Frage von lukesaigge, 101

Woher kommt Krebs?

Kann man sich das einfangen oder wie muss ich mir das vorstellen

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Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Gesundheit, Krankheit, 66

Hallo Lukesaigge,

nein, Krebs kann man sich nicht 'einfangen'. Die Entstehung einer Krebserkrankung ist ein multifaktorielles Geschehen, d. h. es sind mehrere Ursachen verantwortlich, wie z. B. eine genetische Veranlagung, eine ungesunde Lebensweise mit Rauchen, viel Alkohol, viel Stress etc.

Jeder Mensch besitzt Zellen in sich, die zu Krebszellen werden, also 'entartet' sind und 'eigene Wege' innerhalb des Gesamtorganismus gehen. Normalerweise schafft es das Immunsystem, diese Zellen zu eliminieren, also zu vernichten. Unter Stress jedoch ist das Immunsystem geschwächt, deshalb wird auch Stress als ein möglicher krebsverursachender Faktor angesehen.

Ein Krebs ist nicht immer gleich schlimm, zumal man gut- und bösartige Entartungen unterscheidet. Wenn Du Angst hast, einen Krebs zu haben oder zu bekommen, lasse Dich zunächst  beim Hausarzt beraten und untersuchen.

Eine gesunde Lebensweise ist jedoch schon ein relativ guter Schutz, sofern man nicht bei der Arbeit etc. krebserregenden Stoffen ausgesetzt ist. Es läßt sich nicht immer verhindern, aber je mehr Angst man vor etwas hat, umso eher kann man etwas bekommen ;-) Versuche Dich zu entspannen und an Schöneres zu denken.

Alles Gute

Buddhishi

Kommentar von Tigerkater ,

Erstaunlicherweise mal eine gute Antwort von einem sogenannten Experten von GF.

Kommentar von Buddhishi ,

Danke für die Blumen, aber bist Du bisher so enttäuscht worden? LG

Antwort
von AnReRa, 71

Krebs ist zunächst mal eine krankhafte Veränderung von einzelnen Zellen, die sich vornehmlich bei der Reproduktion auswirkt.
Das kann durch 'Vergiftungen' erfolgen oder ist genetisch bedingt.

Es ist aber keine 'Krankheit' die durch Bakterien oder Viren direkt übertragbar ist.

Es besteht - theoretisch - die Möglichkeit bei einer Blutübertragung mit karzinogenen Zellen in Kontakt zu kommen, allerdings würden sich diese nur in absoluten Ausnahmefällen im Körper verbreiten können, weil die körpereigene Abwehr diese Zellen von vorneherein abstoßen würde ...


Antwort
von ApfelTea, 58

Tumorzellen sind mutierte Zellen, die vom Immunsystem "übersehen" wurden und sich dadurch ungehindert weitervermehren können. Normalerweise werden solche Zellen sofort beseitigt, jeder hat sie ab und zu.
Wenn sich solche Zellen sogar durch anderes Gewebe "frisst", spricht man von bösartigen Tumoren (Krebs). Gutartige Tumore wachsen zwar auch, bleiben aber abgegrenzt zu anderem Gewebe. Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich erklärt.

Antwort
von Redgirlreloadet, 41

Einfangen kann man sich das nicht, und das ist das große Problem bei dieser Krankheit es ist ein Teil von uns in jeden entstehen Täglich hunderte bis tausende Krebszellen

Normaler weise werden diese von Abwehr Systhem sofort vernichtet es bedarf ganz vieler Störungen des abwehrsysthems und zufällen die zusammen Müssen damit Krebs ausbrechen kann

Ist es tatsächlich einmal soweit ergeben sich gleich mehrere Probleme dadurch das Krebs aus uns Herraus ensteht steht unser abwehr Systhem Relativ Changen Los da wenn erst ein Tumor da ist.

Das 2 Problem ist, das es nicht den Krebs ansich gibt sondern jeder anders ist, deswegen gibt es bis heute kein richtiges Medikament auser Cyostatika und das ist Pures Gift (die schlechtere Teilung fähigkeit der krankenzellen wird ausgenutzt) was unseren Ganzen Körper angreift.

Und bei einen Eventuellen Rückfall der Jahre Später erfolgen kann kommt noch etwas hinzu man braucht wieder andere Medikammente und wieder andere Chemie den Krebszellen die die erste Therabie überlebt haben sprechen auf erneute behandlung mit den selben medikamenten nicht gut an

Kommentar von Redgirlreloadet ,

Und dann sollte man noch erwähnen das Krebs meist Jahre vor der Diagnose schon da ist, Bösartige erkrankungen machen leider meist erst in sehr Späten stadien Symptome, sowas früh erkannt kann durch aus mit Operation ohne Chemo geheilt werden, in der regel wird es aber zu spät erkannt

Antwort
von NSchuder, 59

Es gibt mehrere auslösende Faktoren.

1) Krebs oder die Veranlagung Krebs zu entwickeln ist vererbbar. D. h. wenn jemand in Deiner Familie Krebs hatte, dann ist Dein Risiko auch krebs zu bekommen höher.

2) Viele Stoffe in unserer täglichen Umgebung wie z.B. Asbestfasern, Zigarettenrauch, Pflanzenschutzmittel und vieles vieles mehr ist krebserregend oder steht zumindest im Verdacht krebserregend zu sein.

Antwort
von Pixel201, 49

Es gibt unterschiedliche Ursachen. Es kann eine genetische Veranlagung sein, kann vom Rauchen kommen, schlechte Ernährung, schädliche Strahlung die dazu führen kann, oder wenn das Immunsystem durch beispielsweise zu viel Trauer geschwächt wird und man anfälliger für Krankheiten wird (Habe ich auch einmal bei jemandem erlebt).

Antwort
von ArchEnema, 38

Krebs ist das Produkt einer gestörten Zellatmung. Die Mitochondrien ("Kraftwerke" der Zelle) versagen den Dienst, der Zelle geht die Energie aus. Deshalb beginnt sie Zucker anaerob zu vergären, anstatt aerob zu "verbrennen". Ursächlich sind also keine Zellkernmutationen, sondern mitochondriale Defekte/Funktionsstörungen.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4493566/

Die Ursache für die mitochondrialen Defekte ist unklar - es gibt wahrscheinlich viele Faktoren. Chronische Entzündungsprozesse, etwa eine subklinische Sepsis (Blutvergiftung) durch einen kranken Darm, haben jedenfalls ähnliche Auswirkungen: Bei einem septischen Multiorganversagen versagen die Organe letzten Endes wegen Energiemangel, weil die Zellen ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen können. Meist sind die Lungen zuerst betroffen (weil sie besonders empfindlich auf Entzündungen reagieren). Daraus resultiert Sauerstoffmangel, und es folgen Leber, Nieren und Darm. Damit wird dann der ganze Körper vergiftet und der Teufelskreis ist komplett.

Auch einige Viren erhöhen das Krebsrisiko - etwa Herpesartige wie Epstein-Barr und Hepatitis C (Leberkrebs), oder HPV (Gebärmutterhalskrebs). Interessanterweise greifen auch gerade diese Viren massiv in den Energiestoffwechsel der Zellen ein (EBV ist z.B. mit chronischem Müdigkeitssyndrom assoziiert).

Kommentar von Grobbeldopp ,

Krebs ist das Produkt einer gestörten Zellatmung.

Die Warburg-Hypothese. Mja... so als absolutes Statement ist das nicht haltbar.

sondern mitochondriale Defekte/Funktionsstörungen.

Welche? Die Mitochondrien verfügen auch über DNA. Einmal soll die Ursache ein "Energiemangel" oder Sauerstoffmangel sein. dann wieder ist sie unbekannt- nicht so standsicher das ganze.

etwa eine subklinische Sepsis

Was ist denn eine subklinische Sepsis? Und was hat das mit dem Darm (leaky gut Syndrom und Pseudomedizin, ick hör dir trappsen) und mit Krebs zu tun, auch die Reihenfolge wie angeblich Organe sich entzünden? 

Zu deiner Studie muss ich sagen, dass ich die wahrscheinlich nicht ganz verstehen kann- aber allein schon dass jemand im Jahr 2015 darüber veröffentlicht, "ob Krebs an den Mitochondrien oder der DNA im Kern liegt"- das macht misstrauisch. Klingt nach Strohmann und einer überholten Fragestellung, die es so nicht mehr geben müsste.  

Kommentar von ArchEnema ,

Die Studie verweist auf mehrere Experimente, wo Zellkerne von Krebszellen in (entkernte) gesunde Zellen transplantiert wurden. Ergebnis: Die resultierende Zelle wurde nicht etwa zur Krebszelle, sondern blieb normal. Kann dann wohl nicht einfach an einer mutierten Kern-DNA liegen!

Die Mitochondrien verfügen auch über DNA.

Ja, und sie können sich innerhalb der Zelle vermehren bzw. selbstzerstören. Ob die mtDNA "kaputt" ist, oder ob lediglich die Funktion aufgrund von Außeneinflüssen (Zellmilieu) gestört ist, ist erstmal unklar. Und für die Krebsentstehung auch egal! Notwendiges Kriterium ist allein ein versagender Energiestoffwechsel (insbesondere eine versagende Fettverbrennung, denn Zucker und ein bisschen Protein können auch Krebszellen verwerten).

Und was hat das mit dem Darm und mit Krebs zu tun, auch die Reihenfolge wie angeblich Organe sich entzünden?

Nicht wie sie sich entzünden, sondern in welcher Reihenfolge sie üblicherweise versagen. Die Entzündung ist bei einer Sepsis sowieso systemisch.

Die Darmgeschichte war nur eine (nicht ganz aus der Luft gegriffene) Assoziation meinerseits. Weil es Ähnlichkeiten gibt. Lipopolysaccharide (Bruchstücke von verschiedenen, potentiell pathogenen Darmbakterien, etwa E. Coli) führen direkt zu einer Schädigung der Mitochondrien und erhöhtem Aufkommen von Sauerstoffradikalen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25528444

Die (hier) Muskelzellen haben daraufhin mehr auf Traubenzucker als Energieträger gesetzt - Muskelzellen sind eigentlich sehr gute Fettverbrenner.

Klingt nach Strohmann und einer überholten Fragestellung, die es so nicht mehr geben müsste.

Es ist schon ein großer, qualitativer Unterschied, ob man Krebszellen als zu bekämpfende Aggressoren oder als halbtote Opfer einer Stoffwechselstörung ansieht. Eine kaputte Kern-DNA steht jedenfalls nicht am Anfang der Krebsentstehung - sondern das Versagen der mitochondrialen Energieproduktion.

Kommentar von Grobbeldopp ,

OK ich hab's zum Teil gelesen, die "Single cause foundation" angesehen die die Studie mitfinanziert hat:

http://www.singlecausesinglecure.org/

und den Vortrag hier durchgesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=SEE-oU8_NSU

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Ich weiß nicht ob ich dich überzeugen kann, aber ich halte diesen Mann für einen schlechten Wissenschaftler, der die Grenze der unehrlichen, manipulativen Argumentation mehrfach überschreitet. Was mir auf die Schnelle aufgefallen ist

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1. und wichtigstens Epigenetik: Der Elefant im Raum mit den ganzen somatischen Zellkerntransfer-Studien ist dass zahlreiche Mechanismen, die die Auswirkungen von Erbgut im Zellkern betreffen NICHT im Zellkern stattfinden und nicht einfach mit dem Zellkern transferiert werden. Dass solche Probleme zumindest in dem Vortrag gar nicht zur Sprache kommen ist ungeheuerlich. 

2. Deshalb habe ich von einem Strohmann gesprochen. Niemand behauptet, dass Krebsentstehung ausschließlich durch Betrachtung des Zellkerns erklärt werden solle. Ein solches Dogma existiert nicht, es wäre absurd!

3. Cherry Picking und Alter der Studien: Die meisten Studien stammen aus der Zeit bevor das epigenetische Wissen vorhanden war, um das unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. 

4. Thomas Seyfried propagiert auch Behandlungsmethoden, und zwar ketogene Diät (ich weiß da bist du ein fan von), vegane Rohkostdiät und fasten sowie "nicht giftige Medikamente", was auch immer das sei. Er befindet sich damit WEIT außerhalb der wissenschaftlich basierten Medizin. Diese Dinge sind nicht zu belegen, auch unabhängig von der theoretischen Basis. Möglicherweise wirkt sich dies auf seine theoretische Meinung aus statt umgekehrt? Ich weiß jetzt nicht ob er finanziell involviert ist. 

5. Es gibt keinen ausreichenden Zusammenhang zwischen den Studien die er präsentiert/den theoret. Überlegungen und den Überlegungen zur Behandlung. Wie kommt er überhaupt darauf, dass man die Mitochondrienstörung behandeln kann und dass sie reversibel ist?

6. Wie kann man belegen dass Sauerstoffmangel Mitochondrien verändert? Das wäre ziemlich leicht. Dass dieser Zustand, in dem sich die Mitochiondrien befinden sollen und damit Krebs auslösen nie näher beschrieben wird ist eine sehr große theoretische Schwäche.

7. Die Evidenz die er im Video ab 29:00 präsentiert nehme ich ihm persönlich übel, selbst wenn es kein Fachpublikum ist- das ist nicht überzeugend. Ein Hund und zwei Patienten.

8. Zuletzt: Guck mal die Stelle 12:30 im Video. Diese Abbildung wäre leicht zu beweisen. Man bräuchte dazu keine Zellkerntransfer-Studien. Es würde oftmals reichen, die Eigenschaften der Zellen im Labor untersuchen. Das ist trivial. Die Zellkerntransfer-Studien sind hier rasend irreführend: genetischen/epigenetischen Wechselwirkungen zwischen eingesetztem Zellkern und Keimzelle... damit wären wir wieder bei 1.

Kommentar von Grobbeldopp ,

8. bitte ignorieren, das ist nur ein Hirnkrampf fällt mir grade auf ;-)

Kommentar von ArchEnema ,

Hab gerade keine Zeit auf alle Punkte einzugehen, vielleicht später.

Aber zu "erstens und wichtigstens": Epigenetik ist sehr wohl ein großes Thema bei Seyfried. Namentlich die mitochondriale Retrograde Response, d.h. die Ausfall-Signale, die von den Mitochondrien in Richtung Zellkern geschickt werden. Die Retrograde Response kann nachweislich das Ausmaß der Zellreplikation erhöhen. Nach Seyfried ist ja gerade das der Auslöser der Kern-DNA-Mutationen bei Tumorzellen.

http://www.avensonline.org/wp-content/uploads/JSUR-2332-4139-S2-0006.pdf

Kommentar von Grobbeldopp ,

Ja. Noch eine Alarmglocke schrillt für mich: etablierte wissenschaftliche Theorie nur für, aber nicht gegen die eigenen Argumente anwenden.

Er kann gerne die Epigenetik für seine Theorie verwenden, aber dann kann er nicht die Studien heranziehen mit den Zellkernverpflanzungen- da bricht sein ganzes Kartenhaus doch schon zusammen.

Ein zweites Mal, wie gesagt: Die Betrachtungsweise Zellkern gleich Genom vs Rest ist durch die Erkenntnisse der Epigenetik unbrauchbar geworden. Das kann man nicht machen.

Davon abgesehen diese Studie.. ist sehr rätselhaft. Man merkt die Außenseiterstellung der Leute. Die haben eine Menge Ideen, die alle auf der einen fixen Idee von Warburg beruhen, und einen weit hergeholten Therapieplan, und keine Ahnung wie das gehen soll (Mitochondrientransplantation) und einen Haufen theoretischer Fragen:

(1) How do the mitochondria get into the cancer cells, (2) are mitochondria organ and tissue specific, 

(3) can we sustain or grow isolated mitochondria in culture, (4) Is
inhibiting proliferation and increasing drug sensitivity mitochondrial
dose dependent, (5) Can we develop an in vivo model, (6) How
can we target isolated mitochondria to tumor cells in vivo, (7) are
mitochondria species specific?
Kommentar von ArchEnema ,

Er kann gerne die Epigenetik für seine Theorie verwenden, aber dann kann er nicht die Studien heranziehen mit den Zellkernverpflanzungen- da bricht sein ganzes Kartenhaus doch schon zusammen.

Welches Kartenhaus denn schon wieder? Was ist an Zellkern- oder Mitochondrientransplantation verkehrt? Die Versuche zeigen doch immerhin, dass der Zellkern alleine nicht ursächlich ist, sondern dass die Mitochondrien mitbeteiligt, wenn nicht gar die Hauptakteure sind. Deine Kritik ist demnach, dass Seyfried offene Türen einrennt?!

Und so "fix" war die Idee von Warburg ja wohl nicht. Seine Beobachtung war korrekt und ist bis heute vielfach wiederholt worden. Eine Patentlösung gibt uns das trotzdem nicht an die Hand.

Ich denke wir sind uns alle einig, dass man nicht einfach ein paar frische Mitochondrien verteilen kann und alles wird gut... Der Knackpunkt wird wohl eher sein, die gesunden Mitochondrien gesund zu halten - d.h. Prävention. Auch die modernste Medizin kann Krebszellen nicht einfach so "heilen". Sie beschränkt sich immer noch auf die Entfernung/Zerstörung.

Es sieht jedenfalls so aus, als würde der Krebs an einer Zelle erst dann sichtbar werden, wenn ihre Mitochondrien schon überwiegend den Bach runter gegangen sind. D.h. der Tumor dezimiert zuallererst die Mitochondrienpopulation der Zellen. Also lange bevor ein Tumor überhaupt auffällig wird, sind die Mitochondrien schon am Röcheln. Und genau wie Zellen können auch Mitochondrien in den Selbstmord gehen bzw. sich proliferieren/erneuern. Ist doch mal ein Ansatzpunkt. Etwa um Metastasierung zu minimieren - immer noch das gefährlichste am Krebs, denn einen isolierten Tumor kann man fast immer irgendwie entfernen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Welches Kartenhaus denn schon wieder?

Er sagt "hier sind Studien, die belegen, dass durch Verpflanzung des Zellkerns in eine Eizelle gesunde Zellen entstehen". Das ist durch epigenetische Phänomene erklärbar, nämlich durch die verschiedensten Modulationen der DNA im Zellkern durch die Keimzelle. Deshalb dürfte er das nicht als Argument verwenden.

Was ist an Zellkern- oder Mitochondrientransplantation verkehrt?

ich nehme an du beziehst dich auf die Mitochondrientransplantation in vitro in einzelnen Zellen- daran ist nichts verkehrt. Nur muss er dann heutzutage epigenetische Effekte auf dieser Ebene berücksichtigen und NENNEN. Es ist nicht verwunderlich, dass der transplantierte Zellkern etwa nicht nur Krebszellen produziert. Es ist ebenso wenig verwunderlich, dass das Einfügen irreversibel geschädigter Mitochondrien schwere negative Auswirkungen hat. Das kann man nicht trennen, aber diese Trennung benutzt er, um zu sagen "Der Mitochondrienstoffwechsel ist schuld"

Deine Kritik ist demnach, dass Seyfried offene Türen einrennt?!

Nicht nur. Er kreiert selbst ein angebliches Dogma der Krebsforschung, das es so nicht gibt, um dagegen seinen komplett alternativen Mechanismus vorzuschlagen. Dafür hat er keine Beweise, sondern nur Ersatzbeweise.

Der Knackpunkt wird wohl eher sein, die gesunden Mitochondrien gesund zu halten - d.h. Prävention. 

Wie soll das gehen?

Es sieht jedenfalls so aus, als würde der Krebs an einer Zelle erst dann sichtbar werden, wenn ihre Mitochondrien schon überwiegend den Bach runter gegangen sind. 

Nein, das ist eine fundamentale Fehlinterpretation. Die letzte Studie die du verlinkt hast bezieht sich nicht auf die Entstehung von Krebs, sondern auf die Entwicklung des Phänotyps der Tumorzellen und Sauerstoffentzug.

D.h. der Tumor dezimiert zuallererst die Mitochondrienpopulation der Zellen.

Hä? Die kleinste Einheit des Tumors ist die Zelle.

Ist doch mal ein Ansatzpunkt. Etwa um Metastasierung zu minimieren

Was ist ein Ansatz? Die Erforschung der Bedeutung und Funktion von Mitochondrien bei Krebszellen ja. Darüber forschen, wie man in die die Mitochondrien umfassenden ROS Signalketten eingreifen kann ja.

Es irgendwie hinbiegen, dass Stoffwechselstörungen der Mitochondrien die Ursache von Krebs sind und dagegen allen ernstes Fasten, vegane Ernährung und Ketose vorschlagen NEIN. Das ist kein Ansatz.

Grundlagenforschung in Sachen Mitochondrientransplantation (in Massen, in den Körper) JA.

Schonmal überlegen wie das mit dem ollen Warburg in Einklang zu bringen ist NEIN.

Kommentar von ArchEnema ,

Es irgendwie hinbiegen, dass Stoffwechselstörungen der Mitochondrien die Ursache von Krebs sind und dagegen allen ernstes Fasten, vegane Ernährung und Ketose vorschlagen NEIN. Das ist kein Ansatz.

Finde ich jetzt auch nicht direkt abwegiger als Senfgas oder irgendein anderes Rattengift. Aber bitte...

Grundlagenforschung in Sachen Mitochondrientransplantation (in Massen, in den Körper) JA.

Das ist doch nicht realistisch. Du bist ja viel "gläubiger" als ich! ;-)

Realistisch wäre wohl, die Kommunikation zwischen Mitochondrien und Zellkern besser zu verstehen (nenn es meinetwegen Epigenetik), und darauf aufbauend Chemotherapeutika zu finden, die speziell jene Zellen angreift, bei der diese Kommunikation gestört ist. Krebszellen halt.

So weit sind wir aber noch nicht, weil wir gar nicht wissen was da genau vor sich geht. Gängige Chemotherapeutika sind ganz einfach Zellgifte, die von gesunden Zelle etwas besser vertragen werden als von sich schnell teilenden Krebszellen. Ganz ohne Epigenetik.

Kommentar von ArchEnema ,

Zu 6.: Das ist quasi belegt. Guckst du: http://www.nature.com/nrc/journal/v14/n11/fig\_tab/nrc3803\_F3.html

-> Sauerstoffmangel führt zur Ausbildung tumortypischer Veränderung in Zellen (inkl. bzw. via Mitochondrien).

Kommentar von Grobbeldopp ,

Die ganze Studie kann ich nicht aufrufen. Jedoch ist hieran nicht ablesbar, dass eine Ursache-Wirkungs-Beziehung und ein zeitliches Aufeinanderfolgen in die Richtung "kaputte Mitochondrien", dann "Krebszelle" bzw. "gefährlichere mutierte Zelle" vorliegen muss, das wird nicht einmal getrennt betrachtet ("Tumour phenotype" bezieht sich auf beides, sonst macht es keinen Sinn).

Ebenso, und das ist wichtig, ist nicht gesagt, dass die Kette der Ursachen beim Sauerstoffmangel aufhört- in der Tat spricht nichts in dem für mich erreichbaren Teil Studie dafür, dass hier die traditionelle Form der Warburg-Hypothese oder alternativmedizinische Krebsbehandlung propagiert werden.

Mal ein anderer Blickwinkel: Kanzerogenität ist von vielen Stoffen bekannt. Nicht von Sauerstoffmangel. Der Sauerstoffmangel spielt eine Rolle im Stoffwechsel von Tumorzellen, klar. Aber er ist nicht Stein des Anstoßes. Nur mal ganz doof wikipedia:

https://en.wikipedia.org/wiki/Tumor_hypoxia

Da steht:

hypoxia is known to change cell behavior and is associated with extracellular matrix remodeling and increased migratory and metastatic behavior

Aber auch

Hypoxic microenvironements in solid tumors are a result of available oxygen being consumed within 70 to 150 μm of tumour vasculature

Kommentar von ArchEnema ,

in der Tat spricht nichts in dem für mich erreichbaren Teil Studie
dafür, dass hier die traditionelle Form der Warburg-Hypothese oder alternativmedizinische Krebsbehandlung propagiert werden.

Ist das jetzt schlecht? Die ursprüngliche Warburg-Hypothese hast auch erst du so zentral in den Raum gestellt. ;-) Seyfried und die anderen erwähnen sie zwar ehrfürchtig, aber die Entwicklung ist ja seither nicht stehengeblieben!

Die Grafik zeigt schön die vielen Faktoren (und das sicher nicht erschöpfend!), die allesamt den Zellstoffwechsel in Richtung Krebs verschieben.

Den "Sauerstoffmangel" hat auch du in die Runde geworfen, lies bitte nochmal nach! Ich sprach von einer "gestörten Zellatmung". Warburg übrigens auch. Das impliziert überhaupt keinen Sauerstoffmangel - sondern nur, dass die Normalität - die oxidative Glykolyse - nicht mehr richtig klappt. Stattdessen findet vermehrt eine anaerobe Vergärung statt - selbst wenn Sauerstoff da wäre, das ist ja der Punkt. Von Luftanhalten kriegt man keinen Krebs, hat ja auch keiner behauptet.

Kommentar von ArchEnema ,

OK, der Begriff "oxidative Glykolyse" ist natürlich fishy. Die Glykolyse ist nie oxidativ, es geht um die nachfolgende Atmungskette bzw. Milchsäuregärung.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Seyfried und die anderen erwähnen sie zwar ehrfürchtig, aber die Entwicklung ist ja seither nicht stehengeblieben!


Wirksame Therapien basierend auf Warburg: 0

Die Grafik zeigt schön die vielen Faktoren (und das sicher nicht erschöpfend!), die allesamt den Zellstoffwechsel in Richtung Krebs verschieben.


NEIN, die Grafik zeigt die Veränderung von bereits bestehenden Tumorzellen unter Hypoxie und ähnlichen Einflüssen auf ROS-basierte Signalketten.



dass die Normalität - die oxidative Glykolyse - nicht mehr richtig klappt. 


Wie ist das vereinbar mit den bekannten kanzerogenen Umwelteinflüssen? Also etwa ionisierende Strahlung. Was macht die ionisierende Strahlung mit der oxidativen Glykolyse? 

Kommentar von ArchEnema ,

Wirksame Therapien basierend auf Warburg: 0

Wie auch? Dafür müsste man ja die Mitochondrien reparieren. Wie soll man das machen, wenn man keine Lust hat in dieser Richtung zu forschen? Zumal nicht klar ist, ob das am Ende überhaupt wesentlich einfacher ist, als ganze Zellen zu reparieren.

Die konventionellen Therapien reparieren auch nichts. Sie machen noch mehr kaputt - idealerweise verrecken dabei vorwiegend Krebszellen und nicht gesunde.

Wie ist das vereinbar mit den bekannten kanzerogenen Umwelteinflüssen? Also etwa ionisierende Strahlung. Was macht die ionisierende Strahlung mit der oxidativen Glykolyse? 

Mit der Glykolyse? Nix, die ist ja nur ein Vorgang. Aber sie macht halt auch die Mitochondrien kaputt (war ja wohl zu erwarten): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23892359

Antwort
von almmichel, 14

Kurz erklärt: Wenn aus gesunden Zellen Tumorzellen werden. 

Antwort
von Kleckerfrau, 48

Krebs ist keine ansteckende Krankheit wie Schnupfen.

Kommentar von ApfelTea ,

bester scherz.. nicht

Antwort
von Gilgaesch, 35

Krebs kann man sich nicht einfangen.

Er entsteht dadurch, dass die Zellen den DNA Code falsch kopieren. Dieser falschen Zellen vermehren sich und bilden einen Tumor.

Deswegen können radioaktive Strahlen, welche die DNA einzelner Zellen beschädigen Krebs auslösen.

Antwort
von rlstevenson, 41

https://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_(Medizin)#Krebsentstehung

Lesen bildet.

Antwort
von Deichgoettin, 23

Ja, mit dem Lasso.

Nichts ist einfacher, als das zu googlen:

https://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsentstehung.php

Antwort
von Anonym54929, 69

Nein,Krebs ist eine Art Zellmutation.

Kommentar von rlstevenson ,

Oder ein Kopierfehler.

Antwort
von Juni00, 21

Bei so vielen guten Antworten, hier ein Informationsvideo zu deiner Frage!.

Antwort
von JoachimWalter, 16

Aus dem Wasser. Und die kann man fangen und essen.

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