Frage von moblo, 49

Wohngeld möglich obwohl noch kein Kindergeld gezahlt wird?

Ein EU-Zuwanderer mit 4 Kindern erhält bis auf Weiteres noch keine Kindergeld (lange Bearbeitungszeiten). Da Miete et cetera bezahlt werden müssen, würde er gerne Wohngeld bekommen, beantragt ist es. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für KG soll eineinhalb Jahre betragen. Nun habe ich gehört, dass

  1. vor der Genehmigung bzw. Auszahlung des KG kein Wohngeld berechnet und ausgezahlt wird
  2. sein Einkommen viel zu gering wäre, um Wohngeld zu bekommen

Er hat für 6 Personen ungefährt 1450,00 E Einkommen + 300,00 € Elterngeld.

Was ist zu tun?

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 30

Das die Bearbeitung des Kindergeldes schon mal paar Monate dauern kann ist mir bekannt,aber selbst bei EU - Auswanderern sollte es nicht länger dauern,dass habe ich zumindest noch nicht gelesen bzw.gehört !

Es kann schon einen Unterschied machen ob man Kindergeld bekommt oder eben noch nicht,es hat zwar keinen Einfluss auf die evtl.Höhe des Wohngelds,aber es kann dazu dienen das man das benötigte Mindesteinkommen erreicht.

So wie das Elterngeld auch,dass wird bis zu 300 € nicht als Einkommen angerechnet,wenn sie also nur 300 € staatliches Mindestelterngeld bekommt,dann wird das nicht als Einkommen mindernd angerechnet,sondern max. nur um die Höhe des erforderlichen Mindesteinkommens von 80 % des Bedarfes nach dem SGB - ll ( ALG - 2 oder auch Hartzt - 4 ) zu erreichen.

Die Eltern müssten schon mal min. 2 x 364 € Regelsatz haben,also 728 € und dazu kommen dann noch die Regelsätze der Kinder,dass eine muss ja noch ein Baby sein,wenn sie Elterngeld bekommt,dann steht diesem schon mal ein Regelsatz von 237 € zu.

Das gilt für Kinder von 0 - 5 Jahren,ab 6 - 13 Jahren sind es dann 270 €,von 14 - 17 Jahren dann 306 € und von 18 - 24 Jahren sind es 324 €.

Ab dem 25 Lebensjahr bildet man seine eigene BG - ( Bedarfsgemeinschaft) und dann steht einem der derzeitige volle Regelsatz ( 2016 ) von 404 € zu.

Dazu kommt dann die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und von diesem Bedarf ( Regelsätze + die KDU ) braucht man min.80 % um ggf.Anspruch auf Wohngeld zu haben.

Sollte das also auf Grund des fehlenden Kindergeldes mit dem Mindesteinkommen nichts werden und das Wohngeld abgelehnt werden,dann könnten sie mit dem Ablehnungsbescheid eine ALG - 2 Aufstockung beim Jobcenter beantragen.

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