
Diese Redewendeung stammt aus Berlin. Dort gibt es den Tiergarten, in dem sich ein Platz namens "Großer Stern" befindet. Auf diesem Platz standen im 18. Jahrhundert Statuen, die von den Berlinern umgangssprachlich "Puppen" genannt wurden. Und weil der Große Stern mitten im Tiergarten war (und auch heute noch ist), hat ein Spaziergang zu den Puppen schon eine ganze Weile gedauert. Deshalb hat sich daraus die Redewendung "bis in die Puppen" entwickelt, die wir nun für alles gebrauchen, was richtig lange dauert.

Machen wir einen kleinen Ausflug nach Berlin, und zwar in den Tiergarten, die grüne Lunge der Hauptstadt. Dort gibt es einen Platz mit dem Namen "Großer Stern". Zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrich II. - auch Friedrich der Große oder Alter Fritz genannt - stand dort noch nicht die berühmte Siegessäule. Damals war der Platz mit doppelten Alleen eingefasst und mit Statuen geschmückt, die der Architekt Freiherr Georg von Knobelsdorff errichten ließ. Die Berliner nannten diese Statuen etwas spöttisch "Puppen".
Da der Platz früher noch ziemlich weit außerhalb des Stadtzentrums lag, mussten die Berliner einen weiten Spaziergang unternehmen, bis sie zu den so genannten Puppen kamen. "Bis in die Puppen gehen" bedeutete also, eine weite Strecke zurücklegen. Diese räumliche Bedeutung wurde schließlich ins Zeitliche übertragen und heißt seitdem so viel wie "sehr lange". Warum allerdings die Präposition "in" und nicht "zu" ("zu den Puppen gehen" klingt irgendwie logischer) gewählt wurde, ist nicht ganz klar. Jedenfalls kann man ganz schön viel "bis in die Puppen" machen: feiern, tanzen, schlafen, und noch viel mehr. http://kuerzer.de/vu3YUn8lk
Da kommt man so nicht drauf. Danke für die Info!