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Wohin mit dem Sohn? Vater oder Mutter?

gefragt von Susann FrancoiseSusann Francoise am 08.04.2008 um 11:42 Uhr

Hallo. Ich würde gern objektive Meinungen hören. Ich habe Bekannte mit einem 6jährigen Sohn. Die Eltern haben sich schon vor 3 Jahren getrennt. Nun ist die Mama mit dem Kleinen allerdings nach HH gezogen und der Papa ist in B geblieben. Der Kleine hört nicht auf sie, ist nicht gruppenkompatibel, vermißt seinen Papa und und und. Ab Sommer soll er zur Schule. Was denkt ihr, wie man den Kleinen an die neue Situation am schonendsten heranführen kann? Bitte teilt mir jeden noch so kleinen Rat mit! Und sollte einer mehr Infos benötigen, einfach fragen! Vielen Dank!


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Reply


ImGampi
beantwortet von ImGampi am 8. April 2008 11:47
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Es ist so oder so eine Tragödie, welche sich leider millionenfach auf der ganzen Welt täglich abspielt. Wenn es sich einfach nicht anders einrichten lässt, denke ich aber doch, dass der kleine Mann bei seiner Mama, auf Dauer, besser aufgehoben ist. Allerdings, muss der Kontakt zu seinem Vater geregelt sein und auch eingehalten werden. Kinder brauchen definitiv beide Elternteile.

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 11:58

Und was hältst du/haltet ihr davon, wenn er sich den Kleinen für ´nen Monat oder so noch mal nach Berlin holt, Mama ihn ja auch besuchen kann und so und er ihm hier dann alles gaaanz langsam beibringt?! Er ihm die Situation erklärt, ihn in Ruhe darauf vorbereitet und der Kleine somit erfährt, dass er nicht allein ist, dass Papa ihm nicht verloren geht etc.!

Kommentar von Nordfriesin am 8. April 2008 13:40

Ein Kind braucht immer eine HAUPTBEZUGSPERSON und 1 zu Hause! Das vermittelt Sicherheit und das Kind kann "Wurzeln schlagen". Gleichzeitig braucht es natürlich auch das andere Elternteil! Dazu sollten ganz klar Besuchsregelungen geschaffen werden. Auch auf Distanz kann ein Vater ein guter Vater sein!

Kommentar von C8d3f6d10fc8cdba93db90ece3f90e6dsmallShira am 8. April 2008 13:16

DH, ImGampi!


Moon
beantwortet von Moon am 8. April 2008 11:57
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Wenn der Kleine so hin und hergerissen scheint, spiegelt er womöglich die Einstellung der Eltern wieder? Ziehen den bei Eltern an einem Strang? Sind sie derselben Meinung und vertreten diese auch gegenüber dem Kind? Wenn die Mutter beschlossen hat, in HH zu leben, mit dem Kind, dann sollte der Vater dem Kind ebenso suggerieren, daß der Umzug mit der Mama eine gute Sache ist. Der Vater sollte auf keinen Fall die Unsicherheit auf das Kind übertragen, Unsicherheiten und Fragen sollte er ausschließlich mit der Mutter klären und umgekehrt! Wenn das Kind spürt, der Umzug mit Mama ist o.k. und Papa freut sich mit, dann werden sich die Belastungen auch legen. Das allerwichtigste bei einer Trennung ist immer, dass die Eltern sich vor dem Kind einig sind und keine Diskussionen über oder mit dem Kind austragen. Das belastet so eine kleine Kinderseele nämlich sehr. Und wenn das Besuchsrecht geregelt ist , dann wird sich alles andere auch wieder einspielen. Die Mutter kann das Kind ja weiterhinn trösten und sagen, es ist o.k. daß du deinen Papa vermißt, ich vermisse meine Mama (Beispiel) auch und du kannst ihn jeden Tag anrufen oder ihm schreiben und an den Wochenenden und den Ferien besuchen.

Kommentar von Simple_avatar10smallWhisper08 am 8. April 2008 12:15

Hallo moon, ich glaube du hast genau den springenden Punkt getroffen. Der Kleine würde bestimmt viel besser klar kommen, wenn er nicht merken müsste, dass Papa mit dem Umzug nicht einverstanden ist. Und ich denke in den meisten Fällen (Ausnahmen gibt es) ist ein Kind besser bei der Mama aufgehoben. Zumal es bisher bei ihr gelebt hat. Sobald er in der Schule Freunde gefunden hat -was bei Kindern glücklicherweise sehr schnell geht- wird er sich auch in HH gut einleben.

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:21

Ja, das denke ich auch. Kinder gewöhnen sich ja schnell an neue Umstände. Es geht ja auch hauptsächlich darum, ob´s gut wäre, ihn für einige Wochen zu Papa zu holen, damit der ihm alles ganz in Ruhe beibringen kann und der Kleine weiß, dass Papa nach wie vor da ist, er jederzeit zu ihm kann und alles geklärt ist!?

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:16

Das war eine wirklich tolle Antwort. Ich danke dir dafür. Die beiden sind natürlich nicht im geringsten einer Meinung. Aber davon bekommt der Kleine nichts mit (denke und hoffe ich). Aber er merkt ja schon, dass der Papa traurig ist. Auch wenn dem Vater gar nicht bewußt ist, dass er ihm dieses Gefühl vermittelt. Ich weiß jedoch nicht, wie die Mama sich vor dem Racker gibt. Ob sie ihm das Gefühl vermittelt, beide Elternteile nach wie vor zu haben oder ob sie die Sache runterspielt und eher hofft, dass der Kleine Papa gar nicht mehr so oft sehen will. Das kann ich nicht sagen. Aber ich werde den Kommentar an ihn weiterreichen und ihm sagen, dass es wirklich wichtig ist, dass ihm beide genau die gleiche Ansicht vermitteln. Empathie ist alles. Ich danke dir vielmals. Hat mich auf eine gute Idee gebracht deine Antwort.

Kommentar von A0fc7a6b9daf733da0cf5d86e1f16950small Moon am 8. April 2008 12:21

Ich freue mich, daß ich dir mit meiner Antwort helfen konnte, meine Erfahrungen haben eben gezeigt, dass die Kinder nicht unbedingt unter der Trennung an sich leiden, sondern darunter leiden , wenn Papa oder Mama ihre traurigen oder verärgerten Gefühle wegen der Trennung auf das Kind projezieren.


AJWhv
beantwortet von AJWhv am 8. April 2008 11:47
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Am besten wäre es wenn er beide Elernteile in der nähe hat, es scheint so das er ohne seinen Papa nicht kann! Ein geregeltes Besucherrecht für den Papa kann einiges lindern!

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:01

Ich finde es nur sehr frech, dass die Mama, ohne dass Papa auch nur irgendwie mitsprechen konnte, nach Hamburg gezogen ist. Ist halt ihre alte Heimat. Aber für den Kleinen ist´s ´ne riesen Umstellung. Alte Wohnung weg, Freunde/Nachbarn weg und, am schlimmste, Papa nur noch alle zwei Wochen. Und Mama sagt, er solle mit ihm in Hamburg bleiben, wenn er ihn sehen will, damit er dort endlich Fuß faßt und nicht ständig hin und her gerissen wird. Ich denke jedoch, dass der Kleine die Wochenenden in Berlin einfach nur als tollen Urlaub bei Papa ansieht. Was denkst du? Schadet ihm das?

Kommentar von 0ff8b2b6e698038b70253829685dd176smallAJWhv am 8. April 2008 12:06

könnte zu schwierigkeiten kommen, das er gar nicht mehr zur mama zurück möchte! Aber man müßte es probieren, ob es klappt und wenn nicht muß die alte lösung wieder ran! Wenn zwei sich trennen ist das kind immer leidtragene, leider!!!

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:11

Du denkst also auch, einen versuch wär´s wert? Ich mein, so´n Kind ist ja nicht blöd. Und der wird sich da schon dran gewöhnen und die Situation verstehen und auch irgendwann akzeptieren können. Ganz sicher. Aber wieso muß das Kind immer zur Mama? Gut, ich würd mein Kind auch NIEMALS weggeben. Aber wenn der Kleine doch zu Papa will. Wieso läßt man das Kind nicht entscheiden? Gibt´s da überhaupt Mittel und Möglichkeiten, wenn ein Sechsjähriger aussagt, wo er leben möchte. Wenigstens erstmal für ´n paar Wochen oder so.

Kommentar von 0ff8b2b6e698038b70253829685dd176smallAJWhv am 8. April 2008 12:29

Ab wann ein Kind selber entscheiden kann,könnte dir evt das jugendamt beantworten!


Saga28
beantwortet von Saga28 am 8. April 2008 11:51
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Arbeite in einem Kinderheim,da sehe ich sowas oft... Auf jeden Fall sollte regelmäßiger Kontakt mit dem Vater stattfinden...Das kann telefonieren,Briefe schreiben etc. sein... Der Vater sollte sich auch sehr oft melden,da der kleine sonst das Gefühl bekommt er hat keinen Papa mehr...Meistens fühlen sich die Kinder nach einer Trennung alleine gelassen...Wenn er aber merkt das der Papa sich für ihn interessiert,sollte es besser klappen...

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:03

Das Problem ist ja, dass der Kleine scheinbar genau merkt, wie schlecht es seinem Papa geht. Und darunter leidet er auch sehr. Er war immer ein nettes und aufgewecktes Kerlchen und legt nun das krasse Gegenteil an den Tag. Ist das nur ´ne Phase? Bis er sich dran gewöhnt hat? Und was hältst du von dem Vorschlag den ich "ImGampi" gemacht habe?

Kommentar von Simple_avatar2smallSaga28 am 8. April 2008 12:14

Ihn jetzt nochmal zum Vater und dann wieder zurück zur Mutter würde alles nur noch schlimmer machen...Der Vater muss ihm jetzt per Telefon oder sonstigen zeigen das es ihm gut geht...ob es eine Phase ist kann ich nicht sagen,das ist bei jedem Kind anders...Er muss auch auf jeden Fall den Vater zu hause besuchen...Damit er weiss das er da ein 2. zuhause hat,wo er gerne sein darf...

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:25

Denkst du? Hm! Ich dachte, es wäre gut für den Kleinen könnte er sowas wie ´nen längeren Urlaub bei Papa machen, um dort auf alles vorbereitet zu werden. Schule, das Leben bei Mama, neue Kinder etc.! Ich dachte, wenn der Kleine merkt, dass Papa seinen Umzug befürwortet und ihm die positiven Dinge näher bringt, ihm aber trotzdem zeigt, dass er immer willkommen ist und so, wäre das gar nicht so schlecht...


Mietnormade
beantwortet von Mietnormade am 8. April 2008 11:58
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Zunächst sollte man das Kind befragen.

Je nach Wunsch des Kindes solten sich die Eltern auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einigen. Möchte er zu Mama ok will er zum Papa auch gut.

Wenn die Eltern es einrichten können sollte man dem Partner ein großzügiges Umgangsrecht einräumen und gut. Kinder brauchen üblicherweise beide Elternteile. Pauschal zu sagen ein Kind braucht nur die Mama oder nur den Papa wird der Erziehung nicht gerecht.




Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:19

Ja, das ist klar. Müssens chon beide greifbar sein. Aber du denkst auch, dass mein ein sechsjähriges Kind entscheiden lassen kann?! Ich mein, noch ist der Kleine ja im Kindergarten. Sollte er jetzt erstmal zum Papa gehen und würde dann merken, dass die Mama doch zu sehr fehlt, kann er ja noch immer zurück und hat so ja nichts verpaßt oder so. Und ihm wird klar, dass er die Entscheidung, nun doch bei Mama zu wohnen selbst gefällt hat.

Kommentar von Simple_avatar4smallMietnormade am 8. April 2008 12:52

Das Kind wird keinen Schaden nehmen wenn es selber entscheidet. Wer außer dem Kind kann schon sagen wo er lieber ist? Wenn die Eltern 3/4 vernünftig Miteinander umgehen wird das Kind die für sich richtige Entscheidung fällen. Auch wenn es für einen Elternteil immer etwas komplizierter wird.(Der Teil der nur Besuchen darf).

Kommentar von Nordfriesin am 8. April 2008 14:36

Man sollte natürlich den Wunsch wo das Kidn leben möchte "beachten" aber noch viel wichtiger ist es WER von den beiden Elternteilen hat die besseren Voraussetzungen um für das Kind im Alltag ein guter Elternteil zu sein! Nicht alle Väter sind Vorbilder und können den Kindern das geben was die Mütter meistens in der Lage sind zu "geben"! Darauf solte ganz klar geschaut werden. Sowas kann man einem 6 jährigem Jugen schon erklären!


anonym
beantwortet von Nordfriesin am 8. April 2008 13:45
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ich habe persönlich jetzt bald so eine Situation vor mir. Mein Sohn und ich ziehen 700km entfernt vom Vater (mein Exmann) um. Ich wollte eigentlich nicht verantwortlich sien dafür dass die beidne sich nicht mehr jede Woche sehen können aber meine aufgetretenen psychischen Symptome wiesen darauf hin dass ich doch in meine Heimat gehen MUSS!!! Jetzt heisst es Regelungen zu schaffen für einen geregelten Umgang zwischen den beiden.

Es steht für mich gar nicht zru Debatte dass mein sohn beim Vater lebt! ich war von Beginn an Hauotbezugsperson (auch als wir noch zusammen waren). Der Kontakt soll natürlich bestehen bleiben aber ein Kind braucht 1 Zu Hause um Sicherheit zu spüren. Wichtig ist nru dass das Kind sich vom entfernt lebendem Elternteil geliebt fühlt und beide ELTERN an einem Strang ziehen. Sobald Rivalitäten auftreten zwischen den Eltern wird das Kidn es spüren und im Konflikt stehen!

Hier heisst es nun TRÖSTEN und VERSTÄNDNIS haben für die Gefühle des Kindes! Sicher gehen dass es sich nicht schuldig fühlt!!!

Kommentar von 1fbd04cbe07943860c54a31479062621smallMaienblume am 8. April 2008 14:06

Und auch Du sollst Dich nicht schuldig fühlen!

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft. <LG>

Kommentar von Nordfriesin am 8. April 2008 14:33

Danke!! Durch meine aufgetretenen psychischen Probleme (Panikattacken) habe ich viel gelernt! Seitdem habe ich erst meine Schuldgefühle loswerden können. Ich glaube das musste alles so kommen damit ich das tue was für MICH am besten ist! Solange ich mich glücklich mache, mache ich auch mein Kind glücklich! Das musste ich aber erst lernen. Bin fast 4 Jahre getrennt von meinem Mann unn war 3 Jahre total unglücklich und hatte extreme Schuldgefühle! JETZT bin ICH mal dran für MICH was zu tun!!!


schildi
beantwortet von schildi am 8. April 2008 11:54
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Ja die armen Kinder ,sie sind immer die die am meisten unter einer Trennung leiden. Ich glaube es braucht alles seine Zeit, wenn er den Papa regelmäßig sehen kann wird es sich vielleicht daran gewöhnen und sich auf die Zeit mit seinem Papa freuen. Aber wie schon geschrieben es braucht seine Zeit es geht nicht so schnell. Die Besuche sollten vor allem regelmäßig sein, das glaube ich, ist sehr wichtig.

Kommentar von Baa62349a24a7796116785784f54b149smallSusann Francoise am 8. April 2008 12:04

Und sollten die Besuche ausschließlich in Hamburg stattfinden oder denkst du, dass Papa ihn problemlos mit nach Hamburg nehmen kann. Würde das dem Kleinen schaden? Nein, oder?!


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