solf1 am 07.11.2007 um 15:14 Uhr
In ungezählten Fragen fällt mir immer wieder auf, dass sich Menschen in Europa aber auch speziell in Deutschland nicht scheuen die Menschen in den USA pauschal als Spinner und doof abzutun! Woher kommt das wohl? Haben die Leute hier so ein schlechts Gedächtnis oder haben sie im Geschichtsunterricht ganz einfach nicht aufgepasst?

Lieber Solf,
sicherlich eine wichtige Frage.
Allerdings gehört die Frage in unser Forum (http://www.gutefrage.net/forum).
Dort kannst Du mit der Community über dieses Thema diskutieren.
Danke für dein Verständnis und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support

Ich glaube die Medien sind zum Teil der Grund dafür. Wer hat nicht schon mal eine Umfrage unter Amerikaner gesehen, die nach eurpäischen Städten gefragt wurden. Und haben wir nicht alle gelacht, als sie nicht wussten, wo Paris und Deutschland liegt? Kaum einer geht aber so weit und fragt sich, ob er wüsste, wo Peking liegt oder wo man auf der Weltkarte Wyoming findet. Desweiteren werden wir mit solch witzfreien Sendungen wie talktalktalk bombadiert und freuen uns immer, wenn George Bush Mist baut. Das Problem ist, dass die meisten Deutschen...nun ja...sagen wir der Durchschnitt ist auch im Hirn durchschnittlich. Was die Bild propagiert wird als Wahrheit anerkannt und die Geschichtsbücher werden höchstens als Buchstützen gebraucht. Amerika hat viele kluge Köpfe hervorgebracht und ich finde es schade, dass die Amis immer als Dünnbrettbohrer hingestellt werden. Ich glaube letztlich ist das alles eine Schutzmaßnahme, damit man nicht selbst als Vollidiot dasteht. Es ist immer gut jemanden zu haben, auf den man hinabsehen kann.

naja amerikaner sind recht seltsam. haben fragwürdige waffengesetze und werden nicht schlauer aus den sachen die das mit sich bringt. sie haben merkwürdige gesetze, die es verbieten gorillas auf der rücksitzbank im auto zu transportieren oder unter wasser zu singen, schreiben auf bügeleisen vorsicht heiß und auf microwellen bitte keine haustiere trocknen. sie sehen sich selber als mittelpunkt der welt und spielen weltpolizei. sie haben einen präsidenten, der sich an einer brezel verschluckt hat, der davor hatte praktiken mit seiner sekretärin. und und und...
woher nehmen sich andere länder das recht uns als nazis zu bezeichnen, wo nur mehr ein überschaubarer teil noch tatsächlich solche ideen hat. und genau genommen haben die amerikaner ihr land auch nicht von den indianern beim kartenspielen gewonnen soviel zum thema geschichte.
shagdalbran am 7. November 2007 19:21 Keine Antwort auf die Frage thebrain(!). Das Rechssystem in den USA ist grundsätzlich anders, daher kommen die für uns merkwürdig anmutenden Vorschriften. Die sind nicht doof - die sind anders. Aber das ist schwer zu akzeptieren.
Shag d'Albran

Zwar weiss ich nicht, ob DIE Europäer DIE Amerikaner generell als Spinner abtun, aber
US-Amerikaner haben, da sie in einem sehr grossen Land leben, eine sehr spezifische Sicht auf die Welt, die für uns manchmal schwer nachvollziehbar ist,
wegen dieser Perspektive haben sie das Gefühl, eigentlich bräuchten alle anderen Menschen nur ihren allein seligmachenden Lebensstil zu übernehmen, um keine Probleme mehr in der Welt zu haben,
viele von ihnen haben kaum eine Ahnung von anderen Ländern - auch der gute Dubbeljuh hatte ja bis zum Amtsantritt noch nicht einmal einen Reisepass, weil er noch nie im Ausland gewesen war,
sie haben einen etwas dümmlichen, bigotten, trockenen Alkoholiker zum mächtigsten Mann der Welt gekürt, der glaubt, er könnte nach texanischer Manier alle Probleme der Welt mit Waffengewalt lösen,
und in US-amerikanischen Medien kommt das Ausland überwiegend gar nicht vor, sodass es nicht überraschend ist, dass die meisten Bürger darüber auch nichts wissen.
Aus diesen Gründen ist es doch nicht so überraschend, wenn wir die US-Amerikaner zwar nicht für doof, aber schon für etwa naiv halten.

Du fliegst mit dieser Frage sicher sowieso gleich raus ;-) Weil es immer leichter ist, hinter anderen Meinungen herzutröten als eine eigene zu haben. Und wieviele Menschen Null Ahnung von der eigenen Geschichte haben, das ist Dir sicher bewußt.

Ein haltloser Säufer, der in einer Demokratie eine "Familiendynstie" fortsetzen darf, der Kriege vom Zaum bricht und mit Gott und der Welt im Streit zu leben beliebt, der sich den Teufel schert um Menschenrechte und diese dennoch bei "den anderen" stets und ständig reklamiert, wo so etwas stillschweigend geduldet wird, da kann man doch wohl nicht von etwas Anderem sprechen oder schreiben - oder?
Bei der Frage geht es doch allgemein um die Amerikaner - und nicht um deren Präsidenten!
Wie kann man hier nur DH geben?
Kabark am 7. November 2007 17:35 Das sind nur die stillen, gutmenschlichen Daumendrücker mit ihrem undifferenzierten Groll auf Amerika und ihrem eigenen Unvermögen, sich auch verbal dazu äußern zu wollen. :-)
Europäer sind auch nur Menschen, genauso wie Amerikaner.
Es könnte an der weit verbreiteten Intolleranz liegen, die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist.
Ich z.B. habe nichts gegen Schweizer ;-)))
HerrLich am 7. November 2007 15:58 Mei bist Du tolerant. Wahrscheinlich nur, weil sie Ricola erfunden haben ;-)
Ich denke, das waren die Finnen?

Weder noch. Sie sind einfach neidisch. ;-)
solf1 am 7. November 2007 15:16 Scheint mir allerdings auch so..!

Weil sie die Amerikaner doof verhalten. Sie klatschen in Kinos, wenn´"der Böse" erschossen wird; sie haben keine vernünftige Ausbildung (sie sind schon stolz, wenn sie nach der High School ihren "Abschluss" und Buchstabierwettbewerbe gewonnen haben) und ihren "Abschluss" (was immer das ist) kriegen sie, wenn sie gut im Sport sind; jede Entwicklung müssen sie erst "testen", um zu wissen, ob sie funktioniert (try and error); sie fühlen sich schon nach einen Eintages-Crash-Kurz schon hochqualifiziert und ausgebildet; sie brauchen für alles (auch Notfälle) Checklisten und Vorschriften, um richtig zu handeln; ihr höchstens Prinzip besteht darin, "nach dem Gefühl zu handeln (nicht nach dem Wissen); sie fühlen sich als "Profis", sobald sie eine Berufs-Uniform angezogen haben... Ich weiß, das sind alles Pauschal-Aussagen, die sich aber aus deiner pauschalen Fragestellung ergibt. Es gibt sicher auch europäische Amerikaner und amerikanische Europäer, aber du hast ja nach statistisch relevanten Ausprägungen gefragt.
Niklaus am 8. November 2007 13:14 Ist das nicht etwas zu pauschal??
Ich weiß jetzt nicht wo ich dir hier einen Rat geben kann. Vllt. stellst du deine Frage am besten mal ins Forum http://www.gutefrage.net/forum
solf du schlingel :)
solf1 am 7. November 2007 15:23 Jetzt fällst du mir doch in den Rücken und ich dachte, dass du am Hausnummermontieren bist.. ;-))
Ein solches Verhalten beruht vor allem auf der menschlichen Neigung zu Vorurteilen und Pauschalisierungen. Diese ist überall auf der Welt bemerkbar.
Wenn mit den Amerikanern die Einwohner der USA gemeint sind: manche Dinge, die über diesen mächtigen und einflußreichen Staat durch die Medien berichtet werden, lösen Befremden oder Ablehnung hervor. Dies wird dann unzulässig und unkritisch verallgemeinert.
Geschichtskenntnisse können vor Fehlurteilen bewahren, aber nur wenn Menschen auch bereit sind, sie zu benutzen. Vorurteile werden oft durch einfaches Ausblenden von Tatsachen aufrechterhalten.
Gute Leistungen in der Vergangenheit beseitigen nicht das Recht, in der Gegenwart etwas schlecht zu beurteilen. Natürlich sollte eine solche Beurteilung besser nicht auf primitive Vorurteile hinauslaufen.

Die Amerikaner werden aber auch in Europa von den Medien sehr einseitig dargestellt, das muss man schon sagen.
Wir haben hier im Northwest der USA bisher vor allem engagierte, intelligente und äußerst hilfsbereite Leute kennen gelernt. Genauso intelligent wie in Europa, aber viel engagierter in sozialen Dingen und hilfsbereiter und freundlicher als z.B. in Deutschland.
Das hat mich auch sehr gewundert, hatte ein falsches Bild vorher, wobei ich bestimmt nicht schlecht informiert bin und auch bestimmt genug über den Tellerrand blicke. Muss wohl an den Medien liegen und an den Witzen, die man macht.
Dass man vor allem von einer Person so die allgemeine Meinung abhängig macht, das ist schon schade und das muss uns auch zu denken geben als Europäer. So leicht sind wir zu beeinflussen!
Ganz sicher gibt es auch ganz andere Gegenden in den USA - die Amerikaner sagen das selber - die viel viel rückständiger sind, irgendwer muss ja so gewählt haben. Aber hier der Westen (Northwest bis runter nach Californien) und auch die Eastcoast ist ganz sicher anders. Da wissen die Leute wo was in Europa oder sonst wo auf der Welt ist. Und Leute, die gar nichts wissen, findet man ja auch zuhause in den Shows zur Genüge.
Gebe Dir völlig recht, Solf. Gute Frage.

Es gibt in Deutschland auch genug Spinner!!
solf1 am 7. November 2007 15:24 Ach Wolfi, jetzt bin ich aber beruhigt!

Gott behüte uns und unsere Vorurteile. Hier ein Liste, dass es auch andere Amerikaner gibt. http://tinyurl.com/3adv6q
Es gibt viele Völker auf der Welt, die meinen sie seien eine Art Elite. Wo das hinführt kennen wir zu Genüge.

Kulturelle Unterschiede. Wir sind immer in unserem Stil zu leben, zu denken und zu schlussfolgern gefangen.
Chinesen dürfen uns besch..en weil wir als "Langnasen" ohnehin ehrlos sind. Einige Amerikaner glauben, dass Holland die Hauptstadt von London ist (ja!) - wer von Euch hat fundierte Kenntnisse über Amerika? Wo liegt die Insel Rhode Island - im Atlantik oder im Pazifik?
Um die Frage zu beantworten: wir nehemn uns das Recht aus unserer kulturellen Ecke - so wie jedes andere Volk.
Die Anderen sind nicht bekloppt - sie sind anders!
Die Hetztiraden gegen unsere Freunde (immerhin haben sie uns nach dem Krieg durchgefüttert) halte ich für intolerabel (Demosthenes - von Dir hätte ich mehr Tiefe erwartet - schade!)
Shag d'Albran
Niklaus am 9. November 2007 12:16 E. ich gebe dir recht. Ich sehe das genau wie du. Aber wie man sieht, überwiegen Vorurteile stärker.
Also ich war schon ein paar Mal in den USA, und muss sagen es gibt solche und solche wie in Deutschland! Unter der Regierungszeit Bill Clinton war das Thema nicht so Brisant. Aber mit G. Bush wird automatisch die ganze USA ins schwarze Rampenlicht gestellt! Das ist zu Pauschal und unüberlegt!!! Ich persönlich habe sehr viel positive Erfahrungen mit Amerikaner ( USA ) gemacht und diese Erfahrung lasse ich mir nicht kaputt machen! Und ich bin mir sicher das viele die die Amerikaner als Blöd hinstellen die Fernsehsendung TALKTALKTALK für sehr ernst nehmen!!!!!!! Das allein sagt vieles! Und um nochmal zu den Vorkommentaren zu kommen! Für manche von uns verhalten sich die Amerikaner doof und vielleicht klatschen sie auch wenn der Böse im Kino erschossen hat, aber vielleicht hat das mit der Mentallität zu tun, und das die Amerikaner temperamentvoller sind wie wir Deutsche es sind ist ja auch keine Überraschung. Einfach Leben und Leben lassen!
Bravo!
Chapeau!
DH
Genau so ist es. Dieses Lächerlichmachen der Amerikaner wegen ihrer angeblich mangelhaften Erdkundekenntnisse gibt es schon seit Jahrzehnten. Wenn man in Deutschland lebt, weiß man wo Tschechien und Dänemark liegen, aber wer kennt hierzulande Nebraska oder Manitoba? Es gibt auch Umfragen unter Westdeutschen, wo Magdeburg (Antwort: Schlesien) oder Greifswald (Antwort: Siebenbürgen) liegen, wobei sich zeigte, dass die Betreffenden nicht mal wussten, dass weder Schlesien noch Siebenbürgen in Deutschland liegt. Das könnte man unendlich fortsetzen.
deutsche und amerikaner haben bahnbrechende erfindungen gemacht (und ich meine jetzt nicht die autobahn), aber hüben wie drüben ist leider eine nicht von der hand zu weisende verblödung der nachfolgenden generationen festzustellen. die paar hellen köpfe, die es heutzutage auf beiden seiten nun doch noch gibt, finden zu wenig gehör mangels fehlender medienkompatibilität.