
Im Prinzip nichts anderes als Jägerlatein aus der Zeit, als es hier noch Bären gab. Wer zu sehr mit seiner Beute angab, wollte dem anderen den (nicht erlegten) Bären aufbinden, d.h. er log ihn einfach an.
Die Bedeutung ist klar (jemand die Unwahrheit so glaubhaft erzählen, daß er darauf hereinfällt), zur Herkunft gibt es mehrere Erklärungsmöglichkeiten (http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/redensarten/07-september.xml):
Zum einen ist der Begriff "Bär" auf den alten Ausdruck "bar" zurückzuführen, der so viel wie "Last" oder "Abgabe" bedeutet. Jagdgesellen haben früher als Pfand für ihre Zechschulden einen Bären an der Theke angebunden. Also: Bär anbinden ist gleich Schulden machen. Zum anderen wurde der Ausdruck "Jemandem etwas aufbinden" früher mit "Lügen" gleichgesetzt. Aus dem angebundenen wurde schließlich der aufgebundene Bär, eine Kombination beider Ausdrücke.
Einfachere Erklärungsansätze leiten sich von dem Umstand ab, dass es praktisch unmöglich ist, jemandem unbemerkt einen Bären an- beziehungsweise aufzubinden. Andere Forscher assoziieren mit dem Bären lediglich eine Steigerung, um die Schwere der Lüge möglichst deutlich zu machen - denn der Bär ist ein imposantes Tier, das mit seinen großen Pranken allerlei Schaden anrichten kann.
Auch ein literarischer Ursprung des aufgebundenen Bären ist denkbar. Von 1825 bis 1832 wohnte der Wiener Dichter Ignaz Castelli in der Bärenmühle auf der Wieden (Wiener Bezirk), wo er seine "Wiener Bären" verfasste, eine Anekdotensammlung voll von Prahlereien. Sie wurden schnell berühmt, und mit ihr die Redensart "Jemandem einen Bären aufbinden".

Schriftliche Erklärungen wurden bereits abgegeben. Hier noch ein Cartoon:
http://img411.imageshack.us/img411/2333/baerenaufbindenxy2.jpg