Frage von Feuerzeug26, 136

Woher weiß ich, ob ein verpflanzter Baum noch lebt?

Also, ich habe einen älteren Nußbaum, der steht aber viel zu nah an der Grenze und in Konkurrenz mit anderen Bäumen. Dieser Baum soll gefällt werden.

Ich habe von diesem Baum im September einen Ableger gefunden, ein etwa 1,50m hoher kleiner Nußbaum, der heimlich in einer Hecke gewachsen ist. Der Stamm, wenn man es so nennen kann, hat etwa einen Durchmesser von fünf cm, die Wurzel war eine sehr tiefe Pfahlwurzel und auch dick.

Ich habe etwa 50 cm tief gegraben, geschaut daß ich möglichst wenig Wurzeln beschädige aber dann eben doch irgendwann die Wurzel gekappt, da ein tieferes Graben in keinem Verhältnis stand.

Den Baum habe ich dann sofort an die vorhergesehene Stelle gepflanzt und gewässert. Nach einigen Tagen hat er die Blätter verloren (es war September) und logischerweise hat er so spät dann auch nicht mehr ausgetrieben.

Er hat aber Knospen und die sehen noch gut aus, werden die nächstes Jahr austreiben? Ich will nämlich schon einen Ableger von dem Nußbaum haben, bevor ich den anderen fälle. Aber Am besten fälle ich den im Winter, wenn er nicht im Saft steht. Kennt sich damit jemand aus?

Antwort
von mrlilienweg, 132

Wenn du den verpflanzten jungen Baum richtig eingeswemmt hast und ihm auch jetzt noch ab und zu etwas Wasser gibst, dürfte er anwachsen. Mit dem Fingernagel kannst du im März an einem dünnen Zweig die Rinde ankratzen, wenn sie grün und feucht ist ist alles ok. Dass der Junge Baum die Blätter fallen lassen hat ist eine Schutzmaßnahme des Baumes, es hilft gegen Austrocknung. 

Den alten Nußbaum kann man ab Herbst fällen wenn das Laub gefallen ist dann steht er nicht mehr im Saft. Über die Größe und den Zustand hast du ja nichts geschrieben. Wenn du noch nie einen Baum gefällt hast, wird es ohne Hilfe eines erfahrenen Kollegen schwer. Um einen Unfall zu vermeiden, wäre es schon besser du schaust dir nach einem erfahrenen Helfer aus, der auch das entsprechende Wissen und Werkzeug hat. Es gibt auch Firmen die Bäume fällen, es gibt auch Land- und Forstwirte die im Winter solche Arbeiten durchführen.  

Kommentar von Feuerzeug26 ,


Ich habe vor ein paar Wochen einen dicken Seitenast schon weggeschnitten, mit einer normalen Handsäge/Astsäge. Durchmesser war etwa - puh habe nicht nachgemessen - zwischen 15 und 20 cm. Ich hatte um die 30 Jahresringe gezählt...

Die anderen Äste schneide ich auch noch ab, aber so daß er sich überhaupt noch fällen läßt. Zur Zeit liegt der Schwerpunkt sehr ungünstig, der soll aufs Grundstück fallen und nicht auf die Straße und den frischgezogenen Zaun zerstören. Der Baum dürfte eine Höhe von rund sechs Metern haben, ist also kein Riese. Aber sehr verzweigt (gewesen), die sind ja nach und nach abgestorben weshalb ich den Baum auch fällen werde.

Baumschutzverordnungen gibt es bei uns nicht, bestenfalls für ne 500 Jahre alte Eiche.

Ich schneide den doch vorher so zurecht, daß der Schwerpunkt richtung Grundstück liegt, setze den Keil richtung Grundstück und lege ihn von der anderen Seite um. In die andere Richtung "kann" er ohnehin nicht fallen also selbst wenn er es würde, dann hinge er in einem anderen Baum.

Stammdurchmesser etwa 30 cm. Ich habe auch schon andere (ähnlich große) Bäume gefällt, wenn auch diese nicht so viele Seitenäste hatten. Es grenzt auch an kein Nachbargrundstück, also brauche ich auch nicht aus Haftungsgründen eine Firma. Was anderes wäre die große Erle die genau zwischen drei Grundstücken liegt und auch dreimal so hoch ist, das würde ich mir auch nicht zutrauen aber die soll ja auch bleiben ;)

Antwort
von WeinroteTraube, 107

Guten abend 😊
Also mit Fällen kenne ich mich nicht aus ...
Aber ich denke das der Baum das wegsteckt... du wirst ja nicht den gesamten wurzelballen beschädigt haben . Klar wirst nicht den kompletten ballen rausbekommen haben - aber wenn du Topfpflanzen umtopfst dann bleiben ja auch öfters welche hängen ... würde mir deswegen keine sorgen machen. Denke die bildet er schnell neu nach ...

Es kann natürlich auch sein das er nun wegen der Kälte und der Jahreszeit die blätter verliert ...

Habe mal gehört man soll mal einen kleinen Ast abbrechen . Wenn da noch Saft kommt bzw. Der feucht ist dann ist alles ok . Wenn der ausgetrocknet ist ind sofort abbricht dann ist das kein gutes Zeichen ... wirst es beim abbrechen ja schon merken ...

Liebe grüsse und viel Glück 😊

Kommentar von Feuerzeug26 ,

Ja, ich habe absichtlich den Spätsommer dafür gewählt, weil der Baum dann noch die Möglichkeit hatte Wurzeln auszuschlagen. Aber er hat wenig später die Blätter verloren und ohne Blätter bildet er auch keine Wurzeln, oder? Baum muß ja Photosynthese betreiben um wachsen zu können, oder?

Kommentar von WeinroteTraube ,

die Photosynthese braucht er zum wachsen . hat er alle blätter verloren ? man soll ja om spätjahr Pflanzen ... das sagte schon mein Opa . ☺ denke aber das er schon austreibt. würde mal abwarten was er im nächsten Jahr macht . wir hatten hier dieses Jahr ziemlich verrückte temperaturen. und Pflanzen brauchen ja auch immer ein bisschen zeit für alles ... würde mal abwarten ...

Kommentar von WeinroteTraube ,

Aber würde das mit dem Ast abbrechen mal ausprobieren . nur einen kleinen ...

Kommentar von Feuerzeug26 ,

Der ungünstig stehende Baum, den würde ich eben gerne fällen, wenn er noch kahl ist, weil ich daraus Brennholz machen will. Sonst müßte ich den nen Jahr länger trocknen lassen, wenn ich den erst im Mai fälle wenn der andere ausgeschlagen ist. 

Äste breche ich normalerweise nicht gerne ab, schon garnicht bei so einem Kandidaten. Ich habe heute unterbewußt einen zur Seite gebogen, der war flexibel. Ich weiß aber auch nicht, ob der in so kurzer Zeit schon morsch und brüchig würde? Aber ich kann ja einen unbedeutenden Zwei abbrechen, aber woher erkenne ich dann ob er noch lebt? Der hat ja in dieser Jahreszeit keinen Saft mehr... Wenn das Holz noch feucht ist, ist das ein Zeichen?

Die Knospen jedenfalls sehen gesund aus. Habe aber ehrlichgesagt noch nie darauf geachtet, ob ein Nußbaum schon im Vorjahr die Knospen bildet (wie eine Buche) oder erst im Frühjahr (wie eine Eiche).

Kommentar von WeinroteTraube ,

Also wenn du sagst das der Ast flexibel War zeigt es ja Schonmal was ... wäre der Baum Tor dann wäre der Ast brüchig ... wenn der feucht ist dann ist noch leben drinnen . ich denke der wird wieder.... die sind eigentlich zäh ...

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