Woher kommt das Böse, wie kann ein Mensch böse werden, und wie geht man damit um Also ethisch gesehen?

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9 Antworten

Das ist eine komplizierte Frage. Wenn wir ganz am Anfang anfangen, müssen wir erst mal definieren, was "böse" überhaupt ist. Das ist schon mal nicht einfach. Nur "böse" oder andersrum, nur "gut" gibt es auf der Welt einfach nicht. Auch können wir nicht genau wissen, was genau zeigt, dass jemand oder etwas "böse" ist.

Nehmen wir mal ganz platt an, böse ist alles das, was anderen schadet, gut alles das, was anderen nützt. Dann kommt das Böse aus meiner Sicht vom Egoismus des Menschen. Ein Mensch, der ohne Rücksicht auf Verluste nur das tut, was ihm am meisten nützt, handelt zwischendrin einfach böse. Sei es, weil er etwas nimmt, was er gern hätte, aber einem anderen gehört oder jemanden schlecht behandelt, um sich selbst besser zu fühlen oder wasauchimmereinemnocheinfällt. Das gilt auch für Gruppen, die sich selbst als "was besseres" sehen, nicht nur für Einzelpersonen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich der Überzeugung bin, dass kein Mensch nur böse oder nur gut ist.

Damit umgehen... das kommt sehr auf den Einzelfall an, glaube ich. Ich kann einem Menschen, der mich belogen hat, um sich selbst ein bisschen besser darstehen zu lassen (was ja jetzt laut meiner Definition, die zugegeben sehr laienhaft ist), vergeben und kann ihm eine neue Chance geben, gut  oder zumindest neutral zu handeln. Vieles Böse kann ich auch einfach ignorieren und kann tun, als sei es nie geschehen, weil es nicht wichtig ist. Geht es aber um mehr, muss man sich den Einzelfall ansehen.

Ich gebe zu, zufriedenstellend ist das nicht... aber ich habe mein Bestes gegeben :)

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Was ist denn deine Prämisse? Gibt es das Böse schon? Wenn ja, dann kann jemand böse werden als Reaktion darauf, dass ihm böses widerfährt.

Dann gibt es noch Missverständnisse, den Kampf um Ressourcen und Idealen, den evolutionären Durchsetzungsmachtkampf, kulturelle Wertevermittlungen über Recht und Unrecht und daraus entstehender Divergenzen, usw.

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Das Böse ist ein Irrwahn. Es entspringt heutzutage hauptsächlich aus menschlichen Instinkten, die schlichtweg kontraproduktiv sind. Wenn man sich beispielsweise bedroht fühlt, kann es passieren, dass der Körper eine Art Abwehrhaltung und damit auch die Bereitschaft einnimmt, Zerstörung anzurichten, um akut etwas besser da zu stehen, beispielsweise bei Eifersucht, Rachegelüsten, etc., Instinkte, welche weder rational noch sinnvoll sind, die aber früher einmal dem Menschen das Überleben erleichtert haben und die deshalb noch in uns sind. Klar kann man argumentieren, dass Egoismus einen selbst voran bringt, aber so ganz ohne Solidarität wird man heute auch nicht weit kommen. Es gibt einen gesunden Egoismus, der gegenseitiges Aufopfern in Balance hält, aber der Großteil der Menschen überschreitet dieses Maß. Wie aber das Mittelmaß finden?

Meine Lösung: Nachdenken, unzwar von möglichst vielen Perspektiven aus, und die Konstruktivität als oberstes Ziel im Auge behalten. Die Logik ist dein verlässlichster Freund. Es ist nicht nur auf der Gefühlsebene, sondern auch auf der rationalen logisch, dass es auch für dich das Beste ist, kooperativ, hilfsbereit und allgemein nett und liebevoll zu sein. "Gute Taten" zu vollbringen, macht dich glücklich, dass ist biologisch ebenfalls verankert, weil sich Teamplay eben noch besser bewährt als reiner Egoismus. Gemeinsam kommt man weiter und erreicht mehr seiner Ziele! Denk daran, wenn du das nächste Mal durcheinander bist (denn in solchen Momenten kann das Böse lauern). :)

#makelovenotwar <3

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komische Frage aber ich habe letzt erst gelesen das jeder Mensch von Natur aus"böse" ist und erst durch eine Langjährige Erziehung und Erfahrung zu einem sozial verträglichen Wesen wird. Habe zwar noch keine Philosophie in der Schule aber finde die Frage ebenso interessant.


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Kommentar von Liteblash
19.01.2016, 01:11

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das, was du gelesen hast, nur eine von vielen philosophischen Theorien über Gut und Böse ist. Dass der Mensch von Natur aus böse ist und nur durch "Hinzugabe" von Güte gut werden kann, wird meines Wissens nach beispielsweise von Immanuel Kant postulliert, während Jean-Jacques Rousseau die Meinung vertritt, es verhalte sich entgegengesetzt (Der Mensch ist von Natur aus gut).

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Das böse ist in jedem Menschen von der Geburt aus drinnen sowie das gute bloß dein Gewissen entscheidet wann du was benutzt . ( Gewissen ist deine innere Stimme das sagt was richtig oder falsch ist )

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Wie meinst Du das genau mit "böse" sein? Wenn ich es richtig verstehe verbittert sein und / oder kalt werden vom Herzen aus? Da gibt es verschiedene Auslöser! Man ist wegen was weiß ich nicht mit seinem Leben unzufrieden und wird dann so, man fühlt sich alleine, man hat ein schlechtes Leben gehabt und ändert sich ins schlechte, man hat etwas noch nicht verkraftet (zB den Tod einer nahe liegenden Person)... Gibt aber auch einfach Menschen die von Natur aus böse sind - leider...

Gruß

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Die Frage ist was ist böse

Ist es böse einen Menschen zu töten, um 2 andere zu retten?

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Kommentar von nur40
18.01.2016, 19:52

Ist Ansichtssache 😅

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Kommentar von Skillendrium
18.01.2016, 20:10

wenn der der getötet wird damit einverstanden ist nein

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ist ein Entwicklungsprozess über mehrere Monate oder Jahre beim Mensch

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Niemand kommt böse auf die Welt. Es liegt immer an den Eltern wie sie ihre Brut erziehen und mit welcher Religion Kinder groß werden.

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