superfreddchen am 15.05.2007 um 13:13 Uhr

Schau mal auf www.wispor.de, dort gibt es wissenwertes zu vielen Redewendungen

Vor über 300 Jahren war es noch nicht so wie heute, dass jedermann lesen konnte. Damals gab es nur ein paar Menschen, die lesen gelernt hatten. Wer das nicht konnte, ging zu diesen Gelehrten, die ihm dann Briefe oder andere wichtige Schriftstücke vorlasen. So zum Beispiel auch zu einer Gelehrtenfamilie, die Swyn hieß.
Jeder, der etwas vorgelesen haben wollte, ging also zu dieser Familie. Wenn es dann aber so unleserlich geschrieben war, dass selbst die Swyns es nicht lesen konnten, dann sagten die Menschen: "Dat kann keen Swyn lesen!" Und weil "Swyn" das alte plattdeutsche Wort für "Schwein" ist, heißt es heute: "Das kann doch kein Schwein lesen!" - was so viel bedeuten soll wie: "Das kann doch keiner lesen".
Quelle: http://www.geo.de/GEOlino/mensch/redewendungen/4608.html
Toller Link!
Und wenn jemand die Antwort gleich will:
Diese Wendung hat nichts mit Schweinen zu tun.
In Schleswig (17. Jh.) lebte die gebildete Familie Swyn, die den Bauern der Umgebung (die noch Analphabeten waren) bei ihrer Korrespondenz halfen. Wenn nun ein Schriftstück so schlecht verfaßt war, daß es niemand lesen konnte (nicht einmal jemand der Familie Swyn), so sagten die Bauern: "Das kann ja nicht einmal ein Swyn lesen!".