Frage von crubble 06.06.2007

Woher kommt die Redewendung "Stock-besoffen"?-Danke!

  • Antwort von occident 06.06.2007
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das „stock“ in stockbesoffen ist ein „adjektivisches Präfixoid“ das verstärkend wirkt: ganz und gar, durch und durch, völlig. Vor allem in Verbindung mit Eigenschaften, die in dem Textzusammenhang nicht erwartet, nicht als positiv angesehen werden.

    Beispiele neben stockbesoffen: stockdumm, stockblind, stockfinster, stockheiser und ähnliche.

    Quelle: Duden Bedeutungswörterbuch

  • Antwort von wj2000 06.06.2007
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich nehme an, das man damit meint, dass er so besoffen ist, dass er am Stock gehen mußte.

  • Antwort von xyungeloest 06.06.2007
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    kann aber auch sein, weil ein besoffener so steif wie ein stock ist und ihn keiner mehr wegbewegen kann.

    man sagt ja auch : " der ist stocksteif. "

  • Antwort von RolfHoegemann 06.06.2007
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Meines Wissens kommen einige dieser "Stock"-Begriffe vom altdeutschen Begriff für Pflanzenkörper (z.B. Blumenstock = Blumenpflanze, die gesamte Pflanze):

    stocksteif = bewegunglos, wie eine Pflanze

    stockbesoffen = dadurch hilflos und steif wie eine Pflanze

    stockdumm = intelligent wie eine Pflanze

    stockdunkel & stockblind, so haben wir im Deutschuunterricht gelernt, kommen jedoch vom Bergwerksstollen, auch "Stock" genannt, weil es da ohhne Licht eben stockdunkel ist...

  • Antwort von magicheight 12.11.2010

    Weitere Beispiele: stockdumm, stockblind, stockfinster, stockheiser, u.a.

    Nähere Erklärung:

    Diese Zusammensetzungen sind seit dem 16. Jhdt. bezeugt u. gehen von der Bedeutung "Klotz" für "stoc" (mhd.) aus. Einen ausgehöhlten Klotz bezeichnete es ursprünglich zum Beispiel im Wort "Bienenstock".

    (Ein ausgehöhlter Baumklotz bedeutete im Mittelhochdeutschen auch "ausgeschlagener Wurzelstock" od. "Haupttrieb einer Pflanze" - diese Bedeutung findet sich in Weinstock, Rosenstock, Blumenstock.)

    Seit dem 16. Jhdt. haben sich dann in der Umgangssprache Zusammensetzungen mit "stock" ergeben - also z.B. wie oben erwähnt: "Stockdumm" = "So dumm wie ein Klotz." Und dann wurde aus dem "Stock" generell das adjektivische Präfixoid, das man generell einem Wort voransetzte, um es zu verstärken in der Aussage. (Also bspw. stocksauer = so richtig sauer; Stockbesoffen = mehr als nur ein kleines bisschen betrunken :-) etc.)

Du kennst die Antwort? Frage beantworten
Bitte noch eine Antwort ... Frage erneut stellen
Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!