Frage von Kitharea, 77

Woher kommt diese "Irgenwas passt nicht machen wir Schluss"-Einstellung heutzutage - was denkt ihr?

Antwort
von BlickAufsMeer, 45

Eine Freundin hat sich letzte Woche auch nach 14 Monaten Beziehung von ihrem Freund getrennt weil sie immer mit allem unzufrieden war und ist.

Jetzt aber nicht nur auf die Beziehung bezogen. Es gab einen Streit und sie hat sofort schlussgemacht.

Konnte es einfach nicht nachvollziehen weil ihr Freund meiner Meinung nach nichts falsch gemacht hat und sie trotzdem immer mit allem unzufrieden war.

Irgendwann meinte sie dann zu mir sie hätte die Nase voll und ließe sich nun nicht mehr verarschen. Wenn ich das mit meinem Freund einfach so mitmachen würde sollte ich mich doch verarschen lassen.

Mein Freund und ich hatten in letzter Zeit 2 Mal Krach, aber deswegen schmeißt man doch keine Beziehung hin, oder wie seht ihr das? Vorallem gibng es um nichts wirklich schlimmes. Meinungsverschiedenheiten eben. Total normal, dass sowas vorkommt.

Und sie meinte tatsächlich ICH würde mich verarschen lassen. Nur weil ich nicht direkt nach jedem Streit schluss mache oder was ?

Versteht ihr diese Logik? ich nicht.

Kommentar von Kitharea ,

Denke mal alles hat einen Grund. Eines der großen Probleme heutzutage ist dass man sich schnell "verarscht" fühlt - sich im Recht fühlt dass so wie man selbst denkt der Andere auch denkt.

Ich weiß nicht ich hab halt das Gefühl dass Heute sowas wie eine Beziehung schnell mal weggeschmissen wird. Ich finds ok wenn man sich nicht mehr liebt aber wer kann das im Streit schon wissen. Ich war immer der Meinung eine "Trennung" dauert Wochen bis Monate um sich drüber klarzuwerden ob es eine geben muss. Und nicht einfach mal so weil mir danach ist.

Ich sehe aber auch dass so etwas zur Zeit leichter "von der Hand" geht als den Job zu wechseln und das ist halt eine Entwicklung die mir Sorgen macht. Klar sollte man sich vorher ansehen mit WEM man sich einlässt - aber letztendlich kann jeder von uns doch auch aus jeder Beziehung etwas lernen.

Ein anderer Beitrag hat mich da zum Nachdenken gebracht. Wenn jetzt aber jeder sofort wegrennt wenn er sich verarscht fühlt - was gefühlt quasi jeder viel zu schnell tut - wo soll das hinführen ? Wenn Eifersüchtige nie lernen auch mal vertrauen zu MÜSSEN und man Ihnen auch Gelegenheit dazu gibt. Wenn Cholerische NIE lernen sich auch mal zusammenzureissen ect ect.

Jeder hat doch seinen Rucksack mit und Dinge gelernt die er nicht einfach wegpacken kann - ist eine Beziehung nicht auch dazu da diesen "zusammen" auszupacken und zu gucken was da drin ist?

Antwort
von SiViHa72, 27

Ich weiss nicht, ich hab oft den Eindruck, es ist alles so beliebig geworden.. passt das eine nicht, je nu, dann halt weg und das nächste. Bei Klamotten.. bei Menschen.. fast allem.

Das angebot ist ja giganto, was soll man sich da anstrengen. und wenns beim nächsten nicht.. dann weg, nächstes.

Als ob es nichts mehr wert ist, sich dafür zu bemühen, dafür mal was zu tun.

Ist nicht bei allen so, aber doch..

Kommentar von Kitharea ,

Aber auf Dauer bringt uns diese Lösung um ^^

Das nächste was danach kommt ist dass keiner mehr Kinder will weil --> zu anstregend. Unsere jetzigen Kinder wachsen mit der Einstellung auf und sehen sie als "normal" an. Sprich - irgendwann gibt es kein zurück mehr weil sich keiner mehr dran erinnert.
Ich schieße jetzt vielleicht über das Ziel etwas hinaus - aber hab doch das Gefühl das ALLES im Zusammenhang steht. Zur Zeit herrscht aber die Meinung vor, als wär nur die Einzelperson erst einmal wichtig.
Wenn jeder nur für sich steht - was ist dann die Definition von Gesellschaft in 10 Jahren ?

Kommentar von SiViHa72 ,

Das kannst Du jetzt endlos diskutieren und das führt zu weit. Aber generell hast Du ja recht, sieh Dir teils Arbeitskollegen an, Mitschüler, usw.. gerne mal Ellbogen raus. Dass das im Endeffekt nicht gut sein kann, ist absolut klar.

Man kann andere nicht ändern.. aber man kann selber gutes Vorbild geben. Tun wir das und hoffen wir.

Antwort
von FragaAntworta, 49

Vielleicht weil die wenigsten noch an der Lösung von Problemen interessiert sind.

Kommentar von Kitharea ,

Warum

Kommentar von Kitharea ,

...

Kommentar von FragaAntworta ,

Ahja... ich verstehe.

Kommentar von Kitharea ,

Keine Lust mehr weil zu anstrengend? Keine Lust mehr weil unwichtig ? Keine Lust mehr weils nicht echt ist ? Warum

Kommentar von Ashuna ,

weil das Lösen von Problemen mit arbeit verbunden ist. -> Warum dann nicht einfach eine/n neue/n suchen, wo es vlt keine Probleme gibt.

Kommentar von FragaAntworta ,

So ist es Ashuna, viele Menschen scheuen die Arbeit die man in eine Beziehung stecken muss.

Kommentar von Kitharea ,

Ich hab eher die Erfahrung gemacht dass jeder immer auf dieselben Probleme stößt bei jeder Beziehung. Auch wenn es Anfangs nie so aussieht sind es immer dieselben "Prüfungen" vor denen wir irgendwann stehen. Oder nicht?

Man schiebt quasi das Problem selbst nur nach hinten raus.

Kommentar von FragaAntworta ,

Ja das ist auch richtig, denn meistens sind es die Probleme in uns, die dann wiederrum mit einem neuen Partner ausbrechen, nur will man das nicht sehen und auch nicht ändern, man nimmt quasi seine Probleme mit in jede neue Beziehung.

Antwort
von Hehlerware, 4

ich glaub es ist der überfluss...

der überfluss an neuem und das überflüssige stressmoment mit dem alten , was dazu antreibt...

Leute, die immer so leben und gelebt werden, werden nie erfahren, wie es ist, jemanden wirklich zu kennen...

traurig irgendwie ...

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