Woher kommt die Unfähigkeit zu trauern? Was sind die Gründe?
oft ist das ein Selbstschutz des Körpers um nicht ausser Kontrolle zu geraten. Jeder Mensch ist anders veranlagt, aber es trauert jeder , der eine leise der andere muss alles aus sich herausbringen,

Glaub mir, jeder Mensch ist fähig, zu trauern.
Die einen machen es öffentlich, die anderen im stillen Kämmerlein.
Jeder Mensch trauert auf seine ganz eigene Art und Weise.
Die Trauer durchläuft verschiedene Phasen:
Zuerst will man nicht wahrhaben, dass der uns so sehr am Herzen liegende Mensch gestorben ist und uns für immer verlassen hat. Wir stehen wie unter einem Schock oder bewegen uns wie in Trance.
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Wir haben die Hoffnung aufgegeben und verspüren den vollen Schmerz und die Verzweiflung. Wir glauben, nie mehr wieder glücklich sein zu können. Unsere Gedanken kreisen ununterbrochen darum, was wir nie mehr gemeinsam mit dem verstorbenen Menschen erleben können. Diese Phase ist die schmerzlichste und schwierigste Phase in der Trauerbewältigung.
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So langsam beginnen wir wieder, uns auch mal an etwas zu erfreuen. Die Trauer lässt langsam nach und ist nicht mehr so intensiv. Es erfüllt uns bisweilen immer noch mit Wehmut, an die Vergangenheit zu denken, doch wir sehen erwartungsvoll in die Zukunft. Wir haben uns eine neue Lebensaufgabe gesucht und uns neue Hobbys zugelegt. Die Trauerarbeit ist so gut wie abgeschlossen.
Die Unfähigkeit zu trauern liegt wohl daran, dass sie in unserer Gesellschaft schlicht negiert wird. Vorallem - "bitte nicht zeigen"! Ein Tabu, mit dem die Menschen erst konfrontiert werden, wenn sie einen Anlass dazu bekommen. Trauer endet auch nicht, wie allgemein angenommen wird - nein, Trauer verändert sich nur. Trauer erfordert Geduld und Aufmerksamkeit und das Bewusstsein, sie zuzulassen. Sie gehört einfach zum Leben. Ohne sie, könnten wir vieles nicht erkennen - auch das "Schöne" nicht ....