Frage von Goldfinger79, 21

Wohin geht es beruflich?

Hallo!

Ich habe nach einer Ausbildung und mehreren Jahren Berufserfahrung ein Studium der Pädagogik absolviert und abgeschlossen. Während der Zeit des Studiums kamen immer schon mehr und mehr Zweifel bezüglich der Studienwahl auf. Aber ich wollte das um jeden Preis durchziehen und schaute nicht links und rechts, auch aufgrund eines bereits abgebrochenen Studiums vorher. Während der Zeit des Studiums habe ich in ein paar Jobs im Sozialbereich gearbeitet, allerdings merkte ich immer mehr dass ich in dem Bereich nicht alt werden möchte und das das Ganze labern um "Problemmenschen" und "wir sind alle so sozial" nicht unbedingt mein Thema ist. Und von Geldverdienen oder sogar reich werden in diesem Bereich ganz zu schweigen. Geld verdienen. Richtig viel Kohle machen. Ja, das ist es, was mich immer schon angetrieben hat. Besser sein als andere. Ja! Deshalb beschäftige ich mich auch schon seit Jahren immer mehr mit Themen zu Finanzen, Wirtschaft, Selbständigkeit etc.

Nun meine konkrete Frage: Ich sehe im Moment ab und zu keine beruflichen Möglichkeiten mehr für mich. Mit meiner Grundausbildung kann ich nichts mehr anfangen da schon zu lange weg. Mit dem Studienabschluss will ich nichts anfangen da ich in dem Bereich nicht arbeiten möchte bzw. mich dort absolut nicht wohl fühle und keine Zukunft sehe. Also habe ich zwei Möglichkeiten: Hilfsarbeiter oder Selbständigkeit. Erstere scheint mir nicht so prickelnd. Das kenne ich schon aus Jobs während meiner Studienzeit. Selbständigkeit scheint mir am passendsten. Oder welche Jobs gibt es noch für akademisch gebildete Menschen mit Berufserfahrung, Ehrgeiz und Motivation ordentlich Geld zu machen? Quereinsteigerberufe? Welche Möglichkeiten seht ihr? Vielleicht übersehe ich was? Ich will hoch hinaus und denke ich habe mir mit der falschen Studienwahl und dem durchziehen beruflich alles verbaut.

Danke!

Bin übrigens M, 35.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 11

Hallo Goldfinger79,

ich denke, der Ansatz ist vielleicht ein anderer, und zwar würde ich das Studium nicht einfach dabei gedanklich ad acta legen, sondern es mit in die weitere Planung einbauen, ohne die 'sozialen Problemmenschen'.

Pädagogik hat doch auch noch viele andere Facetten, die sich auch in einer selbständigen Tätigkeit integrieren lassen. Und Integration ist da auch schon das Stichwort. Wir haben jede Menge neue Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der zu uns gekommenen und weiterhin ankommenden Flüchtlinge. Noch gibt es da einige Marktlücken und gute Nischen.

Da gibt es sicherlich Kombinationsmöglichkeiten, zumal der Staat dazu einiges an Geld locker machen wird. Spontan und aus dem Bauch heraus fallen mir ein: Nachhilfeinstitut eröffnen mit muttersprachlichen und bereits guten Deutschkenntnissen ausgestattete Lehrer aus diesen Ländern.

Investitionskosten sind relativ gering, Bezahlung kann man selbst aushandeln und vor einer Sättigung des Marktes den Laden gut verkaufen.

Das war nur ein Beispiel, vielleicht bringt es neue Impulse für weitere Gedanken. Viel Erfolg :-)

LG

Buddhishi

Antwort
von Dahika, 4

Ich fürchte, um richtig viel Knete zu machen, hast du das Verkehrte gelernt. Berufe aus dem sozialen Bereich machen nie viel Geld.

Es sei denn, du machst dich als "Seelenfänger" selbständig, aber das muss man dann halt mit seiner eigenen Ethik vertreten können.

Antwort
von rotreginak02, 7

Hallo Goldfinger79,

Geld verdienen. Richtig viel Kohle machen. Ja, das ist es, was mich immer schon angetrieben hat.

Diese Aussage irritiert mich etwas, denn dazu passt dein Lebenslauf und die Studienwahl "Pädagogik" überhaupt nicht. Da wäre dann ein Medizin-, BWL-, Maschinenbau- oder ähnliches Studium angebrachter gewesen.

Dass dir schon während des Päda-Studiums Zweifel kamen, kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen, dass du es dann doch durchgezogen hast, eher nicht. Ich habe selber mal ein solches Studium weit nach dem erfolgreichen Vordiplom abgebrochen... und dann ein (europäisch orientiertes) BWL-Studium durchgezogen. Anschließend war ich in einigen europäischen Ländern beruflich unterwegs.

Also habe ich zwei Möglichkeiten: Hilfsarbeiter oder Selbständigkeit.

Das sehe ich nicht als einzige Alternativen. Zumal "Selbständigkeit" in vielen Fällen nicht zu "ordentlich Geld machen", sondern zu Geschäftsaufgabe und Insolvenz führt.

Ein Patentrezept für deine berufliche Situation und Zukunft, zumal du bereits 35 bist, kann dir niemand liefern, aber über einen Quereinstieg nachzudenken, schadet sicher nicht. Je nachdem, wie realistisch es mit deinen sonstigen beruflichen Qualifikationen und Softskills einhergeht.

Mit einer pädagogischen Vorbildung kann man auch in mittleren bis großen Firmen im Bereich "Human Resources" arbeiten.....

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