Frage von haschproblem, 46

Woher kommt das Gefühl in einer stimme?

Einige sänger/innen haben richtig gefühl in ihrer stimme aber woher kommt das? Warum berührt uns sowas? Ist das etwas das man kontrollieren kann oder nicht?

Antwort
von Ottavio, 10

Das , was Du "Gefühl in der Stimme" nennst, sind vor allem ja Gefühle in Dir, die durch die Stimme hervorgerufen werden. Darüber hinaus können es natürlich auch Gefühle der Sänger_innen (oder auch Schauspieler_innen) sein, die Du aufgrund Deiner Empathiefähigkeit in ihren lautlichen Äußerungen nachempfindest. 

Wenn es vor allem lautliche Äußerungen sind, die Deine Empathie wecken, dann ist es ein Zeichen dafür, dass Empathiefähigkeit vor allem auf sie gerichtet ist, mehr noch als auf optische Reize. Ich kann das für meine Person bestätigen. Vielleicht liegt das daran, dass schon das ungeborene Kind im Mutterleib Herzschlag und Stimme der Mutter hören kann.

Gut ausgebildete Sänger_innen und Schauspieler_innen habe es natürlich gelernt, ihre Stimme so zu beherrschen, dass der von Dir beobachtete Effekt hervorgerufen wird.

Antwort
von RobertMcGee, 26

Dein Unterbewusstsein assoziiert mit den Stimmlagen und dem Klang gewisse Vorstellungen und Erinnerungen - das kommt bei dir dann nur als unbestimmte Emotion an.

Wirklich kontrollieren kann man das nicht, als Sänger kann man aber mit den Tonlagen "spielen", auf die besonders viele Menschen reagieren.

Als Zuhörer kann man sich einfach daran gewöhnen oder es bewusst ignorieren, wenn man darauf vorbereitet ist

google mal "Spiegelneurone"


Antwort
von Odorwyn, 10

Hallo haschproblem,

Das kommt zum größten Teil daher, dass die Stimmen der Sänger/innen nicht klinisch klingen. D.h., dass der natürliche Klang einer Stimme und z.B. der Duktus einer Person beim Singen mit "rüberkommen" bzw. Transportiert werden.

Das ganze lässt den Sänger dann wesentlich Realitäts"näher" wirken. Der Sänger spricht zu einem persönlich.

Das ganze lässt sich z.B. auch bei Schauspielern beobachten. Während der schlechte Schauspieler genau die selben Worte in genau der selben Tonlage aufsagen kann, wird der gute dem ganzen etwas persönliches mitgeben.

Hoffe du verstehst was Ich meine.

LG

Antwort
von Jiggy187, 22

das ist das was gute sänger von schlechten sängern unterscheidet.das gefühl kommt nur, wenn du das was du tust eben auch selber fühlst, sonst bist du nur ne volksmusik puppe im musikantenstadl

Antwort
von Besserwisserer, 16

Man muss seine Stimme natürlich auch beherschen können, dazu gehört sehr viel Stimmbildung. Emotionen alleine reichen da nicht aus

Antwort
von sojosa, 11

Das was du wohl meinst, empfinde ich bei folgendem Song:

Kontrollieren kann man sowas nicht. Ich jedenfalls nicht.

Antwort
von xenax, 7

Nun ja, das obige Video hat so viel mit Singen zu tun wie ein Poarno mit Säx. Beim unplugged Livekonzert kommt dann die große Enttäuschung. Außer es laufen wie üblich sämtliche Spuren tausendfach gedoppelt mit....eine große Kommerzmaschine die darauf abzielt HITS zu erschaffen wie Mc Donalds eben hochwertige Mahlzeiten erschafft. Funktioniert übrigens seit Jahrzehnten SUPER. Die breite Masse glaubt das und kauft die HITS! Die Wahrheit sieht so aus dass Du da oben eine perfekte Studioproduktion siehst und eben ein Video dazu, wo jemand das gleiche Lied nochmal singt und so tut als ob er das rein zufällig ganz toll macht. Den größten Fehler den Du machen kannst ist das als ECHT zu sehen. Ich sage nicht dass man das so nicht singen kann. Aber ein First Take ist es wohl nicht… :-)Schau Dir mal ein Video von den Stones oder ACDC an, dann weißt Du wie Singen in echt aussieht. Oder Axel Rose? :-) Und zu Deiner Frage, Nahbesprechungseffekt, Kompressor, etwas mehr Luft auf der Stimme als nötig. Die Stimme an die Atmung "hängen". So weit sind wir da vom Poarno gar nicht entfernt. ;-) Denn ein gesangstechnisch hochwertiger Ton hat vieles mit der Art und Weise des Stoehnens zu tun. Zumindest was die Atmung anbelangt. Vielleicht liegt da auch das Geheimnis begraben...Stimme, Ausdruck, Söxualitöt - abwegig ist das nicht. Hat viel mit LOSLASSEN statt WOLLEN und DRUCK zu tun. Die meisten bei denen das nicht so klingt, schieben den Ton raus, sie singen mit Druck. Wie z.B. Herbert Grönemeyer zu seiner Höchstzeit. Pressen klingt halt gepresst. Nicht intim und sanft.

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