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Woher kommt das Sprichwort " Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" ?

gefragt von Mandarina am 15.09.2007 um 21:49 Uhr

Welchen Ursprung hat das Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer"? Wie ist es zu verstehen und wo wird das Sprichwort angewandt?


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Lissa
beantwortet von Lissa am 15. September 2007 21:52
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Sprichwort;

Die Schwalbe ist ein Zugvogel, die in Afrika und in warmen Gebieten anderer Erdteile überwintert und im Frühling zurückkehrt.

Sie gilt daher als Verkünderin des Frühlings oder des Sommers.

Das Sprichwort ist daher so zu verstehen, dass man nicht aufgrund einer einzigen Schwalbe darauf schließen sollte, dass nun gleich die warme Jahreszeit beginnt.

Das Sprichwort stammt von einer Fabel Äsops mit dem gleichen Titel.

Ein verschwenderischer junger Mann macht auch seinen letzten Mantel zu Geld, als er eine Schwalbe sieht.

Als er sie später erfroren findet, macht er ihr Vorwürfe, weil sie ihn ruiniert habe.

http://tinyurl.com/3ey246


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 15. September 2007 22:05
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Man kann nicht aus einem Einzelfall eine Regel aufstellen, um bei gutefrage zu bleiben, wenn ein Russe LM raucht, heißt das nicht, daß alle Russen LM rauchen.


YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 15. September 2007 21:52
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wahrscheinlich ists äsop gewesen:

http://www.ceryx.de/sprache/wdschwalbesommer.htm


anonym
beantwortet von Fitmacher am 15. September 2007 21:57
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Soweit ich weiß bedeutet es, dass man nicht voreilige Entschlüsse ziehen sollte und trotz ersten Eindrucks,besser der Sache sorgfälltiger auf dem Grund gehen sollte,bevor man sich entscheidet.


anonym
beantwortet von Albrecht am 15. September 2007 22:46
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Das Sprichwort geht auf die Fabel "Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe" des griechischen Dichters Äsop zurück.

Der Jüngling verkauft als seinen letzten Besitz einen Mantel, als er eine Schwalbe sieht, weil er meint, nun werde es warm sein. Dann stirbt jedoch die Schwalbe wegen einbrechender Kälte und der frierende Jüngling wirft ihr zornig Täuschung vor.

Der volle Originaltext ist nicht mehr erhalten. Offenbar bezieht sich aber Aristoteles, Nikomachische Ethik I 6 1098 a 19-20 darauf: "Denn wie eine Schwalbe und ein Tag noch keinen Frühling macht, so macht auch ein Tag oder eine kurze Zeit noch niemanden glücklich und selig."

Der griechische Text Μία χελιδὼν ἔαρ οὐ ποιεῖ wird als Sprichwort mit "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" wiedergegeben. In Griechenland ist die Unterscheidung zwischen einer warmen und einer kalten Jahreszeit wesentlich.

Die Bedeutung liegt in der Warnung, aus bestimmten Anzeichen keine voreiligen Schüsse zu ziehen.




Kommentar von oldpaed am 16. September 2007 10:31

Klasse! Der griechische Originaltext hat mich besonders gefreut! Er erinnert mich an meine Schulzeit...


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