dschinghi am 11.08.2008 um 0:35 Uhr
Bei vielen Völkern des Altertums galten Haare, vor allem lange Haare, als Zeichen von Männlichkeit und Stärke. Die Redewendung, die seit jeher vor allem auf Frauen gemünzt war, attestiert diesen sozusagen männliche Kraft.
http://www.focus.de/wissen/bildung/sprichwoerter/koerperspracheaid24233.html

Die stammt aus dem Mittelalter, wo Frauen, die besonders scharfzüngig agierten, als Mannweiber tituliert wurden. Da Gesichtshaare ein männliches Attribut ist, wurde daraus die Redewendung geschaffen.
LG
Wieselchen
Haare auf den Zähnen haben Der heute nur noch auf Frauen bezogenen umgangssprachlichen Wendung »Haare auf den Zähnen haben« in der Bedeutung von »schroff und aggressiv sein« liegt wohl die Vorstellung zugrunde, dass starke Behaarung ein Zeichen männlicher Stärke und Couragiertheit sei. Dem konventionellen Vorstellungsmuster zufolge hat sich unter weiblichen Vorzeichen allerdings abwertend Stärke in Schroffheit und Couragiertheit in Aggressivität verkehrt: Du wirst bei der neuen Laborantin nichts erreichen, die hat Haare auf den Zähnen. Das folgende Beispiel ist ein Zitat aus Gerhard Zwerenz' Roman »Die Quadriga des Mischa Wolf«: »Sie weiß sich schon zu helfen, das ist eine Resche mit Haaren auf den Zähnen« (S. 94).
Literatur: Zwerenz, Gerhard: Die Quadriga des Mischa Wolf. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1975.
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