Frage von kkurz, 36

Wohngebäudeversicherung bei Kauf akzeptieren?

Ich habe zwei Eigentumswohnungen in einem Mehrfamilienhaus mit 3 Wohnungen gekauft. Verkäufer war der Bewohner der dritten Wohneinheit, die er noch immer bewohnt.

Nach dem Kauf und der Eintragung im Grundbuch (wohlgemerkt ein Kampf, bis es zu diesem Schritt kam) hat der Verkäufer sich nach Aufforderungen geweigert, die Unterlagen der Wohngebäudeversicherung auszuhändigen.

Nun, 2 Monate später, haben wir die Unterlagen im Zuge einer Eigentümerversammlung erhalten. (Es gibt noch keinen Verwalter, haben wir aber gewählt)

Beim Blick in die Versicherungsunterlagen wurde uns allerdings ganz anders:

1) Die Versicherungsgebühren sind immens hoch! Nach erster Recherche liegt das vor allem daran, dass eine falsche Wohnfläche angegeben wurde. Die reale Wohnfläche (Berechnung liegt vor) ist 130m² geringer (ca. 35%) als die aktuell versicherte Fläche.

2) Die Versicherung wurde erst 1 Monat vor Abschluss des notariellen Kaufvertrages abgeschlossen. Das Gebäude war zuvor wohl 5 Jahre unversichert. Dieser Punkt ist besonders interessant, da wir unsere Wohnung schon 1 Jahr zuvor als Mieter bewohnt haben und die Versicherung in den Nebenkosten abgerechnet wurde.

3) Der Verkäufer hat die Versicherung mit seiner eigenen Firma (Versicherungsvermittlung) abgeschlossen. Eventuell also möglich, dass hier sogar Provisionen kassiert werden. Bei einem Check auf der Homepage der Versicherung ist der Vertrag mit gleichen Konditionen schon 300€/Jahr günstiger.

Zwischen den Zeilen kann man ja schon herauslesen, dass ich definitiv nicht damit einverstanden bin und mir jegliche Einsicht fehlt, die immens hohen Versicherungsgebühren zu zahlen.

Schließlich steht mir ja auch ein Sonderkündigungsrecht zu, dass durch die späte Aushändigung der Unterlagen allerdings verwirkt wurde.

Was kann man in so einem Fall tun?

Danke im Voraus für eure Ratschläge.

Antwort
von Buerger41, 9

Sie haben zu dem Komplex Ihres Wohnungskaufs mehrmals Fragen gestellt und auch umfassend Antworten erhalten. Vielleicht waren die für Sie nicht erschöpfend. Aber ich finde es merkwürdig, dass Sie die Ausführungen der Ratgeber in Ihren Kommentierungen verwenden, aber sich bei keinem für seine Mühen bedankt haben und auch kein Feedback gaben.

Das empfinde ich als charakterlos und undankbar.

Antwort
von AnglerAut, 23

Im Kaufvertrag gibt es im Normallfall eine Klausel, dass der Verkäufer alle ihm bekannten Belastungen, laufende Verträge und ähnliches dem Käufer mitgeteilt hat und dies wird vom Verkäufer noch einmal beim Notar bestätigt. Dort würde ich ansetzen, da dies hier ja offensichtlich nicht geschehen ist.

Kommentar von kkurz ,

Er ist auch verpflichtet dazu, stand leider nicht explizit im Kaufvertrag.... Die Verpflichtung besteht aber auch so.

Antwort
von Elizabeth2, 18

Das ist ganz einfach, bei2 Wohnungen von 3 Wohnungen hast du doch bei der Eigentümerversammlung die Mehrheit. Also stelle den Antrag auf Kündigung der Versicherung (Kündigungszeiten beachten) und gut ist. Punkt 2 ist Betrug. Wenn du das nachweisen kann, würde ich Anwalt einschalten. Eine Möglichkeit wäre natürlich, den Typ über dir dazu zu bringen, diese Versicherung vorzeitig zu kündigen, und du verzichtest auf Klage wegen Nebenkosten.

Kommentar von kkurz ,

Beweisen kann ich das, weil eben genau dieser Satz in den aktuellen Versicherungsunterlagen steht.

Ich will, dass er schon jetzt für die Mehrkosten der Versicherung aufkommt, da dies meine anteiligen Kosten in einem Jahr (Kündigunfsfrist) um ca. 450€ im Vergleich zu anderen Versicherungen nach oben treibt.

Antwort
von brummitga, 13

das riecht nach Betrug; aber da hat einer bestimmt gut daran verdient.

Ich würde einen Fachanwalt einschalten, denn das Thema ist für einen Laien zu kompliziert. 

Kommentar von kkurz ,

Daran geht wohl kein Weg vorbei...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community