
Laut dem "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" sieht die Sache etwas anders aus: Zuerst war "Zimt" ein Ausdruck für Geld bzw. Geldwaren (da Zimt = selten = teuer). Mit der Übernahme in die Umgangsprache trat ein Bedeutungswandel ein, und zwar zum schlechteren. "Zimt" wurden dann in Redewendungen wie "Was kostet der ganze Zimt hier?", "Mach keinen Zimt!" oder "Fauler Zimt" (Unsinn) benutzt. Im selben Zeitraum kamen auch die Ausdücke "Zimt machen", "Zimtig sein" auf, die einfach "Umstände machen", "Schwierigkeiten machen" bedeuteten. Zieht man nun "Zicke", das ja auch "Schwierigkeiten machen" bedeutet, sowie "Zimt" zusammen, ist klar was der Ausdruck bedeuten soll: Eine Person, die Schwierigkeiten machen und das im Quadrat

Laut dem "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten" sieht die Sache etwas anders aus: Zuerst war "Zimt" ein Ausdruck für Geld bzw. Geldwaren (da Zimt = selten = teuer). Mit der Übernahme in die Umgangsprache trat ein Bedeutungswandel ein, und zwar zum schlechteren. "Zimt" wurden dann in Redewendungen wie "Was kostet der ganze Zimt hier?", "Mach keinen Zimt!" oder "Fauler Zimt" (Unsinn) benutzt. Im selben Zeitraum kamen auch die Ausdücke "Zimt machen", "Zimtig sein" auf, die einfach "Umstände machen", "Schwierigkeiten machen" bedeuteten. Zieht man nun "Zicke", das ja auch "Schwierigkeiten machen" bedeutet, sowie "Zimt" zusammen, ist klar was der Ausdruck bedeuten soll: Eine Person, die Schwierigkeiten machen und das im Quadrat!
Quelle: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Lutz Röhrich, Verlag Herder, 1977
Die "Ziege" oder "Zicke" alleine ist ja schon ein wenig netter Ausdruck für störrische Damen. "Zimt machen" bedeutete in der mitteldeutschen Mundart "Umstände, Schwierigkeiten machen". Die Zimtzicke ist also eine penible Aufsichtsperson, eine (oft ältere) Frau, die sich über Kleinigkeiten aufregt.
-pardon , das steht schon hinter dem link von rafl.