
''Im Stich lassen
Dieser Ausdruck kommt aus dem Mittelalter. Fiel damals ein Ritter bei einem Turnier vom Pferd, kam er auf Grund der schweren Rüstung nur mit Hilfe eines Knappen wieder hoch. War dieser zu faul, ließ er seinen Herren im Stich des gegnerischen Schwertes.''

Von mehreren Erklärungen zum Ursprung dieser Redensart, die im 15. Jahhundert erstmalig auftaucht, klingt die am glaubwürdigsten, die sich auf das Turnierwesen bezieht. Wer im Kampf seinen Gefährten von der Seite wich, ließ diese im Stich des Gegners. In diesem Fall mußte der Panzer des / der Verbliebenen schon besonders hieb- und stichfest sein... Allerdings kommt jemanden im Stich lassen wohl weniger aus dem Umfeld der Ritterturniere, sondern eher von den städtischen Kampfspielen, mit denen man die ritterliche Turnierwelt nachzuahmen versuchte - ein Ausdruck wachsenden bürgerlichen Selbstbewußtseins. Ein Beispiel hierfür ist das Fischerstechen, bei dem es gilt, den gegnerischen "Stecher" mit der Lanze vom Boot ins Wasser zu befördern. Ein Spektakel, das u.a. in Ulm, Bamberg und Cannstatt immer noch jede Menge Schaulustige anzieht.
super frage! die einzige gute seit 20 Uhr! "was hat benny bei dsds gesungen?" "Ich bin zu schüchtern und er auch" "wie findet ihr stufenschnitte?" buäch!
ich hätte immer gedacht, das kommt vom schneiderhandwerk. wenn der schneider den faden "im stich" verlor, dann hat er den faden "im stich gelassen".

DAS ist eine interessante Frage. Vielleicht ist da eine vernünftige Antwort dabei, tät mich auch interessieren ! DH
Weiß es auch nicht....könnte aber mit dem "Stich" beim Kartenspielen zu tun haben?
maspick am 21. März 2009 22:11 Guter Gedankengang.