Frage von zuschauer44, 1.854

Woher kommt der Drang sich über Rechtschreibfehler lustig zu machen, auch wenn der Sinn der Worte so klar ist?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TimeosciIlator, 1.200

Es ist immer wieder eine Frage des Humors. Denn eigentlich geht es ja nicht nur um diese kaum nennenswerten Rechtschreibfehler. Eigentlich geht es um alles. Über alles kann und darf man sich bekanntlich lustig machen. Wie und ob der Betroffene dies aushält, hängt von seiner Frustrationstoleranz und seinem Humor ab. Da gibt es gewiß so einige, die sind dann immer viel zu schnell auf 100. Fühlen sich sofort angep....Genauso übertrieben wie auf der Gegenseite diese fürchterlich kleinkarierten Kaffeesatzleser ! :D

http://pingelig.org/wp-content/uploads/2013/05/pingelig.png

:-)

Wenn man eine gewisse Schlagfertigkeit sich zu eigen machen kann, kommt man schneller aus der Nummer wieder raus als man sich überhaupt ärgern kann. Es wird (von beiden Seiten!) immer viel zu viel warme Luft produziert, was ich an dieser Stelle mal echt anprangern möchte :)


Kommentar von temposammler ,

Verständlich.

Die grausigste Beleidigung, die man einem Menschen zufügen kann, ist die, ihm abzusprechen, dass er leide. Zitat von Cesrae Pavese

Kommentar von TimeosciIlator ,

Dankeschön für das Goldene Sternchen :)

Kommentar von kiniro ,

Das mit dem Humor hätte ich gerne mal näher erläutert.
Ich bin eher pingelig, was die Rechtschreibung anbelangt und in Besitz eines manchmal tiefschwarzen Humors.

Kommentar von TimeosciIlator ,

Dann lassen wir's lieber :))))

Kommentar von Verdeachtig ,

Sich über Schwäche anderer lustig zu machen ist respektlos!

Antwort
von imehl47, 589

Eigentlich erkenne ich hier nicht den Drang der Nutzer, sich über Rechtschreibfehler zu belustigen, sondern eher die Verzweiflung, oft auch schon die Resignation, darüber, dass der Gebrauch der eigenen Sprache so in das Hintertreffen geraten ist.

Dabei ist doch die Sprache ebenfalls Teil unserer Visitenkarte, ein bedeutender obendrein.....

Wie oft wird hier gefragt, ob man sich nun das Samsung XYZ oder doch leber das Nokia 007 zulegen solle  -  wobei doch die Sprache immer noch unser wichtigstes Kommunikationsmittel bleibt.

Auch in den Personalabteilungen nimmt beim Lesen der Bewerbungen oft der Pessimismus überhand, denn schließlich läßt Schludrigkeit in der Sprache auch leider auf wenig Sorgfalt bei der Arbeit schließen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

dass der Gebrauch der eigenen Sprache so in das Hintertreffen geraten ist.

Du erinnerst mich irgendwie an meinen Deutschlehrer vor 25 Jahren

Kommentar von imehl47 ,

Auch ich bin ein antikes Stück.....

Kommentar von DreiGegengifts ,

Vielleicht liegt´s daran :-)

Kommentar von temposammler ,

Hier leiden anscheinend viele unter Perfektionismus.

Eigentlich erkenne ich hier nicht den Drang der Nutzer, sich über
Rechtschreibfehler zu belustigen, sondern eher die Verzweiflung, oft auch schon die Resignation, darüber, dass der Gebrauch der eigenen Sprache so in das Hintertreffen geraten ist.

Ich verstehe - Es ist momentan ein Zustand großer Hoffnungslosigkeit, sich gegenüber der ganzen "Nationen"(besonders im Internet) Rechtschreibfehler anderer enttäuschend zu sein. Welch eine Tragödie!

Dabei ist doch die Sprache ebenfalls Teil unserer Visitenkarte, ein bedeutender obendrein.....

Es soll Menschen geben, die viel gereist sind, aber trotzdem nicht mehr als eine Seite dieses Welt-Buches gesehen haben.

Auch in den Personalabteilungen nimmt beim Lesen der Bewerbungen oft der Pessimismus überhand, denn schließlich läßt Schludrigkeit in der Sprache auch leider auf wenig Sorgfalt bei der Arbeit schließen.

Es ist ein großes OK! - Aber dennoch: Es ist menschlich, Fehler zu machen und Fehler machen uns menschlich.

Perfektionisten denken in "Schwarz-Weiß-Kategorien" und das ist schon ein Fehler!

Kommentar von imehl47 ,

Jeder, der schon länger als 1 Tag GF genutzt hat, weiß, wovon ich rede, er kennt solche Fragen, wie


"Was pasiert wen man alggemein von diversen Vitamine ist? Und wiso??"

oder

"Was mahen das uch unmachtig wärde".....,

lehnt sich langsam zurück, um die Frage mehrmals zu artikulieren und des Menschen Anliegen zu erfassen und schließt sich der Aufforderung des letztgenannten Fragers an, "Mach, dass ich ohnmächtig werde.."

Soviel zum hiesigen Perfektionismus.......


Kommentar von Suboptimierer ,

Das Problem ist doch, dass mangelnde Rechtschreibung oft Hand in Hand mit mangelndem Ausdrucksvermögen einher geht. Der Satz

"Was pasiert wen man alggemein von diversen Vitamine ist? Und wiso??"

wäre mit korrekter Rechtschreibung genauso wenig verständlich.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Fragesteller sich selbst nicht verstehen würden, würden sie eine Frage beantworten müssten, die genauso gestellt wurde wie die ihre.

Es fehlt eine Distanz zur eigenen Frage. "Wäre ich ein Leser, könnte ich meine Frage verstehen?"

Antwort
von Tasha, 217

Ich denke auch, wenn man voraussetzt, dass der Schreiber kein Ausländer ist eine Rechtschreibschwäche hat, klingt der Text beim Lesen oft verzerrt und daher lustig. Wenn man den geschriebenen Text "laut hört", versteht man ihn entweder erst nicht oder er klingt so, als ob die Person betrunken oder behindert wäre: "Ih mus heute zom Zanazt".

Meist wird es sich eher um Vertipper handeln, und über die kann man sich ja mal lustig machen, weil es Flüchtigkeitsfehler sind und sie nicht die grundsätzliche Kompetenz des Verfassers in Frage stellen. Oft wirken die dann ja unfreiwillig komisch, wie eine Stilblüte.

Manchmal findet man auch Fehler, die keine sind. 

Vor langer Zeit las ich mal einen Artikel über Schüler, in dem berichtet wurde, dass ein Schüler "Klobus" in einer Geschichte geschrieben hatte. Der Lehrer schrieb das Wort so an die Tafel und fragte die Klasse, was das wäre. Erste Antwort "ein Bus mit Klo" und "so ein fahrbares Toilettenhäuschen". Zwar hatte der Schüler wirklich die Weltkugel gemeint, aber manchmal kommt es eben vor, dass so etwas vorschnell als Fehler gewertet wird, obwohl wirklich ein Dixieklo oder ein Reisebus mit Toilette (gibt es so etwas?) gemeint ist.

Schlimmer als Rechtschreibfehler finde ich Texte oder Sätze, die so verstümmelt sind, dass sich mit der Sinn gar nicht erschließt. Bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden, ob das dann Slang ist, der Verfasser Ausländer oder eine andere Fehlerquelle vorliegt. Man redet doch im Alltag in ganzen Sätzen mit Verben und einigermaßen korrekter Satzstellung, sonst könnte man sich schwer verständigen. Wie kommt es dann manchmal zu extrem verstümmelten Sätzen, deren Sinn sich nur durch Raten erschließt wie etwa (fiktiv): "mein Opa war heute auf Arbeit in Unfall und ist dann in krangenhaus und jetzt bett". Sind die Verfasser solcher Texte nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen oder wie kommen solche Sätze zustande?

Kommentar von SvkEinsatz41 ,

Ich denke auch, wenn man voraussetzt, dass der Schreiber kein Ausländer ist eine Rechtschreibschwäche hat, klingt der Text beim Lesen oft verzerrt und daher lustig.

Schön dass Du nur Ausländer damit ansprichst. 

Kommentar von xJusticex ,

Ich bin Ausländer - zumindest Deiner Auffassung nach - und in meiner Umgebung sind sehr vieeeeele Deutsche, die die eigene Sprache (zumindest in Schrift) nicht richtig beherrschen. So leid es mir tut, aber ...  das mit den Ausländern soltest Du vielleicht revidieren.

Antwort
von mychrissie, 286

Kein Mensch macht sich über Rechtschreibfehler lustig, sondern eher über die mangelnde sprachliche Intelligenz dessen, der es nicht fertigbringt, sie zu vermeiden.

Dabei macht man sich aber in der Regel nicht über Vertipper lustig, denn  die passieren jedem mal, sondern eher über die sprachliche Unzulänglichkeit der Menschen, die die Fälle nicht unterscheiden können, denen Sätze unterlaufen wie "ich gebe ihm das Geld zurück, wo ich von ihm geliegen habe" oder die offensichtlich noch nie etwas vom Genitiv gehört haben und ähnliche weitere Klöpse, die auf eklatanten Bildungsmangel schließen lassen.

Antwort
von tatsachenindex, 112

Anscheinend deswegen, weil der Druck der Gesellschaft in Richtung Bildungsniveau zu hoch ist.

Unbewusst findet dann wohl eine Art Vergleich / Abgleich im Kopf statt, der dann solche Verhaltensweisen an den Tag legt, wie z. Bsp. sich über andere Literaten über deren Schreibfehler lustig zu machen.


Antwort
von mailcraft, 21

Ist das so?

Also ich schreibe auch nicht Perfekt, mache mich auch schon mal Lustig - würde so etwas aus Respekt normalerweise nice öffentlich oder vor Kollgen oder so machen!

Einige Rechtschreibfehler sind auch schon mal Urkomisch oder im Kontext, daß der Verfasser für sich in Anspruch nimmt, besonders Perfekt/Schlau zu sein, besonders Entlarfend.

Der Sinn einer Aussage/ des Satzes erschließt sich nichtimmer jedem, daß muss man mal so hinnehmen. Das ein Verfasser eines Fehlerhaften Textes dies wahrscheinlich andres sieht, als der Leser dürfte auch klar sein, oder?

Ich habe beispielsweise Buchstabendreherprobleme und seit der Rechtschreibreform, bzw. deren teilweise nochmaliger Reform weis ich bei vielen Dingen Eh nicht mehr, was richtig, was falsch ist.

Gruß,

M.C.

P.S.: Wer in meinen Text Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten

Antwort
von Fotografin1958, 415

Einen Text ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu lesen ist für die meisten Menschen einfacher, so dass sich der Leser leichter und besser auf den Inhalt konzentrieren kann.

Es hat etwas mit Respekt gegenüber seinen Mitmenschen zu. Wenn ich mir nicht die Mühe mache, meine Gedanken, Wünsche vernünftig, klar, deutlich, gut verständlich zu formulieren, mute ich meiner Umwelt unnötig Mühe auf. Viele Leute machen sich diese Arbeit nicht ... je länger der Text, desto wahrscheinlicher, dass der Text nicht zu Ende gelesen wird.

Hast Du schon mal in einer Personalabteilung gearbeitet bzw. ausgeholfen? Meine Wenigkeit hatte schon mal das "Vergnügen"; ich bekam Bewerbungen zu Gesicht, die vor Fehlern, Fett- und Kaffeeflecken übersät waren, die auch sonst ziemlich nachlässig aufgesetzt waren ... bei solchen Bewerbern kommen Zweifel auf, ob die Bewerber wirklich so gewissenhaft waren, wie sie im Anschreiben behaupteten.

Da jedes aktuelle Textverarbeitungsprogramm mit einer Rechtschreibprüfung bestückt ist, dürfte es selbst für Menschen mit einer Rechtschreibschwäche möglich sein, einen  zumindest fast fehlerfreien Text zu erstellen.

Antwort
von kiniro, 219

Ich finde es höflich, wenn sich einer wenigstens etwas Mühe gibt beim Schreiben.

Es gibt Menschen, die - trotz ihrer Rechtschreibschwäche - versuchen, sich verständlich auszudrücken.
Dann gibt es die, die aus purer Bequemlichkeit nicht nur die einfachsten Wörter falsch schreiben, sondern sich auch noch zu fein sind, Satzzeichen sowie Absätze in ihren Texten zu verwenden.

Antwort
von goali356, 709

Mich persönlich stören Rechtschreibfehler grundsätzlich erstmal nicht. Ich achte mehr auf den Inhalt eines Textes. Störend finde ich es dann, wenn durch die Rechtschreibfehler der Lesefluss massig gestört ist.

Manche Leute kritisieren gerne andere oder wollen andere verbessern und so eigene Kompetenz zeigen. Wenn allerdings wirklich viele extreme Rechtschreibfehler vorhanden sind, kann ich Kommentare darüber schon nachvollziehen. Allerdings halte ich konstruktive Kritik für angebrachter, da man nie wissen kann wie es das Gegenüber aufnimmt.

Manche Leute haben auch wirklich eine Rechtschreib- oder Grammatikschwäche. Hier würde ich es nicht ünnötig kommentieren.

Kommentar von 2016Frank ,

Ich empfinde diese Aussage: "Manche Leute kritisieren gerne andere oder wollen andere verbessern und so eigene Kompetenz zeigen." als richtige Antwort denn es wurde gefragt: Woher kommt der Drang sich über Rechtschreibfehler lustig zu machen, auch wenn der Sinn der Worte so klar ist?

Auch wenn ich da den einen oder anderen Fehler entdeckt habe. ;-) Ich denke wirklich, dass diese "ewigen Verbesserer" ein Problem mit sich selbst haben. Wenn ich mich "in die Ecke gedrängt fühle, nichts mehr zum Entgegnen finde, wenn mir die Argumente ausgehen, ich mich deshalb als Verlierer empfinde, ja DANN greife ich zum letzten Mittel, dass mir noch zur Verfügung steht und lästere über mögliche Fehler in der Rechtschreibung.

P.S.: Wer Fehler findet, darf sie behalten und selber weiterverbreiten. Ich beanspruche keinen Copyrightschutz ;-)

Kommentar von Panazee ,

Jemand stellt eine Frage, ein anderer antwortet darauf und macht sich in der Antwort über die Rechtschreibung des Fragestellers lustig. Da stellt sich mir die Frage, wie ich mich da schon so in die Ecke gedrängt fühlen kann, dass ich mich nicht mehr anders zu erwehren weiß, als den anderen der Lächerlichkeit preiszugeben? Es hat ja noch überhaupt kein Austausch von Argumenten statt gefunden. Wie können mir die Argumente ausgehen, wenn noch gar keine ausgetauscht wurden?

Kommentar von 2016Frank ,

Solche Leute sind eine andere Spezies. Nämlich "Gutefrage.net" Punkte Geier. Denn in solchen Antworten findet man in den seltensten Fällen etwas Sinnvolles. Mangels Hirn? Aber die 15 Punkte nehme ich noch schnell mit.

Antwort
von NichtZwei, 160

Viele Menschen lesen Korrektur, ohne es zu wollen oder zu merken, sie sehen die Fehler. Es nun anzumerken, erhoeht sie ueber die schreibende Person, so denken sie jedenfalls, sie sind der Obzession des Korrekturlesens verfallen. Anstatt den Sinn zu erkennen, erkennen sie die Fehler, sie haben die Frage nicht mal verstanden und sind schnell mit Korrekturen da, ohne zu wissen, worum es geht. Das entspricht der Mentalitaet der Deutschen, den Rest der Schoepfung aufmerksam zu machen, das  immer ein Deutscher die Kontrolle hat und ueberwacht, nichts kann ihnen entgehen, soweit das Universum reicht und sie wollen es jederzeit allen und ueberall zu Gemuete fuehren, da siehst du, wohin das Schulsystem fuehrt, zu selbsternannten Lehrern, die die Degenerierung des Abendlandes jedem bewusst machen, dabei vergessen, den wirklichen  Sinn der Worte zu erfassen, sie sind Sklaven ihres Systems, was in der Perfektion sich schliesslich selbst ueberfluessig macht. Sie saegen an ihrem eigenen Ast, du siehst, Bewusstsein fehlt, Bewusstsein fuer das, was ist und Liebe. Alles Gute!

Antwort
von DreiGegengifts, 143

Warum Rechtschreibung ohne geringste Toleranzen?

Dieses Dogma hat eine so lange Tradition, dass gar niemand auf die Idee kommt dem nicht zu folgen. Jeder der sich erdreistet den Rechtschreibgesetzen  Spielräume einzuräumen, gilt als bildungsfern, stillos oder nachlässig.

Vielleicht liegt es daran, dass die Rechtschreibgesetzgebung eines der ersten Dinge ist, die wir in der Schule als Wahrheit gelehrt bekommen. Damit fräst sich diese Zwangsvorstellung besonders fundamental in unserer Hirn.

Wenn wir Buchstaben anders und vermeintlich falsch anordnen, ohne dass die Lesbarkeit und das Verständnis beeinträchtigt werden, dann ist das nicht gesellschaftsfähig.

Über Sinn und Unsinn unserer kompromisslosen und strikten Auslegung der Rechtschreibgesetze gab es nie eine Diskussion.

Warum werden die Ritter der Rechtschreibung schnell pampig?

Die Rechtschreibung bleibt halt auch der Bildungsstolz des kleinen Mannes.

Jugendliche, denen sprachliche Fehler passieren, sind ideal, damit der Bildungsstolz des kleinen Mannes zu beträchtlicher Größe anschwellen kann um sich sodann  in geringschätzigen Hinweisen und spöttischem Gehabe über ihm zu entladen.

Doch Jugendliche, die eine offensichtlich gleichgültige Einstellungen zu den Gesetzen der Rechtschreibung haben und völlig fahrlässig Fehler einstreuen, als seien sie stolz darauf, lässt das kleine bisschen Bildungsstolz in ausgewachsene  Wut umschlagen.

Antwort
von klugshicer, 358

Auch als Legastheniker kann man sich ein wenig Mühe geben und versuchen, seine Schwäche zu überwinden. 

Die meisten Computerprogramme mit denen Texte verarbeitet werden, verfügen über eine Rechtschreibkorrektur und fast jede Android-Tastatur bietet beim Schreiben eine Auswahl an Wörtern an, aus denen man sich das "schönste" heraus suchen kann.

Ich selber habe auch manches Mal Rechtschreibfehler im Text, aber nicht in jedem zweiten Wort, so wie man es in manchen Beiträgen sieht. Die Verfasser solcher Texte sind einfach nur zu faul , um die Rechtschreibkorrektur zu benutzen, und bekommen dann eben entsprechende Kommentare.

Kommentar von 2016Frank ,

Schade dagegen finde ich, dass die Betreiber von GF es bisher nicht hinbekommen haben, dass eine automatische Überprüfung der Rechtschreibung in ihren Textfeldern möglich ist.

Kommentar von klugshicer ,

Das werden sie das auch (aus technologischen Gründen) über kurz oder lang nicht hinbekommen.

Antwort
von nederal, 15

Weil es Besserwisser sind. Ich achte beispielsweise nicht auf Rechtschreibregeln, weil es mich beim schreibfluss stört und eine gewisse Dynamik verloren gehen würde. Wenn mich jmd auf Fehler hinweist, weiß ich das er sich einfach nur selbst einschränkt und mir leid tut 

Antwort
von Frapegruit, 153

Ich persönlich mache mich weniger über diese Menschen lustig, mir tut nur immer die deutsche Sprache leid, auf die in diesem Moment ein Anschlag verübt wird.

Die nachlässige Schreibweise einiger Leute ist wirklich krebserregend und oftmals wird auch der Lifestyle einer Person dadurch widergespiegelt, wie wichtig ihr ein adäquater Auftritt im Internet ist.

Dass sich jeder einmal verschreibt, ist vollkommen in Ordnung, nur manchen ist es offenbar schlichtweg gleichgültig, ob ihr Gegenüber im Internet sie versteht oder nicht.

Antwort
von Goodnight, 246

Arroganz und ablenken von eigenen Schwächen. Sprich mangelndes Selbstbewusstsein.

Kommentar von Tasha ,

Das kann schon sein. Es gibt aber auch Menschen, die Stilblüten sammeln und sich daran erfreuen, ohne auf den Verfasser herabzusehen. Das sind dann meist Menschen, die von Haus aus sehr auf Sprache achten, aber auch über sich selbst lachen können, wenn sie ebensolche Fehler machen.

Kommentar von NoOtherThanMe ,

"Wir essen jetzt Opa"

"Wir essen jetzt, Opa"

Satzzeichen können leben retten.

Wollte ich nur mal angemerkt haben ...

Kommentar von Irukandji00 ,

Oder auch: 

Nimm ein Gummibärchen!

Nimm ein Gummi, Bärchen! 

:-D

Antwort
von Dhalwim, 48

Naja, vielleicht der Drang nach Konsistenz. Schließlich ist eine ordentlich gesprochene bzw. geschriebene Sprache eine Form des Ausdruck's,

wir messen dem Wort mehr bei als der Tat, denn wer überzeugend auftreten kann, gewinnt übermäßig an Status, im Gegensatz zu den wahrhaftigen Talenten.

Aber Ich schweife ab, "auch wenn der Sinn der Worte so klar ist", naja die Leute haben halt dumme Angewohnheiten, Ich selbst versuche immer so gut es geht Deutsch "Perfekt" zu schreiben.

Kann aber durchaus sein, dass Ich den ein oder anderen Fehler bereit's gemacht habe.

LG Dhalwim

Kommentar von rechtschreiber1 ,

Vor dem Genitiv-"s" steht kein Apostroph und bereits wird ebenfalls ohne Apostroph geschrieben.

LG,

ein Rechtschreibkontrolleur, der kein Selbstbewusstsein besitzt und seinen Frust nur durch das Korrigieren der Fehler anderer kompensieren kann.

Kommentar von Dhalwim ,

Ok, dann Dante! :D

Antwort
von Panazee, 58

Ich mache das wohl ab und an.

Wobei ich mich nur bedingt "lustig" mache. Das mache ich nur, wenn der Rechtschreibfehler an einer Stelle zu finden ist, die den Sinn des Satzes so verändert, dass mehr oder weniger ein Witz entsteht. Das liegt oft nicht an mangelnder Rechtschreibfertigkeit, sondern an der Autokorrektur des Handys.

Wo ich etwas dazu sage ist dann noch, wenn der Sinn der Frage gar nicht mehr erkenntlich ist. Da mache ich mich aber nicht lustig darüber, denn es ist betrüblich, wenn Menschen nicht in der Lage sind ihr Problem in eine Form zu bringen, dass es andere verstehen können. Da fällt mir immer ein Zitat des Philosophen Ludwig Wittgenstein ein - "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt".

Dann gab es neulich noch eine Frage, in der sich der Fragesteller über die Dummheit der Menschen ausgelassen hat, aber in der Frage waren 27 Rechtschreibfehler zu finden. Da kann ich dann meinen Mund auch nicht halten.


Antwort
von woflx, 172

Der Ärger über Rechtschreibfehler ist vergleichbar mit dem Ärger über einen Brief auf verdrecktem und zerknitterten Papier: Auch wenn der Text trotzdem noch leserlich ist, ist es einfach unhöflich gegenüber dem Leser.

Antwort
von zahlenguide, 144

aus unserem schulsystem. da sind ja lehrer, die sich über die fehler von schülern lustig machen nicht selten. einige kinder übernehmen dann dieses verhalten und finden es irgendwann sogar normal

Antwort
von Oudler01, 44

Ich denke, dass es auch mit der Mentalität zu tun hat. 

Ich kenne einige französischsprachige Menschen, darunter sind einige die Lehramt studiert haben. Sogar die bringen es fertig, Rechtschreibfehler bei Facebook zu posten, nur da sagt keiner etwas... 

Die Mentalität ist einfach anders und es stört keinen, ob die Verben richtig konjugiert sind oder nicht. 

Ich rege mich jedes Mal darüber auf, wie meine ehemaligen französischsprachigen Klassenkameraden schreiben, da ich viel mehr Wert auf Rechtschreibung lege, obwohl Französisch nicht meine Muttersprache ist. 

Alles ist eine Sache der Einstellung. 

Antwort
von Ysosy, 221

Das kommt wohl sehr oft von Menschen die es nötig haben, sich über andere zu stellen oder andere herab zu würdigen, um sich selber besser zu fühlen.

Die Rechtschreibung ist eine Gewachsene Struktur ohne Logischen oder Wissenschaftlichen Aufbau. Es ist eher eine Zufällige Entwicklung von Regel und Vorschriften.

Daher gibt es auch nur ein beliebiges Richtig und Falsch.

daher gibt es auch nur ein beliebiges richtig und falsch.

Daher Gibt Es Auch Nur Ein Beliebiges Richtig Und Falsch.

daher, gibt, es, auch, nur, ein, beliebiges, richtig, und, falsch.

daher giebt es auch nur ein beliebieges riechtig und falsch.

Dhaer gibet es acuh nur ein belebigies rchtig und flsach.

Kommentar von ColonZero ,

Selbstverständlich folgt die Rechtschreibung einer logischen Struktur, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat - ob nun zufällig oder nicht, sei mal dahingestellt. Wörter verfügen über eine feste Anordnung von Buchstaben, die beileibe nicht willkürlich ist. Jedes Wort verfügt über eine einzigartige "Form". Es hat daher nicht unbedingt etwas mit einem "Ich-fühle-mich-dadurch-überlegen-und-besser"-Gefühl zu tun, ein falsch geschriebenes Wort anzukreiden, sondern vielmehr mit der Erkennbarkeit gemeinter Form eines Wortes. Diese Erkennbarkeit steht in direkter Verbindung zur Lesbarkeit eines Textes. Und je besser diese ist, desto leichter lässt sich ein Text verstehen.

Kommentar von Ysosy ,

Selbstverständlich folgt die Rechtschreibung einer logischen Struktur,

Welcher?

Mal ein Paar kleine Beisiele:

Warum braucht man V,F und W? Zumindest das V ist überflüssig.

Warum braucht es s, ss, sz, ß und z? 1-2 könnte man bedenkenlos streichen.
Wozu braucht es wider und wieder, oder das,dass und daß?

Und nein, der Wort Sinn würde nicht verloren gehen, sonst würde die gesprochene Sprach nicht funktionieren. Es gibt für die Sprache Regeln und Vorschriften. Diese folgen aber kaum einer Logik.


Kommentar von Etter ,

Weil das nicht dass entspricht und ne Soße was anderes als eine Sose ist.

"
Und nein, der Wort Sinn würde nicht verloren gehen, sonst würde die gesprochene Sprach nicht funktionieren."

Ich würde mich den ganzen Tag anhören als wäre ich min. angetrunken.

Wenn du in ner Kontrolle angehalten wirst, probier es mal aus. Vmtl. nehmen dich die Leutchen mit aufs Revier (oder du darfst pinkeln ;).

Kommentar von Ysosy ,

Du sprichst also das, dass und daß unterschiedlich aus?

wieder und wider? // Soße und Soze? // Fater und Vater? // Wase und Vase?

Ich würde mich den ganzen Tag anhören als wäre ich min. angetrunken.

Diese Worte werden gleich gesprochen aber unterschiedlich geschrieben.

Also ob Du Jemals Jemand gesagt hättest. „Ich widerrufe dies“ und dazu sagt Du dann „Ich meine das wieder/wider ohne e“

Und Ja, es gibt tatsächliche Jetzt schon, Worte mit doppelter oder dreifacher Bedeutung. Jeder oberhalb der 4ten Klasse kann das anhand des Kontextes unterscheiden.

Beispiele mit B

Bank: sitzen, Geldinstitut

Bar: Druck, Gaststätte

Bau: Gefängnis, Tierhöhle, halbfertiges Gebäude

Becken: Gefäß, Anatomisch, Musikinstrument

Brücke: Über Fluss, Turnübung, Zahnersatz

Kommentar von flaglich ,

Ich möchte Ysosy beipflichten. Weil ich so meine Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung habe, dachte ich als Intellektueller, les doch mal ein gutes Buch dazu und ich nahm den Duden. In der Auflage stand auch etwas über die Geschichte der Rechtschreibung und deren Grundsätze. Als ich dann las, dass neben der Lautung die Schönheit des Schriftbildes entscheidend ist, hab ich mit dem Duden aufgehört. 

Kommentar von Etter ,

"Du sprichst also das, dass und daß unterschiedlich aus?"

Du verwendest noch "daß"?

"Und Ja, es gibt tatsächliche Jetzt schon, Worte mit doppelter oder dreifacher Bedeutung"

Ach wozu überhaupt noch so viele Wörter. In Zukunft werden alle Worte durch "a" ersetzt. Je nachdem wie schnell man es ausspricht, bedeutet es was anderes ;)

"Soße und Soze?"

Tatsächlich würde ich "Soze" in der Lautschrift mit tz schreiben "sotze". Gleichzeitig fände ich den Gedanken in Zukunft "ßanhnarßt" lesen zu dürfen wunderschön. Immerhin hätte ich dann ßahnschmerßen ;)

Mir tun die Leute leid, welche dann noch die deutsche Sprache lernen wollen, um sie zu sprechen.

Kommentar von Panazee ,

Wir sollte endlich den 5-Schritte Plan umsetzen, der schon länger im Internet kursiert, der aber einfach nicht mit der ihm gebührenden Ernsthaftigkeit angegangen wird.



Erster Schritt:

Wegfall der Großschreibung

einer sofortigen einführung steht nichts mehr im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind

zweiter schritt:

wegfall der dehnungen und schärfungen

diese masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt

driter schrit:

v und ph ersetzt durch f, z ersetzt durch s, sch verkürtzt auf s

das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden

firter srit:

g, c und ch ersetst durch k, j und y ersetst durch i

ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, di sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden, anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt werden.

fünfter srit:

wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken

ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortokrafi wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einike seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt ein bis swei iare. anslisend durfte als nekstes sil di fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik anfisirt werden.

:-D

Kommentar von Ysosy ,

Merkst Du selber oder? Das und dass, wider und wieder, Fater und Vater... spricht sich alles gleich. Ich würde das ß abschaffen. Es ist ebenso unnötig wie das V. Aber mir ist Logik und Objektiv(w)ität eben Wichtiger als Schönmalerei.

Kommentar von Ysosy ,

Mir tun die Leute leid, welche dann noch die deutsche Sprache lernen wollen, um sie zu sprechen.


Ich würde Deutsch als Pflichtsprache komplett abschaffen und endlich eine Weltsprache einführen. Das wird dann wohl Englisch werden, dauert aber sicher noch 300 – 500 Jahre... Aber das ist wieder nur die Objektivität. Es würde die Menschheit ein Stück zusammen bringen und sehr vieles erleichtern.... aber wer will das schon?


Kommentar von ColonZero ,

Selbstverständlich würden "wider" und "wieder" in der gesprochenen Sprache nicht durch das bloße Vernehmen des Wortes unterschieden werden können. Dafür gibt es den sogenannten Kontext (ohne den die Sprache ziemlich umständlich wäre). Aber die Frage bezieht sich auf die Schriftsprache, denn Rechtschreibung findet in der gesprochenen Sprache nun wirklich keine Verwendung, oder? Und dort macht es einen gewaltigen Unterschied, wenn du "wider" oder "wieder" schreibst. Auch bei "dass" oder "das" macht es einen Unterschied. Und ich will noch nicht einmal auf die Wichtigkeit der Groß- und Kleinschreibung, sowie der Grammatik der deutschen Sprache eingehen. Vordergründig wird Sprache als Mittel der verbalen Kommunikation genutzt, aber die schriftliche Verwendung ist nicht zu unterschätzen. Und gerade hier ist neben dem Kontext auch die Rechtschreibung und Co. essentiell.

Die Idee einer einzigen Weltsprache ist - in meinen Augen - absurd und unrealistisch. Menschen würden sich zwar auf sprachlicher Ebene barrierefrei austauschen können, aber der Verfall der Kulturen wäre nicht vertretbar. Sprache hängt nun einmal unweigerlich mit unserer Kultur, unserer Herkunft und damit mit unserer Identität zusammen. Wer wäre ich denn noch, wenn ich keine eigene Muttersprache hätte, sondern lediglich eine von einem fremden Land übernommene Weltsprache? Was wäre mit all den historischen Aufzeichnungen, die in Zukunft keiner mehr im Original lesen könnte? Abgesehen davon: Die sprachliche Vielfalt ziehe ich einer monotonen Sprachgesellschaft vor.

Eine geeinigte Menschheit ist etwas Schönes, ja, aber dann bitte ohne einen derartigen Tribut. Es ist schon lächerlich genug, dass sich der Mensch bis dato Frieden und Gerechtigkeit per Vertrag und Gesetz vorschreibt. Da wäre es ein Armutszeugnis, alle Sprachen der Welt, mit Ausnahme von einer, für den Weltfrieden aufzugeben.

Und sei dir mal sicher: Die Sprache ist nicht die Ursache für die Kluft zwischen den Menschen. Aber das ist ein gänzlich anderes Thema.

Kommentar von Ysosy ,

der Verfall der Kulturen wäre nicht vertretbar. Sprache hängt nun einmal unweigerlich mit unserer Kultur, unserer Herkunft und damit mit unserer Identität zusammen. Wer wäre ich denn noch, wenn ich keine eigene  Muttersprache hätte, sondern lediglich eine von einem fremden Land  übernommene Weltsprache?

Wer es möchte kann Alte Sprachen erlernen, um dann Texte im Original zu lesen und zu verstehen. Siehe Altägyptisch, siehe Latein. Das betrifft dann Einzelne wenige welche Dies wirklich machen wollen.

Deine Vorfahren sprachen wohl eine der Folgenden Sprachen Burgundisch,

Langobardisch, Suebisch (Suevisch), Vandalisch (Wandalisch), Gotisch, Krimgotisch, Norn Gallisch, Norisch, Keltiberisch, Lepontisch, Galatisch, Kornisch, Kumbrisch, Manx.

Diese Sprachen sind alle ausgestorben / Tod. Das ist Deine Kultur. Hast Du zumindest Eine der Sprachen erlernt, damit Du weist wer Du bist und dich mit Deiner Kultur auseinander setzen kannst?

Oder gehen wir noch weiter zurück. Der Mensch stammt aus Afrika. Kannst Du eine Afrikanische Sprache die vor 100 000 Jahren gesprochen wurde? Das wäre schon viel eher Kern deines Wesens. Wohl eher nicht. Genauso wenig wie uns eine dieser Sprachen interessiert, würde dich Deutsch interessieren wenn hier Jeder seit 300 Jahren Englisch spricht.

Es Interessiert bis auf Richtige hartgesottene Historiker Niemand ein Deut, was durch die Sprach Deutsch an Kultur jetzt schon verloren gegangen ist. Deutsch ist Quasi schon eine Weltsprache... für die Kleine Welt Deutschland.

Kommentar von ColonZero ,

Du setzt also vergangene Kultur mit heutiger Kultur gleich? Die Historie mag gewiss einen nicht zu verachtenden Einfluss auf unsere heutige Kultur gehabt haben, aber die derzeitige Kultur ist die derzeitige Kultur und nicht die, die mal vor Hunderten oder Tausenden von Jahren oder vor noch längerer Zeit hier vorgeherrscht hat. Deutsche Kultur ist keine Kultur der Vandalen (um nur einmal ein Beispiel deiner vorgezeigten Sprachen zu nehmen - Vandalisch) oder eine etwaige Kultur vergangener Zeit.

Wir leben im Hier und Jetzt und nicht im "Dort und Damals". Auch wenn wir Bräuche und Eigenheiten der vergangenen Kulturen übernommen haben, wird die derzeitige Kultur von uns bestimmt. Und von unserer Sprache. Unserer aktuellen Sprache. Nur weil wir vergangene Sprachen nicht mehr sprechen, haben wir von unserer aktuellen Kultur nichts verloren. Irgendwann wird es Deutsch vielleicht nicht mehr geben und es wird eine gänzlich neue Kultur in den hiesigen Gebieten vorherrschen, aber das hat nichts mit uns zu tun, die in der Gegenwart leben und ihre Gegenwartskultur haben.

Um es verständlicher zu sagen: Es gibt vergangene Kulturen, gegenwärtige Kulturen und zukünftige Kulturen. Und eine jede wurde oder wird von ihrer Epoche, in der sie existierte/existiert, bestimmt und gestaltet. Wir sind größtenteils unabhängig von epochalen und kulturellen Belangen, weshalb wir auch nichts mehr mit unseren altertümlichen Vorfahren zu tun haben, die möglicherweise einmal von Afrika gekommen sind und die Welt besiedelt haben.

Aber der Erhalt unser derzeitigen Kulturen ist essentiell, solange es unterschiedliche Völker gibt, die sich gerade durch ihre Vielzahl an Sprachen unterscheiden. Bei einer einzigen Weltsprache würden diese Grenzen der Verschiedenartigkeit verwaschen und die Menschheit würde zu einer eintönigen Gesellschaft zusammenwachsen, die entweder keine oder nur eine aufgezwungene Kultur besitzen würde.

Für Deutschland mag Deutsch eine "Weltsprache" sein, für Frankreich Französisch und so weiter. Gerade deswegen ist es doch auch wichtig, dass jeder seine Sprache hat, womit er sich identifizieren kann und wohlfühlt. Eine Sprache, die ihn und seine Mitmenschen verbindet. Darüber hinaus gibt es dann eine universelle Sprache, die die gesamte Menschheit verbinden kann - eine tatsächliche Weltsprache. Und so ist es doch heute mehr oder minder der Fall: Englisch wird von vielen Menschen als zweite Sprache gesprochen. Eine Abschaffung aller Sprachen ist daher eine übertriebene Maßnahme, wie ich befinde. Zudem würde ein Sprachmonopol nur wieder zu neuen Streitigkeiten führen. Wenn der Mensch sich in puncto Grenzen und Gebietsverteilungen und Herrschaftsrechten nicht einig werden kann, wie soll er sich dann auf eine einzige Weltsprache einigen können, die für alle verbindlich wäre?

Kommentar von Ysosy ,

aber die derzeitige Kultur ist die derzeitige Kultur und nicht die, die mal vor Hunderten oder Tausenden von Jahren oder vor noch längerer Zeit hier vorgeherrscht hat.

Richtig. Und in 200 Jahren ist die „derzeitige“ Kultur eben so, eine blasse Vergangenheit.

Aber der Erhalt unser derzeitigen Kulturen ist essentiell,

Das sagt wohl Jedes Zeitalter von sich. Aber wirklich Wichtigen dinge wurden schon vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden Entwickelt. Das Feuer, der Ackerbau, das Rad, die Schrift, die Sprache, die Mathematik, die Philosophie... Und wirklich wichtige Kulturelle Dinge wird es in Hundert oder Tausend Jahren wieder geben.


solange es unterschiedliche Völker gibt, die sich gerade durch ihre Vielzahl an Sprachen unterscheiden.

Wie schon geschrieben. Es gab mehr Sprachen als Jetzt, die sind alle ausgestorben und es interessiert die Menschheit nicht. Und warum sollte es Sinnvoll sein das sich die Menschen durch ihre Sprache Unterscheiden? In wie fern ist es hilfreich wenn Deutsche und Franzosen eine Unterschiedliche Sprache sprechen, oder Franzosen und Spanier?


Das Problem am Menschen ist das Kurzfristige Denken. Wichtig ist immer das Jetzt + - 50 Jahre. Langfristiges Denken ist geradezu verpönt. Astronomisch gesehen, Leben wir ein Paar Sekunden nach dem Urknall. Und die nächsten 24 Stunden kommen erst noch. Da kommen dann immer „Kluge“ Argumente wie.. „ach in 1000 Jahren gibt es eh keine Menschen mehr“. Vielleicht ist dieses denken auch gut so, sonst wäre sich der Einzelne Mensch seiner Bedeutungslosigkeit im Rahmen der Gesamten Menschheitsgeschichte bewusst.


Es gibt nur sehr wenige Menschen welche sich als Allzeitige Giganten herausstellen. Aristoteles, Darwin, Mozart, Newton, Einstein... der Rest füllt die Lücken in doppelter Bedeutung.

Kommentar von ColonZero ,

Richtig. Und in 200 Jahren ist die „derzeitige“ Kultur eben so, eine blasse Vergangenheit. 

Ja, aber das ist doch genau das, was ich versuche zu sagen: Das Jetzt zählt. Daher interessiert mich nur der Erhalt der derzeitigen Kultur. Wenn ich dann tot bin, erhalte ich diese auch nicht mehr und langsam machen sich Veränderungen bemerkbar, bis schließlich eine neue Kultur entsteht.

Aber wirklich Wichtigen dinge wurden schon vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden Entwickelt.

Das ist kein Grund, die heutigen "Errungenschaften" unserer Kulturen in ihrem Wert klein zu reden Vieles mag nicht die große Bedeutung für die Menschheit haben, aber dennoch für die jeweilige Kultur. Und weltbewegende Entdeckungen wird es ohnehin nur noch in geringen Maße geben können.

In wie fern ist es hilfreich wenn Deutsche und Franzosen eine Unterschiedliche Sprache sprechen, oder Franzosen und Spanier? 

In erster Linie, um Menschen auseinanderzuhalten und zu sagen, das ist ein Franzose, weil er Französisch spricht, und das ein Spanier, weil er Spanisch spricht. Natürlich kann auch ein deutscher Französisch sprechen und wäre trotzdem kein Franzose. Aber das grobe Einschätzen der Nationalität anhand der Muttersprache lässt sich dennoch gut nutzen. Obgleich Menschen ständig davon sprechen, vereint zusammenzuleben, lieben sie ihre Nationen und Unterschiedlichkeiten. Und wie gesagt, die Sprache ist das größte Merkmal einer Nation, die sie von anderen unterscheidet. Obwohl sich natürlich auch einige Nationen eine Sprache teilen. 

Außerdem hat der Mensch nicht immer eine Begründung, warum er ausgerechnet "x" braucht - er braucht/nutzt "x" einfach. Immerhin ist der Mensch immer noch ein eigenartiges Wesen, das häufig irrational denkt und handelt.

der Rest füllt die Lücken in doppelter Bedeutung.

Wohl wahr. Ernüchternd, wenn man doch weiß, dass man höchstwahrscheinlich nur zum Stopfen von Lücken da ist. Aber solange ich mein Leben leben kann, wie ich es will, beschwere ich mich nicht.

Antwort
von BertRollmops, 317

Ab und zu gehen Rechtschreibung und Inhalt Hand in Hand. Und das ist leider ein Beweis für die mangelnde Reflektion der eigenen Frage. Wer sich keine Mühe gibt, selber zu denken, gibt sich oft auch keine Mühe, korrekt zu Fragen. Ist eine Sache von Gehirnzellen. 

Kommentar von Jogie24 ,

Hm, denke mal Mathematik und Intelligenz sind halt auch nicht gerade jedermanns Sache.

Antwort
von GeistigeReife80, 224

Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun, daher tuen sie sowas.

...Als hätte man die Welt retten wollen :D


Kommentar von Kuppelwieser ,

"tuen"? So drückte sich damals ein gewisser Goebbels aus!

Kommentar von Panazee ,

*Ironie on*

Ein Grammatik-Nazi, der einen Nazivergleich benutzt?

Faschistischer geht es nicht mehr. :-D

*Ironie off*

(Sorry, nicht so ernst nehmen, aber den Scherz konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)

Antwort
von Swagmaster300, 53

Ich mache mit selten über Rechtschreibfehler lustig. Wenn ich welche sehe, weise ich die Person daraufhin es korrekt zu schreiben, oder ich korrigiere sie.

Ich mache das nur, weil immer mehr die grundlegenden Kenntnisse der deutschen (Deutschen) Sprache verloren gehen, aufgrund zu hohen RTL2-Konsums, oder aber auch durch Migration.

Antwort
von Holynoiz, 28

Geltungssucht

Antwort
von JanNikkel, 56

Weil man im tiefen Inneren hofft, dass sich bei der Person Besserung einstellt. 

Antwort
von handwerker79a, 25

Die Ironie steckt meistens in den Details ;)

Antwort
von latricolore, 105

Einen Drang habe ich bislang nicht feststellen können.

Es gibt natürlich immer mal wieder User, die das tun, aber das ist meiner Meinung nach ebenso daneben wie die Haltung mancher Fragesteller, die Antwortenden runterzumachen, wenn sie in ihrer Antwort zusätzlich Rechtschreibfehler korrigieren.

Wenn man mal von Trollen absieht, dann wird hier gefragt, weil man etwas wissen = lernen möchte. Daher sollte man für zusätzliche Korrekturen dankbar sein, nicht sauer.

Antwort
von KingKuntaJr, 21

Weil es ziemlich dumm ist, dastehen zu wollen wie ein Vollidiot.

Antwort
von GaiJin, 46

Heya zuschauer44,

mitunter ist es (sehr) schwer sich zurück zu halten, bei offensichtlichen Schreibfehlern!

`kay, ich weiß das meine (absolute) schwäche in der Interpunktion liegt, von daher würde ich mich was Schreibfehler betrifft, auch nie über andere erheben bzw. mich über diese Menschen lustig machen!

Aaaaaber...

Auf der anderen Seite hat es (für MICH), aber auch viel mit Respekt und Höflichkeit zu tun, anderen gegenüber, solche Stilblüten abzuliefern!

Bei dem ein oder anderen Beitrag kribbelt es schon ARG in den Fingern zu "antworten"! Was ich aber (persl.) viel nerviger finde, wenn User, in längeren Threads/Fragen, komplett ohne Absätze schreiben, dass macht einen Text (fast) unleserlich und sehr schwer zu folgen!

Zumindest sollte man sich, im nachhinein, wenn die Frage geschrieben ist, VOR dem posten, den Text nochmal durchlesen und ZU offensichtliche Fehler korrigieren!

Greetz,

GaiJin

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