Frage von CaptainHDMC, 58

Woher kommt dieses übertriebene Schwarz-Weiß-Denken?

Hallo erstmal

Ich habe eine Frage, oder vielmehr einen Diskussionsgegenstand, der durch die schrecklichen Ereignisse am Freitag erneut an Gestalt und Präsenz in den sozialen Netzwerken (ich denke da insbesonders an Facebook) gewinnt: Woher kommt dieses extreme "Feindbilddenken", das besonders bei Jugendlichen sehr verbreitet ist? Wenn man sich mal durch die Debatte kämpft, fällt einem sehr schnell auf, dass es nur zwei mögliche Positionen zu geben scheint. Auf der einen Seite das Pro-Russland-Lager und auf der anderen Seite das Pro-Amerika-Lager. Für die ersteren ist Amerika der Feind der gesamten Menschheit und nur auf finanzielle Werte fixiert, während die humanen und ethischen Aspekte vollkommen in den Hintergrund gedrängt, ja sogar ignoriert werden. Für die zweiteren ergibt sich genau das umgekehrte Bild: Putin ist der neue Hitler und eine menschenverachtender Funktionär, der es nur auf territoriale Expansion abgesehen hat, während die USA der vernünftige und besonnene Teil des Ganzen ist; eine politische Positionierung außerhalb dieses extremen Kontrastes scheint überhaupt nicht mehr möglich zu sein. Woher kommt dieses extreme Schwarz-Weiß-Denken, das meist mit vollkommen unsinnigen Argumenten (Ich denke da ein einen Anonymouspost, in dem es hieß, dass die Allierten im zweiten Weltkrieg Friedensangebote seitens Deutschlands aussgeschlagen haben) zu fundamentieren versucht wird? Das geht doch durch diesen Radikalismus in eine Richtung, die die Vertreter dieses eigentlich zu verhindern suchen (hoffe, es ist klar, was ich an dieser Stelle meine), das Ganze ist also ein politischer Widerspruch in sich selbst. Ich denke, eine illegale Annektion eines Gebietes von Russland ausgehend ist ein durchaus zu hinterfragender Sachverhalt, der auch Interventionen legitmiert. Genauso unverschämt und unethisch finde ich das heimliche Ausspionieren der gesamten Weltbevölkerung seitens der USA. Wieso ist muss ein solches Kontrastdenken denn heute noch sein, sollten wir nicht gelernt haben, wozu das führt?

Sorry für die lange Frage, hoffe irgendwer liest es sich durch :)

Antwort
von deedzius, 47

Also ganz davon abgesehen das der Westen alle Friedenangebote Deutschlands abgelehnt hat, und zwar vor und nach dem Frankreichfeldzug.

Würde ich sagen jeder hat seine Persönliche Meinung die einen schlafen lieber am Fenster die andern an der Tür so sind die Leute halt.

Ich Persönlich kann nichts schlimmes an denn Anschlagen auf Paris finden oder auch die vom 11.9 aus meiner Sicht ist das eine normale reaktion, die sich auf die agressionen Frankreichs beziehen und im Rahmen der möglichkeiten des IS liegen.

Frankreich und die USA haben es ! Meiner Meinung nach vollkommen verdient!

Und wenn wir deutschen nicht auf die Bremse tretten habe wir das auch verdient.Und das Problem mit Russland ist an sich das gleiche wie mit Deutschland nach dem 1 Weltkrieg es leben millionen von Russen in der Ukraine Estland Lettland und Litauen deren Rechte in diesen Ländern oftmals nicht anerkannt werden um es mal vorsichtig auszudrücken.

Kommentar von CaptainHDMC ,

Um dir mein Argument bezüglich der Friedensangebote einmal näher zu legen: Ich glaube gerne, dass die Alliierten solche ausgeschlagen haben, doch was ist daran verwunderlich ein Friedensangebot eines Mannes abzulehenen, der öffentlich propagiert, alle Juden vernichten zu wollen, den Osten zu "germanisieren" wollen und eine zutiefst faschistische Rassenideologier verfolgt? Dass ein solcher Mann gefährlich ist und durch diese Friedensangebote nur Zeit und Ruhe gewinnem will, sie also geheuchelt sind, kann man sich ja wohl an einer Hand abzählen. Und zu der Krimm-Sache: Inwiefern legalisert (!) das die Sache?

Kommentar von deedzius ,

Wenn man ehrlich ist, ist der antisemitismus ja keine deutsche erfinden.Man tut heute gern so aber an sich waren es in der Frühzeit die Römer dann aber verstärkt die Englander und Französen die antijüdische Getzte in Ihren Regierungen verabschiedet haben.Bekommt man nur im normalen Schulunterricht nicht beigebraucht.Stichwort: Zunftgesetze hier lese Dir das Mal durch: http://www.judensteuern.de/Und an sich kann man aus Deiner Aussage raus lesen, dass Du nicht altzu-viel über die Judenverfolgung in Deutschland weist.Hitler hatte an sich nie vor die Juden zu töten.Er wollte sie vertreiben aber 1937 hat Frankreich die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge gestoppt,6 Monate Später auch England und 1940 auch die USA. Darum hat man 1941, damit angefangen die Juden zu töten und anfang 1942 gab es dann die Wannseekonferenz, wo man die Planung der systematischen Vernichtung der Juden besprochen hat. Das ist jetzt nur Spekulation,aber hatte sich ein Land 1936 bereit erklärt die Deutschen Juden aufzunehmen wären vielleicht nur 50.000 gestorben, und zwar an Folgen von Obdachlosigkeit und Medikamenten Unterversorgung.Jetzt muss man halt seine Moral finden,ist man ein Mensch der die Person die Gewalt ausübt schlimmer findenet als die Person die Hilfe verweigert trotz Überfluss.Ich sage es mal so in Deutschland ist beides verboten und wird bestraft.

Kommentar von 0815Interessent ,

Also wäre es für dich ok, Menschen abzuschlachten, nur weil andere diese nicht aufnehmen wollen? Natürlich ist Antisemitismus keine deutsche Erfindung, nur hat das Nazi-Deutschland es auf die Spitze getrieben. In keinster Weise rechtfertigt etwas diese grausamen Taten.

Zu den Terroranschlägen: Auch wenn die politische und militärische Haltung der USA bzw. Frankreichs zwiespältig ist, rechtfertig das nicht diese Anschläge.

Antwort
von Orney, 58

Hallo, Ich denke es liegt teilw. an Propaganda, die alles Schwarz-Weiß darstellt

Antwort
von JBEZorg, 23

eine illegale Annektion eines Gebietes von Russland

Interventionen

Tja, ist nie so passiert. Also was macht Dich besser als die Leute, die Du da anptrangerst?

Immer bei sich selbst anfangem.

Kommentar von CaptainHDMC ,

Ich wollte mich nie besser machen als irgendwer! Ich hätte genauso gut auch irgendwelche positiven Beispiele wählen können, für meinen Gedankengang hätte das keinen Unterschied gemacht. Falls ich schlicht falsch informiert bin, kannst du mir das gerne fundamentiert aufzeigen, ich glaube gut und gerne, dass ich nicht topinformiert bin.

Kommentar von JBEZorg ,

Da steckt ein stückweit doch die Antwort auf Deine Frage drin. Die Leute sind nicht informiert, die meisten wollen auch nicht informiert sein. Schwarz-weiss ist einfacher. Eigentlich muss man schon viel Arbeit stecken in die Selbstbildung zu diesen Themen. Wer hat die Zeit und wer ist willen sie zu nutzen?

Eine viel wichtigere Frage für mich ist ob es überhaupt möglich ist eine Welt mit Menschen zu erschaffen, in der Menschen gebildet genug und informiert genug sind, oder ist es alles der stein vom Sisyphus. Zur Zeit leben wir in einer Welt wo die breite Masse von Menschen das als wahr annimt was als bequeme, einfache Wahrheit von den Medien verbreitet wird.

Ein Paar grundlegende Informationen sind: 

in den USA kämpfen zur Zeit 2 Eliten um die Macht und sie haben nichts mit den Parteien zu tun bzw. haben ihre Leute in beiden Parteien drin.

Die Weltwirtschaftslage ist auf 5 vor 12. Wir sind schon in der Krise. Keiner wagt es auszusprechen weil Panik.

Das schlimme an der Krise ist, dass es eine Systemkrise ist. Das System der Zinskapitalismus, des Finanzmarktkapitalisus und des Liberalismus(wirtschaftlich und sozial) ist mit dem Latein ziemlich am Ende. Negative Zinssätze und die Patsituationen mit den Schuldenbergen zeigen, dass die Regelungsmechanismen am Anschlag sind.

Die Eliten dieser Welt versuchen eine neues Konzept zu finden möglichst ohne das Ganze ins Chaos zu stürzen. Wenn wir nicht blauäugig sind geht es ihen um den Erhalt ihrere Position und nicht mehr. Ohne Chaos bedeutet für sie, sie bleiben oben. Wenn unterwegs ein Paar Milliarden sterben kann es ihnen völlig egal sein.

Einzelne Eliten veruschen ihre Positionen zu festigen vorm Antlitz des Krise, die noch in voller Wucht einschlagen wird.

ALLES andere ergibt sich daraus: Syrien, IS, Flüchlinhge, Griechenland, EU, Ukraine.

Und auch die Meinungsmache, die die Welt in schwarz-weiss teilt für die meisten Menschen.

Spieltheorie: 

USA sind zur Zeit ein Spieler, der ziemlich in die Ecke gedrängt ist mit a.Wirtschaft; b.sinkender Einfluss; c.aufkommende Konkurrenz; d.Behebigkeit der Strukturen der "Sieger" des Kalten Krieges. So ein Spieler neigt zu aggressiven, riskanten Zügen.

Russland und China sind auch von der Weltwirtschaft abhänguig, ergo nicht daran interessiert die USA einfach in den Abgrund zu stossen, weil sie selbst mitgezogen werden würden. Aber sie fordern den Platz in der Welt, den sie fordern können zur Zeit aber ohne wie die USA auf Aggression zu setzen wegen oben beschriebenem und weil sie auch so zum Erfolg gelangen können aufgrund besserer strukturellen Voraussetzungen in der Wirtschaft. Das ist auch eine Zweckehe zwischen Russland und China. China hat die Weltfabrik und Russland die Armee. Und beide zusammen haben die koplemetären Sätze von Bodenschätzen. Hinzu bilden sie geografische ine riesige eurasische Einheit. Woraus das Konzept der Neuen Seidenstrasse erwächst.

Das ist die reele Situation. Und Propaganda, die versucht Russland aggressiv darzustellen ist nur Propaganda. Russland ist nicht aggressiv, weil Russland garnicht aggressiv sein muss zur Zeit. In solchen spielen verhalten sich die Spieler vernünftig und schneiden sich nicht absichtlich ins eigene Fleisch.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten