Frage von Mandarina 15.09.2007

Woher kommt das Sprichwort " Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" ?

  • Antwort von neurodoc 15.09.2007
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man kann nicht aus einem Einzelfall eine Regel aufstellen, um bei gutefrage zu bleiben, wenn ein Russe LM raucht, heißt das nicht, daß alle Russen LM rauchen.

  • Antwort von Lissa 15.09.2007
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sprichwort;

    Die Schwalbe ist ein Zugvogel, die in Afrika und in warmen Gebieten anderer Erdteile überwintert und im Frühling zurückkehrt.

    Sie gilt daher als Verkünderin des Frühlings oder des Sommers.

    Das Sprichwort ist daher so zu verstehen, dass man nicht aufgrund einer einzigen Schwalbe darauf schließen sollte, dass nun gleich die warme Jahreszeit beginnt.

    Das Sprichwort stammt von einer Fabel Äsops mit dem gleichen Titel.

    Ein verschwenderischer junger Mann macht auch seinen letzten Mantel zu Geld, als er eine Schwalbe sieht.

    Als er sie später erfroren findet, macht er ihr Vorwürfe, weil sie ihn ruiniert habe.

    http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=Eine+Schwalbe+macht+noch+keinen+Sommer&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou

  • Antwort von Fitmacher 15.09.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Soweit ich weiß bedeutet es, dass man nicht voreilige Entschlüsse ziehen sollte und trotz ersten Eindrucks,besser der Sache sorgfälltiger auf dem Grund gehen sollte,bevor man sich entscheidet.

  • Antwort von YuLy42 15.09.2007
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wahrscheinlich ists äsop gewesen:

    http://www.ceryx.de/sprache/wd_schwalbe_sommer.htm

  • Antwort von Albrecht 15.09.2007
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das Sprichwort geht auf die Fabel "Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe" des griechischen Dichters Äsop zurück.

    Der Jüngling verkauft als seinen letzten Besitz einen Mantel, als er eine Schwalbe sieht, weil er meint, nun werde es warm sein. Dann stirbt jedoch die Schwalbe wegen einbrechender Kälte und der frierende Jüngling wirft ihr zornig Täuschung vor.

    Der volle Originaltext ist nicht mehr erhalten. Offenbar bezieht sich aber Aristoteles, Nikomachische Ethik I 6 1098 a 19-20 darauf: "Denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Frühling macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig."

    Der griechische Text Μία χελιδὼν ἔαρ οὐ ποιεῖ wird als Sprichwort mit "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" wiedergegeben. In Griechenland ist die Unterscheidung zwischen einer warmen und einer kalten Jahreszeit wesentlich.

    Die Bedeutung liegt in der Warnung, aus bestimmten Anzeichen keine voreiligen Schüsse zu ziehen.

  • Antwort von namdamo3 05.10.2009

    das kommt von der simson schwalbe wenn man eien sieht soll man nicht gleich denken es ist sommer denn die fahrerer sind so hart die fahren auch im winter

  • Antwort von tichon 22.09.2009

    Hallo! Als Schwalbenliebhaber möchte ich kurz - vielleicht noch nicht erwähnt - hinzufügen: Der diesem Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" zu Grunde liegende Gedanke, dass es gewagt und unzulässig sei, von einer einzelnen Erscheinung, einer einzelnen Person, Handlung allgemeine Schlüsse zu ziehen, hat bei den verschiedensten Völkern sprichwörtlichen Ausdruck gefunden. Unter dem Bilde der Schwalbe war er schon bei den alten Griechen - wie schon erwähnt - sprichwörtlich vorhanden und ist durch die Römer ("Purpureum numquam ver sola reportat hirundo.") zu allen romanischen und slawischen Völkern gelangt, halt mit anderen Worten wie z. B. Ein Stamm ist kein Wald (Slowakei). Ein Tropfen Honig macht das Meer nicht süß (Dänemark). Eine Elster macht keinen Winter (Holland) usw. In einem Soldatenlied wird das Sprichwort noch ergänzt: Eine Schwalbe macht keinen Sommer, wenn sie gleich die erste ist, und ein Mädchen keinen Kummer, wenn es gleich das schönste ist. Also eine einzelne Beobachtung verhält sich zur allgemeinen Erfahrung, wie eine einzige Schwalbe zum Frühling bzw. Sommer. In deutschen wie auch in niederländischen Städten gehörte es einst zu den Pflichten jedes Turmwächters, die erste Schwalbe, die er sah, durch Blasen zu begrüßen, ihre Ankunft der Ortsbehörde anzuzeigen, welche dieses frohe Ereignis sofort öffentlich ankündigen ließ.

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