muss man ja soweit ich weiß später mal zurückzahlen, wäre das wirklich so clever dieses dann zu beantragen?

Ich bedanke mich schon mal für jede Antwort.

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 15

Hi,

da es sich um eine betriebliche Ausbildung handelt, gibt es so oder so kein Bafög. Das wäre hier dann Berufsausbildungsbehilfe. Da wird aber nur in seltenen Fällen eine 2. Ausbildung gefördert.

Wenn du keinen Anspruch auf Berufausbildungsbehilfe hast, dann könnte es Wohngeld geben. ABER: Für Wohngeld braucht man ein Mindesteinkommen. Wieviel Gehalt hast du denn? Bist du noch unter 25 (also Kindergeld?). Wieviel Miete zahlst du denn?

Wenn du nur deswegen kein Geld für Nahrung hast, weil du jetzt eine teure 2 Zimmer Wohnung hast, dann wird man dir natürlich nichts geben, da du dann über deinem Lebensstandard lebst und dann musst du Kosten senken. Ist dein Gehalt so niedrig, dann hast du vermutlich nicht das Mindesteinkommen für Wohngeld.

Ist es möglich noch nebenbei einen Nebenjob zu machen? Brauchen ja nicht 450€ zu sein, aber mal am Wochenende wo kellnern und monatlich 200-250€ würde dir ja dein Haushaltsdefizit wieder decken.

Kommentar von OrlandoBrando ,

Also ich kriege Netto 717€ raus und ja ich bin noch unter 25. Miete zahle ich im Moment 410€ (1-Zimmer Wohnung), mit allen anderen Rechnungen komme ich dann grob auf 300€ (Strom, Versicherungen, Auto, GEZ etc). Die Wohnung ist nur 1-Zimmer, also über meine Verhältnisse lebe ich da sicher nicht. Nebenjob wäre theoretisch möglich, aber am Wochenende pendle ich eigentlich meistens hin und her zur Familie.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Also naja.. ich hab netto fast das 3fache raus und zahle nur geringfügig mehr Miete. 410€ Kaltmiete bei 717€ Einkommen ist mehr als die Hälfte und man sollte nicht mehr als 1/3 ausgeben.

Du könntest aber dann mal versuchen Wohngeld zu beantragen. Im Internet gibt es auch einen "Wohngeldrechner". BAB wirst du vergessen können.

Kommentar von ellaluise ,

Bis zum 25.Geb. wird es noch Kindergeld geben und auch rückwirkend ab Ausbildungsbeginn.

Antwort
von TreudoofeTomate, 21

Gemäß § 20 Abs. 2 WoGG ist auf Haushalte, zu denen ausschließlich Personen gehören, die dem Grunde nach Anspruch auf BAföG oder BAB haben, das Wohngeldgesetz nicht anzuwenden.

Du solltest also erst einmal ausschließen, dass du dem Grunde nach Anspruch auf BAföG hast und kannst dann Wohngeld beantragen. Beides gemeinsam ist nicht möglich.

Antwort
von auchmama, 30

Da für Beides wesentlich mehr Angaben nötig sind, solltest Du Dich bei den jeweiligen Ämtern direkt erkundigen. Stell Anträge und Du weißt es ganz genau!

Alles Gute

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