Frage von SCHMUDTLER, 145

Wohin das Geld, Bank, Zinssätze?

Angenommen man bekommt bei der Sparkasse 0 % Zinsen auf sein Girokonto und auf das Konto seiner DKB-Visacard 0,7 % im Jahr... was spricht dagegen, den Großteil seines Vermögens (keine Anlagen) auf das DKB-Konto zu transferieren?

Gibts da irgendwelche Sicherheitsbedenken?!?!

Antwort
von catchan, 78

Bei einem Girokonto musst du auch auf die Kosten achten. Kostenführungsgebühren, Gebühren für einzelne Leistungen wie Überweisungen,... Zudem ist für mich bei einem Girokonto wichtig relativ einfach an Bargeld zu kommen. Die Sparkasse verfügt über ein Netz von Filialen. Wie macht das die DKB?

Stell einfach mal die Kosten von den beiden Girokonten mit den möglichen Zinsgewinn gegenüber und geh dorthin wo du unterm Strich günstiger weg kommst. 

Denn von der Sicherung her ist es gleich. 

Kommentar von SCHMUDTLER ,

Beide Konten sind für mich komplett kostenfrei. Keine Kontoführungsgebühren, keine Gebühren für diverse Leistungen.   Die DKB beschränkt sich hauptsächlich auf das online-Banking Geschäft und hat somit nur ein paar wenige Niederlassungen - keine Filialen.

Dankeschön!

Kommentar von catchan ,

Ich lese gerade, dass es sich hierbei nicht um ein klassisches Girokonto handelt, sondern vermutlich eher um ein Tagesgeldkonto handelt. 

Um Äpfel mit Äpfeln vergleichen zu können, solltest du durchaus gleichwertige Modelle gegenüber stellen. Sprich: das Tagesgeldkonto solltest du mit dem Tagesgeldkonto der Sparkasse vergleichen, auch wenn ich bezweifle, dass die Sparkasse einen solchen Zinssatz anbieten kann.  

Kommentar von SCHMUDTLER ,

Ich vergleiche ein Girokonto der Sparkasse mit dem Guthabenkonto meiner DKB-Visacard.

Bei Beantragung einer Visacard bei der DKB wird einerseits ein ganz normales Girokonto mit angelegt (da habe ich einen Zinssatz von 0,1 %) und gleichzeitig ist an die Visacard auch ein Guthabenkonto geknüpft (0,7 %)

Kommentar von FooBar1 ,

Sparkasse hat viele Automaten. Ok. Aber mit der ein VISA kannst du an allen Automaten kostenfrei abholen. Nicht nur Sparkasse

Antwort
von grubenschmalz, 51

Solange es nicht mehr als 100 000 Euro sind, spricht da nichts gegen. Es gibt aber durchaus auch bessere Angebote, Tagesgeld. ZB bei Moneyou oder der Opelbank. Was man länger nicht benötigt, geht auch Festgeld oder Aktien(Fonds) bzw Anleihen

Kommentar von lesterb42 ,

Tagesgeld Opelbank: 0,85, moneyou 0,95. Ist in der Tat etwas besser aber nicht viel. 100.000 € Grenze beachten ist wichtig.

Antwort
von BurkeUndCo, 68

Kein Problem, auch diese Konten sind bis mindestens 100 000 Euro abgesichert.

Kommentar von grubenschmalz ,

Wobei die Absicherung auch leistungsfähig sein muss. Bei einer griechischen oder spanischen Bank würde ich auf die 100000 Euro Grenze nicht vertrauen, obwohl die das auch offiziell haben.

Antwort
von chokdee, 57

Sicherheitsbedenken sehe ich bei der DKB nicht.

Allerdings glaube ich, dass du durchaus bessere Angebote erhältst. Du musst es ja nicht mit dem Sparbuch vergleichen.

Kommentar von SCHMUDTLER ,

Es geht mir hier jetzt nur um kleinere Geldbeträge von unter 10.000 Euro, die ich kurzfristig irgendwo parken kann. Schadet ja nicht, wenn man trotzdem ein paar Euro mehr Zinsen als anderswo bekommt.

Antwort
von schalkeattacke, 60

Welchen Sinn macht es? Wir befinden uns in der Deflation. langfristig gibt es nur einen sicheren und renditestarken Weg und das sind Sachwerte.

Ansonsten sind 0,7% besser als 0% ;)

Kommentar von BurkeUndCo ,

Falsch, diese Empfehlung gilt bei einer Inflation.

Bei einer Deflation wird der Kaufwert des Geldes immer größer. Und das bedeutet, dass man auch ohne Zinsen nach einem Jahr mehr kaufen kann, also mehr Sachwerte pro Geldeinsatz erhält.

Kommentar von schalkeattacke ,

Das ist so nicht ganz richtig. Man muß das als ganzes sehen

Kommentar von schalkeattacke ,

Was ist eine Deflation?Wie entsteht sie und welche Auswirkungen bringt sie mit sich? Bedeutung der DeflationUnter Deflation versteht man ein wirtschaftliches Phänomen, bei welchem die Kaufkraft des Geldes ansteigt. Für eine gleichbleibende nominale Menge an Geld können durch den Rückgang der Preise für Güter mehr Waren gekauft werden. Die Kaufkraft der Konsumenten steigt somit an. Allerdings sind nicht alle Güterpreise flexibel. Es gibt in der Regel immer einige Güter, die von deflationären Tendenzen verschont bleiben und in der Deflation zu Luxusgütern werden können. Die direkten Auswirkungen einer Deflation äußern sich neben einem Kaufkraftgewinn auch in Form von Gewinnrückgängen. Außerdem profitieren Gläubiger von einer Deflation. Ihr Kapital hat einen höheren Wert, als vor der Inflation. Schuldner sind dagegen die Verlierer der Deflation.  Sie müssen einen nominalen Geldbetrag zurückzahlen, der dem Wert der finanzierten Güter vor der Deflation entsprach. Durch den Preisverfall des finanzierten Gutes erleiden sie einen Verlust. Bei der Deflation handelt es sich um den gegenläufigen Effekt der Inflation. Während man unter der Inflation das Ansteigen des allgemeinen Preisniveaus versteht, handelt es sich bei der Deflation um den Preisverfall. Direkte und indirekte AuswirkungenBei Deflationstendenzen kommt es - wie bei Inflationstendenzen auch - oftmals zu einem dauerhaften Spiraleffekt. Zu erst sinken die Preise für bestimmte Güter, beispielsweise für Verbrauchsrohstoffe wie Öl oder Industriemetalle. Sinkende Konjunkturerwartungen lassen die Preise für Aktien fallen. Anleger verlieren Geld. Die Konsumenten werden verunsichert und halten sich zurück. Die Industrie und der Handel reagiert auf steigende Kaufzurückhaltung und den Nachfragerückgang mit niedrigeren Produktionszahlen, Preissenkungen und Sonderangeboten. Im Zuge der konjunkturellen Abschwächung werden in der Regel auch Einstellungen vermieden und Arbeitskräfte entlassen. Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten sinkt weiter. Der Konsumgüterpreisverfall setzt sich weiter fort. Im Bereich von Investitionsgütern kommt es ebenfalls zu starken Preisrückgängen, da viele Verbraucher große ausgaben vermeiden (beispielsweise für Autos). Im klassischen Fall einer starken Deflation beschleunigen sich diese Prozesse immer weiter, da Verbraucher mit weiter fallenden Preisen rechnen und Investitionen und Anschaffungen folglich heraus zögern.Mögliche Gegenmaßnahmen der BankenAllerdings stehen den Zentralbanken mittlerweile viele verschiedene Mittel zur Verfügung, um eine Deflation zu verhindern oder auszubremsen. Bekannte Maßnahmen zur Bekämpfung deflationärer Tendenzen sind zum Beispiel Konjunktur- programme, bei denen die Regierungen betroffener Länder massive Ausgaben tätigen, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 verabschiedete die Regierung gleich mehrere Konjunkturpakete, um eine Abschwächung der Wirtschaft zu verhindern. Allerdings sind derartige Programme meist mit einer gigantischen Neuverschuldung des Staates verbunden, was langfristig zu hohen Inflationsraten oder sogar einer Hyperinflation führen kann. In diesem Fall drohen den Menschen ein massiver Kaufkraftverlust und große Vermögensverluste, wenn Vermögen nicht rechtzeitig in Sachwerte investiert wird. Zu bedeutenden Deflationen kam es während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren, in den 1990er Jahren in Japan und im Jahr 2001 in Argentinien. Der aktuellste Fall einer Deflation ist seit 2009 Irland, wo die Preise im Januar um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr fielen.

Quelle ist nicht mehr bekannt :)

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