
Diese Redewendung, auch IDIOM genannt, kommt aus der Zeit, als die katholische Kirche Prozessionen durch einen Ort machte. Da aber manches Dorf zu klein war für eine Prozession, ging man auch aßerhalb ums Dorf herum. Aber die Kirche selbst, also das sakrale Gebäude, blieb natürlich im Ortskern stehen. Man sagte auch, "wir lassen die Kirche im Dorf", schließlich kann man die nicht mit rumschleppen. Irgendwann verselbständigte sich die Redewendung, so nach dem Motte "mach mal halblang" und übertreib nicht.
Bedeutung: etwas im vernünftigen Rahmen lassen, nicht übertreiben. Die Wendung beruht auf der Vorstellung, dass der angemessene Platz der Kirche in der Mitte eines Dorfes ist.

bitteschön: Die Kirche im Dorf lassen"
Wenn jemand zu dir sagt, dass du die Kirche im Dorf lassen sollst, will derjenige dir zu verstehen geben, dass du die Dinge vernünftig angehen und nicht übertreiben oder angeben sollst. Der angemessene Platz einer Kirche war immer die Dorfmitte. Steht sie dort nicht mehr, dann ist alles aus den Fugen geraten. Also: Alles ist komplett durcheinander. Von diesem Ausdruck kommt auch die Redewendung, die Kirche ums Dorf tragen oder mit der Kirche ums Dorf fahren: Was nicht geht, das geht eben nicht.
Auch ohne Prozessionen blieb die "Kirche im Dorf"! Meine Antwort fußt auf dem Duden 7 (Herkunftswörterbuch). Und Deine?