Frage von schweizerr, 261

Woher kommt das, dass wir Christen erst ab der Ehe Sex haben dürfen?

Antwort
von RonnyFunk, 43

Sex ist nicht als billiges Vergnügen geschaffen worden, sondern als Ausdruck tiefer Liebe und inniger Verbundenheit, die Bibel sagt "Ein Fleisch".

Entsprechend ist Sex ohne diese feste, verbindliche Beziehung, am Ziel vorbei.

Kommentar von AmazonFirePhone ,

erzähl das mal einer 13 jährigen entjungferten

Kommentar von RonnyFunk ,

Nun, die wird dies mit der nötigen Reife und dem nötigen Abstand bestätigen können - aus eigener Erfahrung.

Antwort
von RudolfFischer, 55

Das kommt zum einen aus dem Judentum. Nicht streng geregelte sexuelle Beziehungen hätten den Stammeszusammenhalt gefährdet und waren daher verboten.

Zum anderen hat die junge Christengemeinde das bevorstehende Ende der Welt erwartet und riet daher, sich von sexuellen Beziehungen nicht ablenken zu lassen.

2000 Jahre danach sollte man schon etwas weiter sein, als sich bei der Sexualität von Stammesbeziehungen und Endzeiterwartungen leiten zu lassen. Leider hat zumindest die kath. Kirche das 6. Gebot "Du sollst nicht Unkeuschheit treiben" in die 10 Gebote reingemogelt, ohne darauf hinzuweisen, dass das eine sehr freie "Überarbeitung" der 10 Gebote der Bibel ist.

Heutzutage sollte man in Übereinstimmung mit der Lehre Christi allein die Liebe (zu Gott und den Mitmenschen) als Maßstab nehmen. Daraus ergibt sich auch eine verantwortete Sexualität, die für viele Menschen mit Recht etwas sehr Bewegendes und Einmaliges ist.

Ich finde es dementsprechend sehr schade, wenn Sexualität zu einem beliebigen Alltagskonsum erniedrigt wird, aber auch dafür ist jeder selbst verantwortlich.  

Kommentar von AmazonFirePhone ,

erzähl das den müttern von 13 jährigen entjungferten mädchen

Kommentar von RudolfFischer ,

Meine Antwort schloss natürlich solche Fälle von Straftaten nicht ein, sondern nur sexuelle Beziehungen zwischen entsprechend mündigen Menschen (dem Gesetz nach ab 16 Jahren).

In dem von dir angesprochenen Fällen sind die Eltern zwar mitverantwortlich, aber ich weiß, wie schwer man selbst das, was man vorlebt, an seine Kinder weitergeben kann.

Antwort
von Philipp59, 32

Hallo schweizerr,

Der Standpunkt der Bibel zum Thema "Sex vor der Ehe" ist ziemlich eindeutig. An mehreren Stellen wird gesagt, dass Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist und vorehelicher Sex unter „verbotene sexuelle Beziehungen“ fällt (Hebräer 13:4, BasisBibel). Als Beispiel möchte ich nur drei Bibeltexte anführen, die uns Gottes Standpunkt in dieser Frage klarmachen:

"Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. Deshalb soll niemand unerlaubte sexuelle Beziehungen eingehen" (1. Thessalonicher 4:3, Hoffnung für alle)

"Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Körper wie bei sexueller Unmoral.    Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein  Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selbst.   Gott  hat euch als sein Eigentum erworben; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat!  Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht!" (1. Korinther 6:18-20, Neue Genfer Übersetzung).

"Die Ehe soll bei allen  in Ehren gehalten werden; es darf zwischen Mann und Frau keinerlei Untreue geben. Denn wer unmoralisch lebt oder Ehebruch begeht, den wird Gott richten" (Hebräer 13:4, Neue Genfer Übersetzung).


Ist dieser Standpunkt aber nicht veraltet, da wir heute im 21. Jahrhundert leben? Es stimmt, vieles hat sich seit den Tagen der Bibel verändert, anderes jedoch auch nicht. Zum Beispiel sind die menschlichen Bedürfnisse bis heute gleich geblieben. Wir benötigen noch immer Liebe, menschliche Zuwendung, Aufmerksamkeit, Freundschaften usw. Gott hat die Bibel mit Absicht so schreiben lassen, dass die darin enthaltenen Grundsätze nicht dem Zeitgeist unterworfen sind, sondern für alle Zeiten ihre Gültigkeit behalten. Dennoch betrachten heutzutage viele diese biblischen Standards als einengend und nicht mehr zeitgemäß.

Wir leben in einer Zeit, in der man eine Vielzahl biblischer Regeln über Bord geworfen hat; dazu zählt gerade auch das, was die Bibel zum Thema Sex sagt. Es ist wohl wahr, dass es für einen jungen Menschen eine große Herausforderung ist, mit sexuellen Kontakten bis zur Ehe zu warten, zumal er umgeben ist von Menschen, für die die biblische Moral weitgehend ohne Bedeutung ist. Immer mehr junge Leute fangen schon in sehr frühen Jahren damit an, sexuell aktiv zu werden und haben sehr oft wechselnde Partner. Sie sind der Meinung, man mache nichts falsch, solange man keinem anderem Schaden zufügt. Doch sollte man sich fragen: Hat die heutige Moral die Menschen wirklich glücklicher gemacht? Hat sie zu glücklichen und erfüllten Beziehungen geführt?

Muss man nicht ehrlicherweise zugeben, dass die heutige sexuelle Freizügigkeit auch ihre Schattenseiten hat? Umfragen unter jungen Menschen haben ergeben, dass viele Jugendliche nach dem Sex frustriert und teilweise sogar verzweifelt sind, da sie sich benutzt und ausgenutzt fühlen. Oftmals verlieren Jungs an Mädchen das Interesse, nachdem sie es "herumgekriegt" haben. Wie fühlt sich wohl ein Mädchen, das seine Unschuld durch einen Jungen verloren hat, der so denkt? Und ist es für die Mädchen nicht etwas schockierend, wenn sie erfahren, dass viele Jungen niemals ein Mädchen heiraten würden, mit dem sie zuvor schon geschlafen haben?

Eine weitere Schattenseite sind die vielen unehelichen Schwangerschaften mit teilweise unsäglichem Leid für die Mutter und das Kind. Ein Kind ohne einen Vater aufzuziehen, kann für junge Mutter zu einem wahren Albtraum werden. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Vielzahl von Geschlechtskrankheiten und nicht zuletzt Aids, die durch häufig wechselnde Sexualpartner natürlich sehr leicht übertragen werden können.

Das sind nur einige Gründe, warum die Bibel vorehelichen Sex untersagt. Gott möchte uns ganz bestimmt nicht durch allzu strenge Sittengesetze uns des Glücks berauben - ganz im Gegenteil. Er hat immer nur unser Wohl im Sinn und möchte uns vor Schaden bewahren.

LG Philipp

Antwort
von Wiyana, 115

Hallo schweizerr,

zu deiner Frage wäre noch zu ergänzen, dass "wir Christen" etwas verwirrend sein kann.

Ich bin Christin und teile mit vielen anderen Christinnen und Christen die Meinung, dass Sex vor der Ehe in unserer heutigen Zeit, Kultur und Gesellschaft vertretbar ist.

Wie bereits vielfach ausgeführt, hatte die Ehe im alten Orient und in der griechisch-römisch geprägten Antike einen ganz anderen Stellenwert als heute, eben, weil so Themen mitspielten wie

- Rollen Frau / Mann in einem klar patriarchalen System, wo die Frau alleine keine Erwerbstätigkeit ausführen durfte und die Ehe quasi ihre "Lebensversicherung" war.

- Verhütung eher nicht möglich - und dann; wer sorgt für das Kind?

Strukturen und historisch bedingte Themen, die wir heute in Mitteleuropa so nicht mehr haben - zum Glück; wir haben ja heute in vielem schon eine Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht.

Was mir aber wichtig ist an den vielgenannten Bibelstellen: Dass Sex auch etwas sehr Intimes, persönliches ist, und dass es wohl klug ist, wenn das auch heute einen geschützten Raum hat: Gegenseitige Achtsamkeit, Offenheit, Ehrlichkeit und Liebe: Wie Jesus es im Umgang mit allen Menschen gelebt hat - das sind nach wie vor Themen, die für eine Beziehung und besonders für eine Situation, in der man sich so verletzlich zeigt, wie Sexualität, wichtig sind.

Hoffe, dieser Blickwinkel ergänzt das bisherige noch etwas :-)

LG

Wiyana

Kommentar von KaeteK ,

Ich bin Christin und teile mit vielen anderen Christinnen und Christen
die Meinung, dass Sex vor der Ehe in unserer heutigen Zeit, Kultur und
Gesellschaft vertretbar ist.

Dann hast du eine andere Bibel, als ich.

http://zeltmacher.eu/verbietet-die-bibel-wirklich-sex-vor-der-ehe/

Kommentar von Whitekliffs ,

Ein sehr guter Link

Kommentar von RudolfFischer ,

Die Bibelstellen in dem Link sind gut zusammengestellt, und aus ihnen kann man wirklich heute noch Wichtiges und Wesentliches für das Verhältnis von Frau und Mann ableiten.

Aber auch solches, das damals vielleicht angemessen war, heute - 2000 Jahre später! - hingegen nicht mehr angebracht bzw. völlig unakzeptabel ist:

- Ehe nur durch Vermittlung der Eltern, kein Sich-Vorher-Kennenlernen

- Frau ist des Mannes Eigentum

- Mann ist Haupt der Frau

- Ehebrecherinnen steinigen (aber nicht die männlichen Ehebrecher)

usw.

und was mit "Unzucht" im Neuen Testament wirklich gemeint ist, ist auch keineswegs klar.

Außerdem gab es bereits im Alten Testament Regeln zur Scheidung, die i.w. die Versorgung der Frau regelten, aber nicht die Einmaligkeit der Ehe unterstrichen. Nicht einmal die Einehe wurde vorgeschrieben!

Jesus verurteilte das und wies auf das Gesetz der Liebe hin, das schon mit einem "lüsternen" Blick auf eine fremde Frau vom Mann verletzt wird. Da mussten alle Jünger ehrlicherweise die Köpfe hängen lassen. Der Anspruch ist hoch, das Prinzip richtig, aber nur wer in dieser Richtung nie gefehlt hat, werfe den ersten Stein.

Kommentar von Gwynplaine ,

Die Ausdeutung der Bibelstellen ist vollkommener exegetischer und theologischer Blödsinn. Nur weil man lesen kann und eine Meinung hat, heißt das noch lange nicht, dass man weiß, was Bibelstellen bedeuten.

Zumal man sich stets vor Augen halten sollte, dass Ehe in biblischen Zeiten durchweg das Besitzrecht des Mannes an der Frau bezeichnet. Deshalb soll sich der Mann nicht von der Frau scheiden (d.h. sein Besitzrecht aufgeben); deshalb bricht der Mann die Ehe der (verheirateten) Frau, wenn er sie ansieht, weil er ihrem Mann sein Eigentum streitig macht; deshalb kann ein Mann mehrere Frauen haben, aber nicht umgekehrt (z.B. Jakob mit Lea und Rahel - ein Beispiel aus dem Link, das als positives Beispiel gewertet wird! Natürlich hatte Jakob schon vor Rahel Sex mit Lea, aber das wird verschwiegen ... war ja auch innerhalb seiner Ehe mit Rahel *ähem*).

Und wie war das mit Ruth und Boas? Die waren alles andere als verheiratet, als Ruth Noemis Rat folgte - kann ja jeder selber nachlesen. Mannomann, es ist zu verzweifeln mit den selbsternannten Theologen, die ihre private und selektive Bibelhermeneutik anwenden, um konservative Meinungen zu bedienen.

Antwort
von Kaesebohrer, 111

Dazu müsstest Du Dir die ganzen mosaischen Gesetze mal anschauen, irgenwo steht es bestimmt drin. Habe jetzt keine Lust zum Suchen.

Das Christentum und der Islam beziehen sich auf die Tora (also das alte Testament), deshalb ist in beiden Religionen außerehelicher Geschlechtsverkehr verboten.

Antwort
von Ente222, 51

Erfüllte Sexualität ist ein großes Geschenk von JHWH (Jehova). Als unser Schöpfer weiß er am besten, wie wir damit umgehen sollten, damit eine so enge Bindung wie ein Ehe die größtmöglichein Chancen auf harmonisches Zusammenleben sowie Glück und Erfüllung hat.

Die psychologischen Vorteile liegen klar auf der Hand. Man hat bereits bewiesen, daß man fähig ist, Selbstbeherrschung zu üben. Später werden mit Sicherheit Versuchungen auftreten, ein Abenteuer zu erleben, was den treuen Partner tief verletzten würde. Das "Training" vor der Ehe ist sehr hilfreich und vor allem fördert es gegenseitigen Respekt und Vertrauen.

Ist es nicht ein gutes, schönes Gefühl: "Mein Partner gehört mir alleine, da haben nicht schon andere ihre negativen Spuren hinterlassen." Immerhin waren die ersten Erfahren sicherlich enttäuschend, sonst hätte man ja die Beziehung nicht beendet.

Man hat sich mit Sicherheit nicht vorschnell zur Ehe entschlossen und geprüft, ob man charakterlich und emotional zusammen paßt. Auf diesem Fundament kann man eine erfolgreiche Ehe aufbauen.

Es ist ganz wichtig, daß JHWH der Dritte im Bunde ist. Bei auftretenden Schwierigkeiten gibt sein Wort hilfreichen Rat und er ist stets bereit zu helfen. 

Deshalb ist es auch so wichtig, nur im "Herrn" zu heiraten. Nach meiner langjährigen Lebenserfahrung hat eine Ehe ohne Jehova keine echten Chancen auf Erfolg. Was hat es den vielen "erfahrenen" Menschen denn gebracht, bereits vor der Ehe Sex zu haben? Besonders die Frauen haben verbitterte, verhärmte Gesichter. Schau nur mal genau hin.

Kommentar von Kaesebohrer ,

Ich habe auch nicht meine erste Liebe geheiratet und gebe Dir voll recht. Möglichst viele Sexualpartner gehabt zu haben macht einen Menschen in Wirklichkeit nicht lebenserfahren sondern innerlich leer und seelisch kaputt, weil die Intimität nichts besonderes und wertvolles mehr ist.

Kommentar von ascivit ,

Also das Gebot "kein Sex vor der Ehe " hat bei meinen Eltern im Gegensatz zu deinem ARgument sehr wohl dazu geführt, dass die sich vorschnell zur Ehe entschlossen haben. Denn man musste ja heiraten, weil sonst kein Sex möglich ist.

 

 

 

 

Kommentar von Ente222 ,

ascivit, schade. Du hast womöglich eine egoistische Einstellung zur Sexualität, kann das sein? Wenn jja, wirst du es schwer haben, auf Dauer glücklich zu werden.

Antwort
von erklaerbaer95, 96

Wenn man das ganze mal neutral betrachtet, dann war es immer sinnvoll, bis zur Ehe zu warten, zumindest bis die Verhütungsmittel erfunden waren.

Außerdem ist die Ehe im Christentum ganz besonders wichtig.

Antwort
von nowka20, 19

training der beherrschung des sexualtriebes

Antwort
von Sturmwolke, 22

BEI einer Umfrage unter Teenagern
waren fast 90 Prozent der Meinung, wenn man sich liebe, sei gegen
voreheliche Beziehungen nichts einzuwenden. Dieser Standpunkt spiegelt
sich in den Medien wider und wird darin oft ganz bewusst vertreten.
Generell wird im Kino und Fernsehen Sex als automatische Folge von
Verliebtheit dargestellt.

Wer Gott gefallen möchte, orientiert
sich allerdings nicht an der weltlichen Denkweise, denn er ist sich
darüber im Klaren, dass die Welt unter dem Einfluss ihres Herrschers,
des Teufels, steht (1. Johannes 5:19).
Auch wird er sich nicht einzig und allein auf seine Gefühle verlassen,
denn „das Herz ist verräterischer als sonst irgendetwas und ist heillos“
(Jeremia 17:9). Die beste Anleitung findet man beim Schöpfer und somit in der Bibel, die von ihm inspiriert ist (Sprüche 3:5, 6; 2. Timotheus 3:16).

Sex ist ein Geschenk Gottes

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene
Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der himmlischen
Lichter herab“, heißt es in Jakobus 1:17. Zu diesen wertvollen Geschenken gehört auch die intime Liebe in der Ehe (Ruth 1:9; 1. Korinther 7:2, 7).
Sie ist nicht nur die Voraussetzung dafür, dass Mann und Frau sich
fortpflanzen können, sondern stellt auch eine enge körperliche und
gefühlsmäßige Verbundenheit zwischen ihnen her, und das auf sehr
zärtliche und schöne Art und Weise. „Freue dich mit der Ehefrau deiner
Jugend“, schrieb schon König Salomo. „Ihre Brüste mögen dich zu allen
Zeiten berauschen“ (Sprüche 5:18, 19).

Jehova möchte natürlich, dass uns
seine Geschenke Freude machen und für uns zum Besten sind. Deshalb hat
er uns auch die allerbesten Grundsätze und Gebote mit auf den Weg
gegeben (Psalm 19:7, 8). Jehova lehrt uns zu unserem Nutzen und zeigt uns den Weg, den wir gehen sollen (Jesaja 48:17). Würde unser himmlischer Vater — die Liebe in Person — uns etwas wirklich Gutes vorenthalten? (Psalm 34:10; 37:4; 84:11; 1. Johannes 4:8).

Sex vor der Ehe ist lieblos

In der Ehe sind Mann und Frau
sozusagen „e i n Fleisch“. Wenn zwei Unverheiratete miteinander sexuelle
Beziehungen haben, was unter den Begriff „Hurerei“ fällt, sind auch sie
„e i n Leib“, der allerdings in Gottes Augen unrein ist.* Davon abgesehen sind solche Beziehungen lieblos. Wieso? (Markus 10:7-9; 1. Korinther 6:9, 10, 16).

Hurerei ist Sex ohne echte Bindung.
Sie untergräbt nicht nur die Selbstachtung, sondern kann auch
Krankheiten, ungewollte Schwangerschaften und großen Kummer nach sich
ziehen. Vor allem aber ist sie ein Verstoß gegen Gottes gerechte Normen.
Wer Hurerei begeht, denkt also kaum oder überhaupt nicht an das jetzige
oder zukünftige Wohl und Glück des anderen.

Für einen Christen wäre Hurerei
außerdem ein Übergriff auf die Rechte seines Glaubensbruders
beziehungsweise seiner Glaubensschwester (1. Thessalonicher 4:3-6). Denn wer vorgibt, Gott zu dienen, aber außereheliche Beziehungen hat, befleckt die Christenversammlung (Hebräer 12:15, 16).
Er nimmt dem anderen seinen moralisch einwandfreien Ruf und verbaut ihm
die Chance, keusch in die Ehe zu gehen. Durch Hurerei schädigt man auch
den Ruf beider Familien. Darüber hinaus tritt man Gottes Gefühle mit
Füßen, denn es verletzt ihn, wenn man sich über seine gerechten Gebote
und Grundsätze hinwegsetzt (Psalm 78:40, 41). Wer so handelt und nicht bereut, muss damit rechnen, dass Jehova für all diese schlechten Taten „die Strafe vollzieht“ (1. Thessalonicher 4:6). Eigentlich braucht es uns nicht zu wundern, dass die Bibel uns auffordert: „Flieht vor der Hurerei“ (1. Korinther 6:18).

Für Verliebte mit Heiratsplänen ist
die Zeit des Kennenlernens eine gute Gelegenheit, gegenseitiges
Vertrauen und Achtung voreinander aufzubauen. Hierzu eine Überlegung:
Wie soll eine Frau einem Mann voll und ganz vertrauen, der gezeigt hat,
dass er sich nicht beherrschen kann? Und wird ein Mann ohne weiteres
eine Frau achten und ehren können, die aus Verliebtheit oder um ihrem
Partner einen Gefallen zu tun, Gottes Gebote über Bord wirft?

Hinzu kommt noch, dass jemand, der sich über Gottes liebevolle Maßstäbe hinwegsetzt, erntet, was er sät (Galater 6:7). „Wer . . . Hurerei treibt, sündigt gegen seinen eigenen Leib“, sagt die Bibel (1. Korinther 6:18; Sprüche 7:5-27).
Wenn natürlich ein Paar, das voreheliche Beziehungen hatte, ehrlich
bereut, angestrengt an einem guten Verhältnis zu Gott arbeitet und das
gegenseitige Vertrauen stärkt, werden sich die negativen Gefühle mit der
Zeit vielleicht legen. Dennoch bleibt meistens eine Narbe zurück. Ein
junges Paar, das inzwischen verheiratet ist, bereut bitter, dass es vor der Ehe Sex hatte. Hin und wieder fragt sich der
Mann: „Ob unsere Auseinandersetzungen vielleicht damit zusammenhängen,
dass wir alles auf einer unreinen Grundlage aufgebaut haben?“

Echte Liebe ist selbstlos

Bei aller Verliebtheit benimmt sich echte Liebe „nicht unanständig“ und „blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus“ (1. Korinther 13:4, 5).
Sie hat das Wohl und ewige Glück des anderen im Auge. Diese Liebe
treibt einen Mann und eine Frau dazu an, sich gegenseitig zu ehren und
der körperlichen Liebe den Platz zu reservieren, den Gott dafür
vorgesehen hat — das Ehebett (Hebräer 13:4).

Zu einer wirklich glücklichen Ehe
gehören Vertrauen und Geborgenheit, umso mehr noch, wenn sich Nachwuchs
einstellt, denn Gott wollte schon immer, dass Kinder in einem
liebevollen, stabilen und geborgenen Umfeld aufwachsen (Epheser 6:1-4). Nur in der Ehe geht man eine echte Bindung
ein. Im Herzen — und in der Regel auch vor anderen — gelobt man, sein
ganzes Leben lang füreinander da zu sein, in guten wie in schlechten
Zeiten (Römer 7:2, 3).

Durch die körperliche Liebe wird
die Bindung zwischen Mann und Frau gefestigt. Und wenn ein Ehepaar
miteinander glücklich ist, sind die idealen Voraussetzungen für ein
schönes und erfüllendes Sexualleben gegeben — ohne dass die Beziehung
herabgewürdigt, das Gewissen belastet oder der Schöpfer übergangen wird.

----------------------------------

Quelle:
http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/102006412

Kommentar von Ente222 ,

Besser könnte man es nicht sagen

Antwort
von Horus737, 20

Die lieben Tierchen dürfen vögeln wie sie wollen?. Nein auch da wird in der Regel erst ein Partner gesucht und dann Kinder gezeugt.

Und beim Menschen soll es naders sein? Ob mit Religion oder mit Moral oder ohne, auch da gilt : Finde zuerst einen festen Partner und zeuge dann den Nachwuchs. Na ja , das Rumprobieren (trotz Pille, mit Maßen!!) ist nicht verboten.

Woher das kommt? Überleg mal!! Wir haben schon genug Alleinerziehende !!

Antwort
von Deponensvogel, 66

Ich glaube, dass das weniger etwas Christliches bzw. Jüdisches ist als vielmehr eine kulturelle bzw. soziale Sache.

Denk mal nach, was der Gedanke dahinter ist. Wenn die Töchter vögeln, wie sie lustig sind, gibt es für eine Familie unnötig viele Mäuler zu stopfen. 

Wenn man sie (mit Mitgift!) mal an den Mann gebracht hat, werden die Bälger in einem anderen Haushalt ernährt und der Kreis beginnt von neuem. 

Damit das auch gewahrt bleibt, ist es klarerweise von Vorteil, den religiösen Schleier über das Ganze zu werfen – denn sündigen will ja keiner, solang es die richtigen Jenseitsvorstellungen gibt.

Antwort
von fricktorel, 7

Das kann man aus verschiedenen Situationen in Gottes Wort erkennen (Ruth 3,14; Mt.1,18-20; 1.Kor.7,3-4; Jak.1,14).

Antwort
von hauseltr, 48

Weil die Christen und auch die Moslems das vermeindliche Verbot aus dem jüdischen Glauben übernommen haben!

https://de.wikipedia.org/wiki/Jungfrau#Judentum

Antwort
von FrecheJungeDame, 74

ganz einfach:

weil die meisten leute nur denken, das würde so in der bibel stehen, ohne zu wissen, dass es so direkt gar nicht in der bibel steht.

http://zeltmacher.eu/verbietet-die-bibel-wirklich-sex-vor-der-ehe/

Kommentar von Whitekliffs ,

Schweizerr, den link solltest du unbedingt lesen. Er beantwortet deine Frage sehr gut.

Kommentar von FrecheJungeDame ,

Finde ich auch. ☺☺☺

Lieber informieren, statt immer nur zu glauben, was die Leute glauben, was in der Bibel drinsteht, ohne eigentlich wirklich drinzustehen ,-)

Antwort
von kubamax, 56

Wo steht das geschrieben? Dass früher die Frauen jungfräulich in die Ehe gehen mussten,  war nicht nur bei den Christen Gesetz. Man kann  ja als Mädchen Sex haben und die Jungfräulichkeit bewahren. Jungs durften schon immer alles manchen.

Kommentar von kiracro ,

Da liegst du falsch, sobald du Sex hast ist man keine Jungfrau mehr.

Antwort
von kiracro, 15

Man soll Sex nur mit der Person haben mit der man für Ewig zusammen ist. Eine Beziehung (Mutter+Vater+Kind) soll die Dreifaltigkeit darstellen.
Außerdem ist Sex zur Fortpflanzung da (laut Bibel)
Und die meisten heutzutage haben verhüteten Sex, das heißt sie haben Sex, aber sie wollen sich nicht Fortpflanzen...

Kommentar von ascivit ,

Was ist wenn das zweite Kind kommt? Dreifaltigkeit + Teufel?

Kommentar von kiracro ,

Anzahl der Kinder ist da unwichtig.

Antwort
von 666Phoenix, 35

schweizer

allein die Frage beweist, dass Deine Religion komplett veraltet und destruktiv ist!

Denn sie besagt, dass Leute, die nie eine Ehe eingehen (wollen/können/dürfen, wie auch immer), niemals Sex haben dürften!

 Wie mittelalterlich geht es denn noch??

Kommentar von kiracro ,

Man soll aber laut Christentum in eine Ehe eingehen

Kommentar von 666Phoenix ,

Wer sagt das?

Antwort
von muschmuschiii, 82

schön ....... und wer hält sich dran?

Kommentar von schweizerr ,

wenn gott das sagt dann soll man sich dran halten aber wenns von menschen kommt dann nicht

Kommentar von KaeteK ,

Christen, die Gottes Wort befolgen.

Antwort
von FeeSabilillah, 44

Von Gott. Was ist das denn für eine Frage.

Antwort
von 3plus2, 33

Es genügen die göttlichen 10 Gebote und darin steht nichts, dass man keinen Sex vor der Ehe haben darf.

Man muss nicht jeden Unsinn den die Religionen vorschreiben mitmachen.

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