Frage von Reality010, 127

Woher weiß man, dass die Bibel wirklich Gottes Wort ist und nicht Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes?

Antwort
von Philipp59, 68

Hallo Rality010,

dazu folgende Überlegung: Wenn Gott den Weg gewählt hat, Menschen dazu zu gebrauchen, sein Wort niederzuschreiben, wäre er dann nicht auch in der Lage, kenntlich zu machen, in welchen Schriften er dieses Wort darlegen ließ?

Der Begriff "Bibel" leitet sich von dem griechischen Wort "biblia" her, was "Büchlein" oder "kleine Bücher" bedeutet. So besteht die Bibel eigentlich aus 66 "kleinen Büchern", die zu einer Art "göttlichen Bibliothek" (auch Bibelkanon genannt) zusammengestellt wurden.

Jedes dieser Bücher muss bestimmte Merkmale aufweisen, die es als von Gott inspiriert kenntlich machen. Die Bibel fängt ja bekanntlich mit den fünf Büchern Mose an. Diese wurden von den Israeliten von Anfang an als von Gott stammend anerkannt.

Andere Bücher, die folgten, mussten in Übereinstimmung mit den Grundsätzen bzgl. der Anbetung Gottes, die in diesen fünf Büchern (auch "Pentateuch" genannt) dargelegt sind, sein.

Wer legte nun aber fest, welche Bücher zum Kanon der Bibel gehörten und welche nicht? Wie gesagt, entscheidend waren gewisse Merkmale göttlicher Urheberschaft. Das Buch "Die ganze Schrift ist inspiriert und nützlich" sagt dazu folgendes: "Nach jüdischer Überlieferung hat Esra damit begonnen, den Kanon der Hebräischen Schriften zusammenzustellen und eine Liste davon anzufertigen, und Nehemia soll ihn vollendet haben. Esra war für eine solche Arbeit bestens ausgerüstet, da er selbst einer der inspirierten Bibelschreiber sowie ein Priester, Gelehrter und amtlicher Abschreiber heiliger Schriften war (Esra 7:1-11). Es gibt keinen Grund, die traditionelle Ansicht zu bezweifeln, daß der Kanon der Hebräischen Schriften gegen Ende des fünften Jahrhunderts v. u. Z. festgelegt war" ("Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich", Seite 300, hrsg. von Jehovas Zeugen).

Eine Bestätigung dieser Auswahl ist darin zu sehen, dass Jesus Christus und die frühe Christenversammlung den damals bestehenden Bibelkanon als echt anerkannte, indem sie immer wieder daraus zitierten. Mit Bezug auf den hebräischen Teil des Bibelkanon sagte Jesus einmal: "Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass sich alles, was im Gesetz Mose und in den PROPHETEN und Psalmen über mich geschrieben steht, erfüllen muss" (Lukas 24:44).

Man kann also sicher sein, dass Gott überwachte, welche Bücher in die Sammlung inspirierter Bücher aufgenommen wurden und welche nicht. Bezeugt wird das zusätzlich auch durch die innere Harmonie der Bibel.

LG Philipp

Kommentar von earnest ,

Deine "gewissen Merkmale göttlicher Urheberschaft" finde ich interessant. 

Sie sind insbesondere deswegen interessant, weil man, objektiv gesehen, diese Merkmale nicht bemerkt.

Auch zum Beispiel dein letzter Absatz ist reine Spekulation.

Antwort
von qosimo, 69

Man weiß es nicht, man nimmt es an, das ist nur geraten, anderes Wort "Glaube".

"Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere".
(A. Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)

Dazu muss man ziemlich viel raten. Zunächst muss man mal raten, dass es sowas wie ein kosmisches Phantomzombie überhaupt gibt.

"Der glaubwürdige Gott ist nicht denkbar, ein denkbarer Gott ist nicht glaubwürdig".

Klar denkend sollte das bereits ziemlich schwer fallen, besieht man sich die Stories, die da behauptet werden, welche bei Licht der klaren Vernunft betrachtet an Hirnrissigkeit kaum zu überbieten sind.

Dann muss man die linke Hirnhälfte komplett abschalten, um die Vernunft tot zu legen, um Geschichten um jungfraupoppende Geister und verbotene Zauberbäume in Fabelländern, flammenschwertbewaffnete Türsteher und vieles mehr für bare Münze zu nehmen und schwupp, ist man im Märchenland.

Um dort zu bleiben, muss man in Zukunft hergehen, sich gegen jegliche Versuche von außen, das klare Denken wieder einsetzen zu lassen, mit aller Gewalt entgegen stemmen, durch Abstreiten, Negierung oder Umdeutung von Fakten und Ergebnissen, notfalls auch mit einfachen Beschimpfungen, der Nazikeule, Pegidavorwurf, etc, denn unterbewusst weiß man genau, setzt das Denken wieder ein ist es aus mit von wegen Traumland.

Kleine Anfänge der Vernunft werden mit dem Wort "Zweifel" beschrieben, dieser verteufelt. Sollte dies einsetzen, ab zum Schamanen, sich eine Auffrischung der Gehirnwäsche holen, diesen "bösen Zweifel" zu zerstreuen.

"Der menschliche Geist ist schwach. Mehr als drei Viertel der Menschen sind für die Sklaverei des absurdesten Fanatismus geboren. Die Furcht vor dem Teufel und vor der Hölle macht sie blind, und sie verwünschen den Weisen, der sie aufklären will. Der große Haufe unseres Geschlechts ist dumm und boshaft. Vergebens suche ich in ihm jenes Ebenbild Gottes, von dem es nach der Versicherung der Theologen den Abdruck in sich tragen soll".

(Friedrich der Große an Voltaire)

Antwort
von Othetaler, 119

Gottes Wort ist die Bibel, oder das neue Testament, auf das du dich wohl eher beziehst, bestimmt nicht. Das wird aber auch nicht behauptet. Die Evangelien sind bestenfalls durch Gott (Jesus) inspiriert. So man denn an einen Gott glaubt.

Und von wem die Evangelien wirklich geschrieben wurden ist auch nicht klar. Die Apostel, deren Namen darüber stehen, waren es aber ganz sicher nicht. Die Evangelien wurden lange nach deren Tod aufgeschrieben. Allenfalls die Brief können wirklich zugordnet werden.

Antwort
von aicas771, 94

Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften ("Büchern", Liedern (->Psalmen), Briefen, u.a.), die von vielen verschiedenen Menschen aufgeschrieben wurden. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie von Ereignissen erzählen, in denen der Gott Israels ("Jahwe"= "ich bin da") eine wichtige Rolle spielt.

Mittels dieser Schriften stellt sich der Gott Jahwe vor und beschreibt, wer er ist, wie er ist, was er von uns Menschen will, was er uns Menschen bietet. Insofern ist die Bibel insgesamt das Wort Gottes.

Entstanden sind diese Schriften über einen Zeitraum von rund 1500 Jahren (von den Büchern Mose bis zur Offenbarung des Johannes).

Die Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas sind eher Biographien über das Wirken Jesu, während das Evangelium von Johannes die Bedeutung von Jesus in den Vordergrund stellt.

Kommentar von earnest ,

Nein, mittels dieser Schriften stellen sich Menschen vor, wie sie sich Gott vorstellen. Und damit stellen sie ihren Gott anderen Menschen vor.

Antwort
von arevo, 85

Also die Bibel besteht aus dem AT und dem NT.

Es gibt nicht wenige Menschen, die meinen tatsächlich, was im AT steht, sei Gottes Wort.Dieser Glaube sei diesen Menschen unbenommen.

Anders verhält es sich beim NT, da es sich ganz sicher nicht um Gottes Wort handelt, sondern um Aufzeichnungen verschiedener Personen oder Redaktionen.

Kommentar von RipeClown ,

AT und NT ?

Kommentar von arevo ,

#RipeClown

Oh, Entschuldigung.

ATgleich Altes Testament und logischerwewise NT Neues Testament.

Antwort
von newcomer, 127

welche Bibelübersetzung meinst du ? Luther ? Einheitsübersetzung ?

Kommentar von Reality010 ,

Nein..nicht die von Luther. Ich meine die Einheitsübersetzung. 

Kommentar von newcomer ,

meine Antwort war auch spitzfindig. Fast alle Übersetzungen unterscheiden sich, ebenso die Evangelien der Evangelisten. Desweiteren wurde die Bibel lange Jahre nur mündlich weitergegeben und dabei ist einiges verloren gegangen und noch mehr hinzu gedichtet worden. Damit steht schon mal fest dass nicht alles Gott gesagt hatte. Wenn du dann noch in den Königen AT Sachen ließt dass Gott es wollte dass die Juden Krieg gegen andere Völker führten nur weil sie anderen Glauben hatten wird sehr schnell klar dass die Bibel geschaffen wurde um das Volk davon zu überzeugen an Kriegen mit zu machen weil ihnen gesagt wurde dass Gott es so will.

Kommentar von comhb3mpqy ,

im Alten Testament stehen ganz viele Prophezeiungen, die auch in Erfüllung gingen. Du kannst dich im Internet mal näher darüber informieren.

Kommentar von earnest ,

Da stehen auch ganz viele Prophezeiungen, die NICHT in Erfüllung gingen.

Antwort
von earnest, 51

Das weiß man nicht. Das kann man auch nicht wissen. Man kann es nur glauben.

Aber es gibt unzählige Menschen, die behaupten, es zu wissen. Beispiele findest du auch auf dieser Seite.

(P.S.: Auch die von verschiedenen Autoren stammenden Evangelien sind Teil der Bibel.)

Gruß, earnest

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 61

Hallo Reality,

die Evangelien vom Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sind Teil der Bibel.

Also bitte die Frage noch mal präzise!

Antwort
von comhb3mpqy, 71

In der Bibel stehen sehr sehr viele erfüllte Prophezeihungen, dass kann kein Zufall sein. Dies ist ein Grund, warum Menschen an Gott glauben. Weitere Gründe findest du auf meinem Profil, kannst ja mal vorbeischauen. :)

Kommentar von earnest ,

Mit anderen Worten: Man weiß es nicht. Man glaubt es nur.

Dein Hinweis auf dein Profil hat mit der Frage nichts mehr zu tun.

Antwort
von kdd1945, 17

Hallo Reality010,

Du fragst:

„Woher weiß man, dass die Bibel wirklich Gottes Wort ist und nicht Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes? “

"Man" gibt ´s nicht.

Hier bei Deiner interessanten Frage steht jeder für sich. Der eine glaubt an die göttliche Inspiration der Bibel (oder der genannten Evangelienschreiber), der andere glaubt ´s nicht.

Es zu "wissen" wird nicht einmal in der Bibel selbst verlangt. Dort heißt es in Hebräer 11, 6:

6 Und ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.

Oder in 2 Tim 3, 14-16:

14 ..Halte am Glauben fest... Von seiner Wahrheit bist du ja überzeugt. 15 Außerdem bist du von frühester Kindheit an mit der Heiligen Schrift vertraut. Sie zeigt dir den einzigen Weg zur Rettung, den Glauben an Jesus Christus. 16 Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben.

Ganz gut zur Unterscheidung von Glauben und Wissen sind auch die gerichtsgängigen Formulierungen:

"Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" und "ohne jeden vernünftigen Zweifel".

Weißt Du, ob morgen die Sonne wieder aufgeht? Aber Du verlässt Dich darauf, oder etwa nicht?

Warum ich überzeugt bin, dass die Bibel Gottes Wort ist?

Lies einige meiner Antworten.

Grüße, kdd


Antwort
von Andrastor, 124

Weil sie es von sich selbst behauptet, was ein ziemlich schwacher Grund ist, wenn man bedenkt dass man diese Worte ganz einfach niederschreiben kann.

Höret was ich zu sagen habe, denn es ist das Wort des allmächtigen Gottes!

Siehste, so einfach ist das.

Kommentar von earnest ,

Ich finde es sehr, nun ja, interessant, daß hier 3 "Daumen runter" stehen. 

Es ist wohl schwierig mit der Toleranz, gerade wenn man im Schutz der Anonymität ohne Argumente "abwerten" darf.

Kommentar von Andrastor ,

die Bewertungen interessieren mich nicht :)

ich versuche stets die Wahrheit zu repräsentieren und die bedarf keiner Bewertung, sie ist allgemein gültig, egal ob man ihr zustimmt oder nicht.

Was meine Meinung betrifft verhält es sich ähnlich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community